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08.11.2017 - 18:00
Relaunch

iPhone X: Apples neues Flaggschiff im Test

Das Jubiläums-iPhone unter der Lupe

Inhaltsverzeichnis:

  1. iPhone X im Test
  2. Software nicht ganz aktuell bei Auslieferung
  3. Einige Details wirken nicht durchdacht
  4. Kamera mit Verbesserungen - aber auch Konstruktions-"Fehler"

Seit dem 3. November ist das eineinhalb Monate zuvor angekündigte iPhone X im Handel erhältlich. Wir haben das neue Smartphone-Spitzenmodell direkt nach Verkaufsstart eingerichtet und seitdem einem ausführlichen Test unterzogen. Was bietet das neue Apple-Flaggschiff? Wie machen sich der neue Formfaktor, das große Display und Face ID in der Praxis? Wie kommt ein iPhone-Nutzer seit der ersten Generation ohne Home-Button und mit der gegenüber früheren Apple-Smartphones wichtiger gewordenen Gestensteuerung zurecht? Diesen Fragen sind wir im Test nachgegangen. Deutlich kleiner als die Plus-Modelle

Das iPhone X im Test

Das iPhone X im Test
teltarif.de

Das iPhone X ist mit seinen 143,6 mal 70,9 mal 7,7 Millimeter etwas größer als das iPhone 8, aber deutlich kleiner als das bisherige Plus-Modell. Dafür ist das neue Vorzeige-Smartphone von Apple, das je nach Speichergröße für 1149 Euro (64 GB) bzw. 1319 Euro (256 GB) verkauft wird, etwas dicker als die Apple-Smartphones im alten Design. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet und besteht abseits eines Metallrands fast ausschließlich aus Glas. Das verleiht dem Boliden ein edles Aussehen. Allerdings nimmt die Rückseite auch recht schnell Fingerabdrücke auf. Zudem ist es recht glatt, sodass die Gefahr besteht, dass das Handy bei einer kleinen Unachtsamkeit aus der Hand fällt.

Größe und Formfaktor sorgen dafür, dass das iPhone X abseits der glatten Oberfläche gut in der Hand liegt. Mit 174 Gramm ist es schwerer als das bisherige Standard-Modell von Apple, während die Plus-Modelle noch ein paar Gramm mehr auf die Waage gebracht haben. Das Gerät wirkt sehr wertig, ist aber eben keinesfalls ein Leichtgewicht. Als einzigen kabelgebundenen Anschluss gibt es wie gewohnt die Lightning-Schnittstelle auf der Unterseite des Smartphones. Die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse ist wie erwartet nicht wieder zurückgekehrt.

Die Front des iPhone X

Die Front des iPhone X
teltarif.de

5,8-Zoll-OLED-Display sorgt für gute Darstellung Das Display des iPhone X ist im Vergleich zu bisherigen iPhone-Standardmodellen deutlich gewachsen. Die Diagonale beträgt 5,8 Zoll. Es konnte im Test in einigen Aspekten überzeugen. Es punktet nicht nur mit einem Kontrast, der dank der erstmals von Apple verwendeten OLED-Technologie gen unendlich geht, es ist auch ordentlich hell. Im Displaytest von teltarif.de haben wir eine maximale Helligkeit von 660,96 cd/m² gemessen. Farben werden natürlich wiedergegeben, was der gute Delta-E-Wert von 3,46 belegt. Je niedriger dieser Wert ist, desto näher liegt die Farbwiedergabe am Ideal. An die ausgesprochen guten Ergebnisse des iPhone 8 und 8 Plus (Delta E: 1,99 und 2,44) kommt das iPhone X aber nicht heran.

Farbdarstellung des iPhone X

Farbdarstellung des iPhone X
Bild: teltarif.de

Die Blickwinkelstabilität ist besser als bei früheren iPhone-Generationen und nicht zuletzt bietet der Touchscreen des iPhone X eine Auflösung von 2436 mal 1125 Bildpunkten. Bislang war Full-HD die Grenze bei den Apple-Handys. Der Mitbewerber Samsung ermöglicht bei seinen aktuellen Smartphone-Spitzenmodellen 1440p. Dabei sei aber angemerkt, dass die volle Auflösung standardmäßig nicht eingesetzt und stattdessen 1080p, also Full-HD, verwendet wird. Diese Konfigurationsmöglichkeit für die Display-Auflösung fehlt beim iPhone X. Leider hat Apple auch die Möglichkeit, zwischen einer Standard-Auflösung und einer Vergrößerung auf dem Display zu entscheiden, wegrationalisiert. Am Betriebssystem liegt das nicht, selbst bei iPhone 8 und iPhone 8 Plus ist diese Einstellung noch zu finden.

