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29.04.2019 - 14:35
Windows 10

Windows 10: Version 1903 verlangt mehr freien Speicherplatz

Neues Update wird wohl Ende Mai ausgerollt.

Seitdem es Windows 10 gibt, kommt im Schnitt alle 6 Monate ein „Funk­tions-Update“. Das dauert je nach Rech­ner­hard­ware und Inter­net­ver­bin­dung 2 bis 5 Stunden, bei schnellen Rech­nern kann es auch in knapp einer Stunde erle­digt sein. Erst lädt der Rechner die neuen Dateien herunter, dann werden sie vom Update-Manager geprüft. Nach erfolg­rei­cher Prüfung startet der Rechner mit dem blauen Update-Bild­schirm mehr­fach neu und zählt dabei ein paarmal von 0 bis 100 Prozent. Beim ersten Login nach dem Upgrade werden die einzelnen Nutzer­konten frisch einge­richtet und unter Umständen wird wieder einmal nach den persön­li­chen Daten­schutz­prä­fe­renzen und der Sympa­thie zu Cortana gefragt. Nicht gleich alles wegkli­cken, sondern ruhig einmal durch­lesen, was Micro­soft wissen will und was man als Nutzer verraten möchte und was nicht. Etwas Zeit fürs Upgrade nehmen

Microsoft Chef Satya Nadella rollt ab Ende Mai Windows 10-1903 aus

Microsoft Chef Satya Nadella rollt ab Ende Mai Windows 10-1903 aus
Foto: Microsoft

Für Leute, die ihren PC oder Laptop produktiv einsetzen und sich ansonsten wenig mit der Materie beschäf­tigen wollen, sind diese Funk­tions-Updates gefürchtet bis lästig. Sie kosten Zeit und Nerven. Nach dem Update sind viele Funk­tionen anders oder neu oder mühsam ausge­tüf­telte Fein­ein­stel­lungen auf einmal verschwunden oder haben sich verän­dert. Immerhin hat Micro­soft verstanden, dass der Update­zeit­punkt außer­halb der Arbeits­zeit liegen kann.

Beim letzten Update 1809 (die Zahl steht für 2018 im September) konnte es in ungüns­tigen Fällen passieren, dass persön­liche Daten und Doku­mente verschwinden konnten. Sie ließen sich mit etwas Kenntnis teil­weise wieder hervor­zau­bern, teil­weise mussten (hoffent­lich vorhan­dene) Backups bemüht werden. Der Frust der Betrof­fenen saß tief, die Nutzer waren verun­si­chert und Micro­soft sah sich heftiger Kritik ausge­setzt. Für Wage­mu­tige schon jetzt - offi­ziell wohl Ende Mai Deswegen ist das aktu­elle 1903 Update - ursprüng­lich geplant für März 2019 - noch nicht offi­ziell „ausge­rollt“ worden. Gerade eben wurden die Dateien für Soft­ware-Entwickler und tech­nisch inter­es­sierte Anwender von Micro­soft zum Down­load frei­ge­geben. Wer das auspro­bieren möchte, kann sich unter rg-adguard ein Down­load-Script herun­ter­laden, welches die vorhe­rige Instal­la­tion von Aria2, einem Down­load-Manager, erfor­dert, bevor es die notwen­digen Dateien herun­ter­lädt. Aus den Down­load-Dateien lässt sich ein ISO erstellen, womit man wiederum ein boot­fä­higes Medium (CD/DVD brennen oder passenden USB-Stick) erstellen muss und dieses dann instal­lieren kann. Als Ergebnis sollte die Version 10.18362.20 auf dem Rechner auftau­chen. Das Upgrade über die einge­baute Updatefunk­tion soll wohl Ende Mai ausge­rollt werden. Windows 10 braucht mehr freien Spei­cher­platz Windows 1903 oder 19H1 (für erstes Halb­jahr) wird also Ende Mai kommen und für das Update sollten einige Dinge beachtet werden. Wer seinen Laptop oder PC regel­mäßig mit einge­steckten USB- oder SD-Spei­cher­karten betreibt, könnte beim Update stecken bleiben bezie­hungs­weise in einer Fehler­mel­dung enden, heißt es in einigen Foren. Keine Angst, dabei gehen keine Daten verloren. Der Windows-Update-Manager prüft, ob alle Voraus­set­zungen passen. Findet er, dass ihm etwas nicht gefällt, wird das Update gar nicht erst durch­ge­führt. Um das Update durch­führen zu können, verlangt Micro­soft von seinen Kunden mindes­tens 32 GB freien Spei­cher­platz auf dem Haupt­lauf­werk, was in den aller­meisten Fällen "C:" sein dürfte. Neu ist, dass diese 32 GB an freiem Spei­cher­platz sowohl bei der weiterhin verfüg­baren 32 Bit-Version (für ältere Hard­ware), als auch bei der sonst übli­chen 64 Bit-Version benö­tigt werden. Das ist bei "rich­tigen" PCs seltener ein Problem, eher bei kleinen Laptops, die mit SSD-Fest­platten mit gerin­gerem Volumen bestückt sind. Vorsicht vor fremden Viren­scan­nern Wer einen externen Viren­scanner oder andere Sicher­heits­soft­ware oder "Opti­mie­rungs"-Tools verwendet, sollte diese vorher unbe­dingt deinstal­lieren. Immer wieder kommt es mit Anti­viren-Soft­ware, die sich teil­weise tief im System eingräbt, zu Problemen. Selbst die Anti­viren-Soft­ware­her­steller warnen inzwi­schen vor einem leicht­fer­tigen Update und geben Tipps zur Problem­lö­sung. Für die Zeit der Wartung und des Upgrades ohne fremde Anti-Viren-Soft ist der seri­en­mä­ßige "Defender" inzwi­schen zu einem brauch­baren Sicher­heits­tool heran­ge­wachsen, wie die Experten der Fach­zeit­schrift "c't" schon bemerkt haben.

