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25.02.2019 - 13:43
Klappt - ein bisschen

Dual-Display-Case & 5G: Das LG V50 ThinQ im Hands-On

Flex-Phone? Nö, ein Case mit Display reicht doch

Eins müssen wir sofort klarstellen: Ein faltbares Smartphone wie das Galaxy Fold von Samsung und das Mate X von Huawei ist das V50 ThinQ von LG nicht. Es wirbt zwar auch kräftig mit der Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards 5G, ist aber eigentlich ein ganz normales Handy, also keines, bei dem sich alles biegen lässt. Ein zweites Display gibt es aber trotzdem - wenn man möchte. Wir haben LGs Neuvorstellung im Rahmen des MWC in Barcelona unter die Lupe genommen und uns am Stand-Hands-on auf der Messe zeigen lassen, wie das denn so funktioniert mit einem zweiten Display an einem Handy dran. Mit der Vorstellung des V50 ThinQ dürfte das im Januar für den deutschen Markt vorgestellte LG V40 ThinQ eigentlich Geschichte sein, wenn es mit seiner unverbindlichen Preisempfehlung von rund 900 Euro nicht rapide im Preis fällt. LG V50 ThinQ

Das LG V50 ThinQ mit 6,4 Zoll-OLED-Display

Das LG V50 ThinQ mit 6,4 Zoll-OLED-Display
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Das 6,4 Zoll-OLED-Display (Maße 159,1 mm x 76,1 mm x 8,3 mm) löst in QHD (3120 x 1440 Pixel) auf und sieht auf den ersten Blick hervorragend aus. Das lässt sich nicht anders beschreiben. Die Farben machen einen natürlichen Eindruck, die Helligkeit kann sich ebenfalls sehen lassen, wie der starke Kontrast. Zur Integration der zwei Frontkameras mit 8 Megapixeln (Blende: f/1.9) und 5 Megapixeln (Blende: f/2.2) dient eine alte bekannte: Die Notch. Die ist auch recht breit, wirkt aber in Anbetracht des großen Displays nicht so störend wie es bei manch anderen "Badenwannen-Notches" der Fall ist.

Triple-Cam und optischer Fingerabdrucksensor

Triple-Cam und optischer Fingerabdrucksensor
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Rückseitig setzt LG auf ein Drei-Kamerasystem aus 12 Megapixeln (Blende: f/1.5), 16 Megapixel-Weitwinkel (Blende: f/1.9) und Teleobjektiv mit 12 Megapixeln (Blende: f/2.4). Damit ist die Kamera zumindest von den Specs her fast identisch mit der des ebenfalls aktuellen Vorgängers V40 ThinQ. Der Fingerabdrucksensor ist klassisch als optisches Modul unterhalb der Kamera zu finden.

Neu ist aber der Snapdragon 855 von Qualcomm, im V40 ThinQ ist noch der Snapdragon 845 drin. Interessant ist das geringe Gewicht von 183 Gramm trotz 4000 mAh-Akku. In der Tat: Das LG V50 ThinQ liegt trotz seiner Größe sehr handlich und leicht im Griff. Im ersten Moment wirkte der Screen etwas breit, im Vergleich mit einem daneben gelegten Honor View 20 relativierte sich dieser Eindruck aber schnell wieder.

Die Kamera-App des LG V50 ThinQ

Die Kamera-App des LG V50 ThinQ
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Bei näherer Betrachtung des Designs fällt eines auf: Die zwar sehr schönen, abgerundeten Ecken des V50 ThinQ erinnern sehr stark an Apples iPhone-Design.

Über Preise und Verfügbarkeit (in Deutschland) ist noch nicht viel bekannt. Möglich ist, dass das LG V50 ThinQ die 1000 Marke knackt, allein schon wegen des neuen 5G-Features - gegenwärtig sinnvoll hin oder her. Display-Konferenz

Zwei verschiedene Perspektiven eines Baseball-Spiels

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Warum sich jahrelang die Mühe machen, ein Smartphone mit faltbarem Display zu entwickeln, wenn es auch einfacher geht. Man nehme ein Flaggschiff-Smartphone von LG, ein Case mit zweitem Bildschirm und lasse beide zu einem Symbionten verschmelzen. Diese Lösung ist ziemlich interessant, zumal so schon die Wahl zwischen einem normalen Smartphone oder einem in den Kinderschuhen steckenden Flex-Phone entfällt. Der "LG Dual Screen" lässt sich einfach bei Bedarf zuschalten - und wenn man ihn eben nicht braucht, nimmt man das V50 ThinQ schlicht wie aus einem Schutzcase raus.

Zusammengeklappt geht auch mit zweiten Display-Aufsatz

Zusammengeklappt geht auch mit zweiten Display-Aufsatz
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Der zweite Bildschirm funktioniert aber nur in aufgeklapptem Zustand. Auf diese Weise wird der Screen mit dem Smartphone gekoppelt. Er lässt sich aber auch "ausschalten", in dem er umgeklappt wird. Dann hat der zweite Bildschirm keinen nutzen. Das LG V50 ThinQ samt eingeklappten Dual-Bildschirm-Case wirkte im ersten Moment etwas sehr klobig, so schlimm ist es beim zweiten Blick aber dann doch nicht und sieht noch nicht einmal unstylish aus.

Rückseite des LG V50 ThinQ im Dual-Screen-Case

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Am Stand ließen wir uns einige Funktionen vorführen: So ist es unter anderem möglich, ein Baseball-Spiel dank des zweiten Screens aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu schauen, zum Beispiel die Person am Abschlag auf dem Display des Smartphones und auf dem zugeschalteten Screen lässt sich das ganze Spielfeld überblicken. Der zweite Screen eignet sich aber auch, um zwei verschiedene Apps parallel laufen zu lassen, zum Beispiel YouTube und eine Office-App oder einen Browser zum Surfen im Internet. Für Gamer interessant: Das zweite Display lässt sich als virtuelles Gamepad nutzen. Das sah alles ganz gut aus, in der Demo-Area funktionierte an unserem Testgerät allerdings nicht alles reibungslos.

Preise und Verfügbarkeit? Genauso unklar wie beim V50 ThinQ.

Wir konnten uns auch Sonys neues Flaggschiff Xperia 1 und die Mittelklasse-Modelle Xperia 10 und Xperia 10 Plus anschauen. Mehr dazu lesen Sie in einem Hands-on.

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