Die Blickwinkelstabilität

Die Blickwinkelstabilität
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"Randloses Display" nicht konsequent umgesetzt Apple ist mit dem iPhone X zu einem fast randlosen Display übergegangen. Das ist ein enormer Mehrwert gegenüber früheren Smartphones des amerikanischen Herstellers, die sehr großzügige Ränder rund um den Bildschirm aufwiesen. Dadurch wurde unter dem Strich viel Platz verschenkt, während die Mitbewerber aus dem Android-Lager schon lange zu einem Design mit sehr schmalem Rand rund um den Touchscreen übergegangen sind. Apple war hier allerdings nicht ganz konsequent, denn es gibt noch immer einen schwarzen "Trauerrand" rund um den Bildschirm. Ein Samsung Galaxy Note 8 nutzt den Platz auf der Geräte-Vorderseite besser aus.

Einzigartig ist die Aussparung, die der Touchscreen des iPhone X am oberen Ende aufweist. Diesen Kompromiss ist Apple eingegangen, um Hörmuschel und Lautsprecher, Frontkamera und die Infrarot-Kamera zur Nutzung von Face ID hier unterzubringen. Allerdings fehlt die Fläche für die Anzeige von Daten auf dem Bildschirm. Weggefallen ist beispielsweise die Möglichkeit, den Ladestand des Akkus hier in Prozent anzuzeigen. Aktivierte Rufumleitungen werden ebenfalls nicht mehr angezeigt und auch auf die möglicherweise eingeschaltete "Nicht-stören"-Funktion des Smartphones erhält der Anwender keinen Hinweis.

Der Sperrbildschirm des iPhone X

Der Sperrbildschirm des iPhone X
teltarif.de

Die Anzeige des Netzbetreiber- oder Providernamens gibt es nur noch im Sperrbildschirm. Das mag auf den ersten Blick zu verschmerzen sein, denn normalerweise sollte jeder Smartphone-Besitzer seinen Anbieter kennen. Anders sieht es aber in Grenzregionen aus, wenn sich das Handy gerne auch mal in ein Netz aus dem Nachbarland einbucht. In Zeiten von EU-Roaming ohne Zusatzkosten mag das tariflich unbedenklich erscheinen. Deutschland hat aber auch eine Außengrenze mit der Schweiz und gerade da - über den Bodensee - kommt es sehr oft zu dem Effekt, dass die Mobilfunknetze aus dem Nachbarland stärker zu empfangen sind als die Netze der deutschen Betreiber. Wer hier nicht im Blick hat, in welchem Netz das Handy sich eingebucht hat, läuft so je nach Tarif in eine Kostenfalle.

Software nicht ganz aktuell bei Auslieferung

Apple lieferte das iPhone X zumindest direkt zum Start am 3. November mit der nicht mehr ganz aktuellen Betriebssystem-Version iOS 11.0.1 aus. Noch während der Erstinstallation wird das Update auf iOS 11.1 angeboten. Zudem lassen sich die Daten und Einstellungen vom bisherigen iPhone übernehmen, indem die beiden Geräte nebeneinandergelegt und die Datenübernahme bestätigt wird. Allerdings muss das Passwort der Apple-ID nochmals eingegeben werden. Zudem werden auch Passwörter etwa für WLAN-Zugänge und E-Mail-Accounts übernommen, Zugangsdaten von nachinstallierten, nicht von Apple stammenden Anwendungen müssen fast immer neu eingegeben werden.

Apps von Fremdentwicklern müssen aufgrund der ungewöhnlichen Displayform des iPhone X speziell für das neue Apple-Smartphone angepasst werden, ansonsten gibt es oben und unten hässliche schwarze Ränder. Viele Entwickler populärer Anwendungen haben die Anpassungen schon vorgenommen. Egal ob WhatsApp oder Telegram, Facebook oder Twitter, Chrome oder TuneIn Radio: Die Oberfläche ist bereits mit dem iPhone-X-Display kompatibel.