Zum Lohn kommt das neue Windows 10 dann etwas „abge­speckt“ daher. Im Start­menü kann die farb­liche Erschei­nung von dunkel auf hell umge­stellt werden und die ganzen „nervigen“ Spielen und Programm-Icons verschwinden endlich oder lassen sich vom "User fiux" deinstal­lieren, wenn auch nur in der Pro- oder Enter­prise-Version. Es wird mehr Möglich­keiten geben, das Erschei­nungs­bild den eigenen Wünschen anzu­passen. Vor dem Upgrade: Backup und Aufräumen Als ersten Schritt ist ein Backup zu empfehlen. Wer gar kein Backup-Programm zur Hand hat, kann auf das seit Windows 7 bekannte und bei Windows 10 mitge­lie­ferte Sicher­heits-Windows 7-Backup zurück­greifen. Eine weitere Backup-Methode von Windows ist eine Datei­en­spie­ge­lung. Dabei werden einfach alle Doku­mente in einem Spie­gel­ver­zeichnis mehr­fach „gespie­gelt“, so dass man auch zum Beispiel auf vorhe­rige Datei­ver­sionen zurück­greifen kann.

Andere Nutzer schwören auf Programme, wie Paragon oder Acronis, die man im Internet herun­ter­laden kann, eine Lizenz kostet ca. 50 Euro.

Ruft man den Datei­ex­plorer auf und klickt mit der rechten Maus­taste auf das Haupt­lauf­werk (typi­scher­weise "C":), so findet man unter Eigen­schaften und Tools die Datei­be­rei­ni­gung. Sie räumt nicht nur tempo­räre Verzeich­nisse leer, sondern berei­nigt auch Datei­reste von bishe­rigen Updates, da kommen schnell ein paar GB zusammen. Was auch sinn­voll sein kann, die Arbeits­do­ku­mente, Bilder, Videos etc. vom Haupt­lauf­werk auf ein anderes Lauf­werk oder Parti­tion zu verlegen. Wer Micro­soft Office 365 nutzt, bekommt dazu 1 TB Spei­cher­platz in der Cloud spen­diert. Sofern man keine daten­schutz­recht­lich heiklen Doku­mente bear­beitet, könnte das eine Option sein. Wer lieber in der deut­schen Cloud bleiben will, könnte Magen­ta­Cloud der Telekom (25 GB für Telekom Kunden sind frei, 1 TB kostet 9,95 Euro im Monat) oder beispiels­weise das Angebot von o2 verwenden.

Neben dem Cloud-Backup ist aber ein lokales Backup auf einer externen Spei­cher­platte zu empfehlen.

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