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29.07.2017 - 11:38
Hintergrund

Anbieter wechseln, Nummer behalten - so klappt die Rufnummernmitnahme

Wichtige Tipps für eine erfolgreiche Portierung

Neun von zehn Haushalten haben laut Statistischem Bundesamt einen Fest­netz­an­schluss. Hinzu kommen laut Bundesnetzagentur rund 129 Millionen aktive SIM-Karten in Deutschland. Viele Nutzer haben also mehr als einen Vertrag. Da sich die Preise und Konditionen laufend ändern, fragen sich viele Kunden: Soll ich meinen Anbieter wechseln, und was passiert dann mit meiner bisherigen Nummer?

Grundsätzlich kann man an einer Rufnummer kein Eigentum erwerben, sondern nur ein Nutzungsrecht - das erwirbt der Kunde im Rahmen seines Vertrages mit dem Telekommunikationsdienst. Wenn ein Kunde zum Vertragsende bei einem anderen Anbieter eine Rufnummernmitnahme, die Portierung, beauftragt, behält er das Nutzungsrecht an der Rufnummer.

Bei Festnetznummern kann der Anbieter eine Portierung verweigern, solange der Kunde noch vertraglich an ihn gebunden ist. Anders sieht dies im Mobilfunkbereich aus: Die vorzeitige Portierung einer Rufnummer ist auch dann möglich, wenn der Mobilfunkvertrag noch länger läuft. Der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter bleibt davon unberührt - der Kunde ist also weiterhin verpflichtet, die vertraglichen Entgelte zu zahlen.

Weitere wichtige Tipps lesen Sie in dem untenstehenden Ratgeber. Diesen finden Sie stets wieder, wenn Sie in unser Suchfeld "sofortige Portierung" eintippen.

dpa /


Anbieterwechsel

Sofortige Portierung der Handynummer: So funktioniert es richtig

Das müssen Sie beim sofortigen Umzug der Handynummer beachten

Sofortige Portierung der Handynummer: So funktioniert es richtig

Sofortige Portierung der Handynummer: So funktioniert es richtig
Bild: teltarif.de

Eine Handynummer kann nicht nur zum En­de des bisherigen Vertrages zu einem an­de­ren Anbieter übertragen werden, sondern auch schon während einer laufen­den Ver­trags­beziehung. Diese sofortige Portierung ist seit 2012 gesetzlich verankert, muss also von allen Providern angeboten werden. Der Kunde muss dabei jedoch bestimmte Dinge beachten, damit die Portierung auch schon vor einem Vertragsende klappt. Zudem muss er bedenken, dass er mit dem alten Anbieter weiterhin einen gültigen Vertrag hat, diesen also auch bezahlen muss.

Wer seine Nummer vom bisherigen Anbieter zu einem neuen Anbieter mitnehmen möchte, der muss seinen alten Anbieter über diesen Plan in Kenntnis setzen. Das Verfahren hierzu ist unterschiedlich. Bei einigen Anbietern muss ein Anruf an der Kundenhotline erfolgen, andere bieten ein Online-Tool an. Welches Verfahren der eigene Anbieter ermöglicht, erfährt der Kunde im Zweifel beim Kundenservice. Im Rahmen der Information wird die Handynummer für einen Zeitraum von 30 Tagen für eine sofortige Portierung freigegeben. Ablauf: Erst den alten Anbieter informieren, dann Portierung beantragen Der Antrag auf die Übernahme der Nummer muss vom neuen Anbieter also binnen dieser 30-Tage-Frist gestellt werden, da sie ansonsten wieder abgelehnt wird.

Die Ablehnung erfolgt auch, wenn der Anbieter die Nummer anfragt, bevor sie vom bishe­rigen Anbieter freigegeben wurde. Gerade, wer seinen alten Anbieter also schriftlich über den Wechselwunsch informiert, sollte lieber ein paar Tage warten bis die Por­tie­rung in der Datenbank eingetragen wurde.

Wird der neue Handyvertrag samt sofortiger Portierung beim neuen Anbieter bestellt, so setzt dieser sich dann mit dem alten Anbieter in Verbindung und regelt alle weiteren Schritte. Der Kunde wird im Idealfall von beiden Anbietern über den Umschalttermin informiert. Der Wechselprozess an sich ist normalerweise binnen etwa zwei Wochen machbar. Alter Vertrag kann neue Nummer bekommen und muss in jedem Fall bezahlt werden Ist der Wechseltermin gekommen, funktioniert die bekannte Nummer nur noch in Kombination mit der neuen SIM-Karte des neuen Anbieters. Die alte SIM-Karte kann auf Wunsch des Kunden jedoch kostenlos eine neue Nummer bekommen, so dass der alte Vertrag weiter genutzt werden. Der alte Anbieter ist gesetzlich zur Bereitstellung dieser Nummer verpflichtet, der Vertrag dadurch darf sich nicht verlängern oder der Kunde in einer anderen Form schlechter gestellt werden. Allerdings ist es erlaubt, dass die Ersatznummer erst auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden geschaltet wird. Diese Nummer kann der Kunde in der Folge auch zum Ende des Vertrages zu einem anderen Anbieter portieren, sofern er das möchte. Wichtig für den Kunden: Der abgeschlossene Vertrag muss in jedem Fall wie vertraglich vereinbart abgezahlt werden - auch wenn keine Ersatznummer geschaltet wird. Und der alte Anbieter darf für die Abgabe der Nummer einen Betrag von maximal 30,72 Euro verlangen. Sofortige Portierung nicht in jedem Fall möglich Es gibt Fälle, in denen eine sofortige Portierung nicht möglich ist, da es sich nur augenscheinlich um einen Anbieterwechsel handelt. Tatsächlich wünscht der Kunde rechtlich jedoch einen Tarifwechsel, bei dem eine solche Portierung nicht vorgesehen ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Kunde von Base zu Aldi Talk wechseln will. Beide Angebote werden von der E-Plus Service GmbH realisiert. Ratgeber zur Rufnummernmitnahme / Portierung im Mobilfunk

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