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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 22.01.20
Einwahl

CSD: Leitungsvermittelter Internetzugang aus den Mobilfunknetzen

Mit 9,6 kBit/s Übertragungsgeschwindigkeit heute nur noch Nischenlösung

Die leitungs­vermit­telte Daten­über­tragung per Mobil­funk wird heute von Kunden kaum noch genutzt, denn sowohl was die Übertragungs­geschwindigkeit als auch die Kosten angeht, liegt der paket­vermit­telte Daten­verkehr über GPRS, EDGE, UMTS oder HSPA heute weit vorne. Die Anwen­dungs­szena­rien sind also mehr als begrenzt, wir wollen Ihnen aber trotzdem nicht vorent­halten, was sich hinter CSD verbirgt und was es kostet.

Prin­zipiell ist mit der leitungs­vermit­telten Über­tragungs­technik Circuit Swit­ched Data (CSD) die Verbin­dung zu einem belie­bigen Endpunkt möglich, so wird es zumeist im profes­sionellen Bereich für Verbin­dungen ins firmen­eigene Netz bzw. zu dortigen Geräten und Maschinen genutzt. Der Zugang zum mobilen Internet per CSD ist prin­zipiell auch möglich, ange­sichts der Verfüg­barkeit schnel­lerer und güns­tigerer paket­vermit­telter Über­tragungs­tech­niken wie etwa UMTS/HSPA jedoch heut­zutage sehr unüb­lich. CSD bietet dafür nur eine maxi­male Über­tragungs­rate von 9,6 kBit/s, wobei zusätz­lich noch hohe Minu­tenpreise anfallen - im Vergleich dazu erscheint selbst GPRS als güns­tiger Daten­turbo. Zu CSD gibt es immerhin noch eine Erwei­terung namens HSCSD, die aber nur noch bei einzelnen Anbie­tern und dort auch nur noch für Alt-Tarife ange­boten wird. Bei HSCSD wird Kanal­bünde­lung genutzt, um die Daten­rate zu erhöhen - theo­retisch stehen bis zu acht Kanäle bereit, in der Praxis werden jedoch ledig­lich vier Kanäle gebün­delt. Mobile Daten­verbin­dungen ohne Voranmel­dung

CSD: Leitungsvermittelter Internetzugang aus den Mobilfunknetzen

CSD: Leitungsvermittelter Internetzugang aus den Mobilfunknetzen
Bild: teltarif

Auch heute gibt es noch in GSM-Mobil­funk­netzen die Möglich­keit, Daten-Verbin­dungen per CSD ohne monat­liche Grund­gebühr zu nutzen. Es kann aber eine Anmel­dung erfor­derlich sein. Die mobile Daten-Verbin­dung kann der Nutzer direkt mit dem Handy sowie mit PC oder Laptop und dem Handy als Modem nutzen, wenn es Tethe­ring-fähig ist. Beson­dere Anfor­derungen an das Handy gibt es nicht, daher wird die CSD-Unter­stüt­zung heut­zutage bei Handys von den Herstel­lern nicht explizit ange­geben. Falls Ihr Handy ein Daten-Modem enthält, also zum Beispiel GPRS unter­stützt, sollte es auch die Verbin­dung per CSD beherr­schen. Der geringe Stel­lenwert von CSD heut­zutage zeigt sich auch daran, dass einige Netz­betreiber mitt­lerweile auf die Veröf­fent­lichung der Zugangs­daten verzichten. Wird haben daher für Sie die folgenden Zugangs­daten zusam­menge­stellt, die uns zuletzt von den Mobil­funk­anbie­tern zur Verfü­gung gestellt wurden. Diese geben Sie im Handy unter den Unter­punkten GSM-Daten­konto bzw. Inter­netprofil ein. Kommt eine Verbin­dung zustande, wird die CSD-Nutzung per Minu­tentakt über Ihre normale Handy­rech­nung abge­rechnet. Große Internet-Provider mit eigenen CSD-Einwahlen Große Online-Dienste betreiben unter Umständen eigene Einwahl­nummern in den jewei­ligen Mobil­netzen - vergleichbar mit Internet-by-Call-Verbin­dungen für Nutzer eines analogen Modems für Internet im Fest­netz. Da aber CSD fast keine Bedeu­tung mehr hat, sind auch diese Einwahl­möglich­keiten spär­lich. Falls Ihr Mobil­funk-Provider noch solche Einwahlen unter­stützt, können Sie diese in der Preis­liste zu Ihrem Mobil­funk-Tarif finden.

Für die Einwahl müssen Sie dann die Entgelte für netz­interne Gespräche ihres Netz­betrei­bers und die Online­gebühren Ihres Online-Dienstes zahlen. Als Kennung verwenden Sie den Benut­zernamen und das Kenn­wort, das Sie von Ihrem Online-Dienst erhalten haben.

Weitere Infor­mationen zu Daten­über­tragung unter­wegs finden Sie auf unserer Themen­seite zum mobilen Internet. Alles zur Hard­ware für die mobile Internet-Nutzung finden Sie auf einer weiteren, spezi­ellen Themen­seite.

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