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11.12.2018 - 09:15
Erlaubnis oder nicht?

Vodafone und Unitymedia: Entscheidung in Brüssel?

Bundeskartellamt könnte außen vor sein.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Es wird noch spannend
  2. Bonner Kartellamt findet Deal "problematisch"
  3. Kabelbindung?

Eine Zeitlang sah es so aus, als ob der Unitymedia-Deal mit Vodafone eine reine Formsache sein würde. Das könnte sich jetzt ändern, vermutet das in Düsseldorf erscheinende "Handelsblatt". Demnach könnte die EU-Kommission am Dienstag in eine intensive Prüfung gehen und dabei das deutsche Bundeskartellamt "außen" vor lassen.

Aktuell steht eine Transaktion an, welche die deutsche Medienwirtschaft nachhaltig verändern dürfte: Der britische Vodafone-Konzern möchte – nachdem er vor Jahren in einer gigantischen Übernahmeschlacht das Mobilfunknetz von Mannesmann (D2) übernommen hatte, jetzt noch die Kölner-Kabelfernseh-Firma Unitymedia übernehmen.

Update 18:25 Uhr: Die EU-Wettbewerbshüter haben bei der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone nach den heutigen Beratungen große Bedenken geäußert. Es wurde eine vertiefte Prüfung eingeleitet. Ende des Updates. Bleibt die Prüfung in Brüssel?

Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone könnte in letzter Minute noch scheitern oder an hohe Auflagen geknüpft werden.

Die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone könnte in letzter Minute noch scheitern oder an hohe Auflagen geknüpft werden.
Bild: Picture-Alliance/dpa

Am Dienstag will die EU in Brüssel wohl erklären, wie es mit der im Oktober offiziell angemeldeten Fusion weitergehen könnte. Das Handelsblatt will erfahren haben, dass Brüssel wettbewerbsrechtliche Bedenken vortragen und den Fall vier Monate lang intensiver prüfen dürfte. Der Antrag des Bonner Bundeskartellamts, ihm den Fall zu übertragen, wäre damit abgelehnt, obwohl die Transaktion, bis auf Einzelgeschäfte in Tschechien, Ungarn und Rumänien zum überwiegenden Teil Unternehmen und Kunden in Deutschland betrifft. Vodafone hofft auf Brüssel Vodafone wäre es nicht unrecht, wenn der Fall in Brüssel bliebe. Schließlich habe die EU-Kommission schon bisher solche Kabel-TV-Fusionen verhandelt, hieß es aus Düsseldorf. Vodafone durfte, wenn auch unter Auflagen, in den Niederlanden von Liberty-Eigner John Malone den holländischen Kabelnetzbetreiber "Ziggo" erwerben. Bei Ziggo hatte zuvor Ex-Telekom-Chef Obermann als Chef angeheuert, war aber nach der Übernahme durch "Liberty" wieder ausgestiegen.

Was das Bonner Kartellamt dazu meint, lesen Sie auf Seite 2.

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