Allerdings kommt es zum Teil noch zu Darstellungsfehlern. So wandern Schriften beim Telegram Messenger beispielsweise auch in den ganz unten mittig im Display angezeigten Strich. Dieser dient im Prinzip als virtueller Home-Button - etwa um von dort aus per Wisch-Geste die gerade geöffnete Anwendung zu schließen, um das iPhone aus dem Sperrbildschirm zu holen oder ins Multitasking-Menü zu wechseln. Unklar ist, ob das am App-Entwickler liegt oder ob das Betriebssystem selbst an dieser Stelle noch nicht optimal für das iPhone X vorbereitet ist.

Die Lautsprecher des iPhone X

Die Lautsprecher des iPhone X
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iPhone-Fans müssen sich auf Veränderungen einstellen Dank des weggefallenen Home-Knopfs hat sich bei der Bedienung des Boliden gegenüber früheren Smartphones von Apple einiges geändert. Mehr als bisher setzen die Amerikaner auf Gestensteuerung. Das Kontrollzentrum durch eine Streichbewegung vom oberen rechten Bildschirmrand nach unten aufzurufen, ist im ersten Moment genauso ungewohnt wie das Starten des Multitasking-Menüs mit einer Streichgeste von unten links Richtung Bildschirm-Mitte, wobei der Finger dann noch einen Moment auf dem Display verbleibt. Man gewöhnt sich aber recht schnell an diese Neuerung.

Der Fingerabdrucksensor wurde durch Face ID, also die Gesichtserkennung, ersetzt. Wie die bisherige Touch ID lässt sich das Feature direkt während der Erstinitialisierung des Telefons aktivieren. Im Test funktionierte Face ID tadellos und genauso schnell wie Touch ID, aber es gibt Einschränkungen. Mal eben auf ein iPhone zugreifen, das nicht direkt, sondern etwas seitlich abgesetzt vor einem liegt, ist nicht möglich, das Gesicht wird dann nicht erkannt.

Die Lautstärketasten des iPhone X

Die Lautstärketasten des iPhone X
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Face ID funktioniert nicht immer einwandfrei Dank Infrarottechnik ist auch Dunkelheit kein Problem, sehr wohl aber ein halb vom Kopfkissen bedecktes Gesicht, wenn das Smartphone im Bett genutzt werden soll, um abends letzte E-Mails zu checken oder morgens nach ersten WhatsApp- oder iMessage-Nachrichten Ausschau zu halten. Unproblematisch waren im Test auch der Einsatz eines Schals, die wechselseitige Nutzung mit und ohne Brille und selbst die Nutzung einer Sonnenbrille war keine Hürde. Wird dagegen ein "falsches" Gesicht genutzt, so antwortet das iPhone mit haptischem Feedback.

Der Wechsel vom Fingerabdruck zur Gesichtserkennung sorgt auch an anderer Stelle für Änderungen bei der Handhabung. Zur Installation einer bislang nicht gekauften App muss nun der Ein/Aus-Schalter auf der rechten Außenseite anstelle der Touch ID gedrückt werden. Apple Pay lässt sich aus dem Homescreen starten, indem zweimal hintereinander die Power-Taste gedrückt wird. Die virtuelle Kreditkarte in der Apple Wallet wird anschließend mit Face ID entsperrt und danach kann das iPhone an das Terminal gehalten werden.

Einige Details wirken nicht durchdacht

Nett sind die Schnellzugriffe auf Taschenlampen-Funktion und Kamera-App aus dem Sperrbildschirm heraus. Allerdings ist die Kamera-Software hier - wie bei anderen iPhones - auch durch eine Gestenbewegung von rechts nach links erreichbar, sodass der virtuelle Button auf dem Display eigentlich überflüssig ist. Apple sollte den Kunden zumindest die Möglichkeit geben, diese Schnellzugriffe mit beliebigen anderen Funktionen zu belegen.

Was uns im Test auch nicht gefallen hat: Um vom Sperrbildschirm zum Homescreen zu gelangen, ist nicht nur die Erkennung per Face ID, sondern auch eine Streichbewegung vom unteren Displayrand nach oben nötig. Bei den bisherigen iPhone-Modellen genügte ein Druck auf den Home-Knopf. Dabei musste das iPhone nicht einmal so ausgerichtet werden, dass die Kamera das Gesicht des Nutzers "sieht". Das ist durchaus ein Rückschritt.

Unverständlich ist auch, dass der Querformat-Modus beim iPhone X nicht verfügbar ist. Der Startbildschirm wird generell im Hochformat angezeigt und in der E-Mail-App fehlt die vom iPad und den Plus-Versionen des iPhone bekannte Ansicht mit einer Liste aller Mails auf der linken Seite sowie dem Inhalt der aktuellen Mail auf der rechten Seite des Touchscreens. Das Display des iPhone X wäre naturgemäß groß genug, um dieses Feature ebenfalls zu bieten.

Die Power-Taste des iPhone X

Die Power-Taste des iPhone X
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Starker Prozessor sorgt für flüssiges Betriebssystem Unter der Haube des iPhone X steckt weitgehend die gleiche Technik wie beim iPhone 8 Plus. So kommt der A11-Bionic-Prozessor von Apple zum Einsatz, der für ein flüssig laufendes Betriebssystem sorgt. Kein Wunder also, dass auch die Benchmark-Ergebnisse im Test gut ausgefallen sind. Im 3D-Mark-Unlimited-Score haben wir 62 547 Punkte gemessen, im Geekbench-Single-Core waren es 4266 Punkte, im Multi-Core kamen wir auf 10 278 Punkte. 87 Punkte erreichten wir schließlich noch im Browser-Benchmark.

Für die Telefonie hat uns im Test das iPhone X besser als das iPhone 8 Plus gefallen, bei dem der Gesprächspartner stets etwas dumpf klingt. Der Sound des iPhone X ist heller, was für eine bessere Sprachverständlichkeit sorgt. Nutzt man allerdings die interne Freisprechfunktion des iPhone X, so leidet die Sprachqualität deutlich. Die Empfangsleistung liegt bei Mobilfunk und WLAN etwa auf dem Niveau des iPhone 7 Plus und ist besser als beim iPhone 8 Plus, wobei es hier natürlich auch zu Serienstreuungen kommen kann. Für den mobilen Internet-Zugang steht LTE mit bis zu 450 MBit/s im Downstream zur Verfügung. Das ist weniger als die 500 MBit/s, die die Mobilfunknetze der Deutschen Telekom und von Vodafone derzeit technisch ermöglichen.

Telefongespräche sind auch über LTE und WLAN möglich. Unterstützung dafür gibt es in allen drei deutschen Mobilfunknetzen. Das ist durchaus noch nicht Standard bei den Geräten anderer Hersteller, wo zumindest für WiFi Calling oft eine gebrandete Firmware des Anbieters verwendet werden muss, in dessen Netz das Gerät gerade verwendet wird. Apple setzt wie schon bei den letzten iPhone-Modellen auf die Nano-SIM. Eine zusätzliche eSIM, wie sie beispielsweise die aktuellen iPads mit sich bringen, gibt es nicht. Leider bietet Apple das iPhone auch weiterhin nicht in einer Dual-SIM-Variante an.

Kamera mit Verbesserungen - aber auch Konstruktions-"Fehler"

Die Hauptkamera auf der Rückseite gehört zu den Verbesserungen des iPhone X gegenüber dem iPhone 8 Plus. Es bleibt zwar bei einer 12-Megapixel-Dual-Kamera, bei der ein Tele- und ein Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz kommt. Nun gibt es aber für beide Linsen einen optischen Bildstabilisator - ein Feature, das dem iPhone 8 Plus fehlt. Ferner verfügt das Teleobjektiv über eine f/2,4 Blende (f/2,8 beim iPhone 8 Plus). Zwischen den Linsen befindet sich der Blitz, mit dem sich schlechte Lichtverhältnisse ausgleichen lassen.

Die Bildergebnisse der Dual-Kamera können vor allem bei gutem Licht überzeugen. Dabei ist es egal, ob Nutzer im Freien bei Tageslicht oder in Räumen bei Kunstlicht fotografieren. Die Ergebnisse überzeugen durch gute Kontraste und natürliche Farben. Die Farbräume sind nahezu messerscharf voneinander abgetrennt, nirgends kommt es zu Ausfransungen. Selbst die komplizierte Struktur der Blüte wird im Detail erfasst, wie an unseren Beispielfotos in Originalgröße zu erkennen ist. Doch es gibt einen Minuspunkt: Ein leichter Rotstich im linken Bildbereich beeinträchtigt vor allem helle Flächen des Fotos. Woher dieser stammt, ist unklar, da es sich bei unserem Testgerät um die silberne Ausführung handelt und sich somit nichts spiegeln kann.

Körniger werden die Ergebnisse bei dunklen Lichtverhältnissen, die Farbräume fransen leicht aus. Dennoch lassen sich auch hier die verschiedenen Strukturen noch gut erkennen. Der erwähnte Rotstich macht sich bei derartigen Aufnahmen nicht bemerkbar.

Das iPhone X ist ein gutes Smartphone, wenn es um Selfie-Aufnahmen geht. Abgebildete Gesichter wirken ungekünstelt, was vor allem an der natürlichen Darstellung von Farben, insbesondere im Bereich der Haut, liegt. Zudem erfasst die Frontkamera Strukturen sehr gut, sodass sich selbst einzelne Haare und Gewebe wie beispielsweise beim Stoff gut erkennen lassen.

Bei dunkler Umgebung schaltet auch die Frontkamera einen Blitz hinzu. Dieser kommt in Form eines Display-Blitzes zum Einsatz. Typisch für eine solche Beleuchtung ist ein schwarzer Kranz um ein stark beleuchtetes Gesicht. Details zum Rand des Kopfes gehen somit verloren. Dies erkennt man auch beim iPhone X, allerdings weniger deutlich als bei so manch anderen Frontkameras.

Überhaupt nicht gefallen hat die Anordnung der Kamera auf der Rückseite des iPhone X. Die Linsen sind nun untereinander statt - wie beim iPhone 8 Plus - nebeneinander platziert worden. Dazu befindet sich die Kamera wie bei früheren iPhone-Modellen am linken Gehäuserand. So landen die Finger schnell in der Kameralinse, wenn man das Handy einfach nur in der Hand hält. Zudem ist es eigentlich unverzeihlich, dass die Linsen weiterhin so weit aus dem Gehäuse herausstehen. Hier hätte man spätestens mit der Einführung des iPhone X eine elegantere Lösung erwartet.

Die Kamera des iPhone X

Die Kamera des iPhone X
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Auch abseits der Kamera hat Apple an den Multimedia-Features geschraubt. So bietet das iPhone X über die internen Lautsprecher einen deutlich besseren Klang als iPhone 7 Plus oder iPhone 8 Plus. Der Sound ist satter, aber der Stereo-Effekt kann nur verwendet werden, wenn das Telefon im Querformat gehalten wird. Apple verbaut weiterhin die beiden Lautsprecher in der Hörmuschel bzw. an der Unterseite des Smartphones, sodass sich dieses Stereo-Verhalten erklärt.

Das iPhone X bietet eine Schnelllade-Funktion für den Akku, packt aber weiterhin nur das bekannte 5-Watt-Ladegerät in die Verpackung. Da fragt sich der Kunde doch, ob der Hersteller bei einem Preis von mindestens 1149 Euro nicht erwarten kann, dass sich ein Schnelllade-Gerät auch im Lieferumfang befindet. Das Smartphone ist zudem wasser- und staubgeschützt.

Der Akku hielt im Test bei moderater Nutzung zwei Tage durch, bei intensivem Einsatz musste das Gerät aber spätestens abends wieder mit dem Ladekabel verbunden werden. In unserem Akkutest hielt das Gerät sechs Stunden und 44 Minuten durch, bevor der Akku wieder aufgeladen werden musste. Das sind rund eine Viertelstunde weniger als beim iPhone 8 Plus, aber zwei Stunden mehr als beim iPhone 8.

Die Glas-Rückseite des iPhone X

Die Glas-Rückseite des iPhone X
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Fazit: Endlich was Neues von Apple Mit dem iPhone X hat Apple nach zehn Jahren ein neues iPhone-Kapitel aufgeschlagen. Der Hersteller hat beim Design gegenüber den Mitbewerbern aufgeholt und seinem neuen Flaggschiff zudem eine eigene Note verliehen. Face ID funktioniert gut, auch wenn sich der Nutzer in der einen oder anderen Situation umgewöhnen muss. Das Display ist groß und bietet eine gute Darstellung von Fotos oder Videos und der A11-Bionic-Prozessor sorgt dafür, dass das System schnell und flüssig läuft.

Allerdings hat sich Apple auch ein paar Schnitzer erlaubt, die sich softwareseitig ausgleichen lassen sollten. So die erwähnten fehlenden Informationen in der Statusleiste des Displays, der fehlende Querformat-Modus oder der eine oder andere Darstellungsfehler. Dafür ist die Verarbeitung des Smartphones tadellos, was man in der Preisklasse des iPhone X ganz sicher auch erwarten darf.

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/ Rita Deutschbein

Inhaltsverzeichnis:

  1. iPhone X im Test
  2. Software nicht ganz aktuell bei Auslieferung
  3. Einige Details wirken nicht durchdacht
  4. Kamera mit Verbesserungen - aber auch Konstruktions-"Fehler"

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