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08.11.2017 - 18:00
Relaunch

iPhone X: Apples neues Flaggschiff im Test

Kamera mit Verbesserungen - aber auch Konstruktions-"Fehler"

Die Hauptkamera auf der Rückseite gehört zu den Verbesserungen des iPhone X gegenüber dem iPhone 8 Plus. Es bleibt zwar bei einer 12-Megapixel-Dual-Kamera, bei der ein Tele- und ein Weitwinkel-Objektiv zum Einsatz kommt. Nun gibt es aber für beide Linsen einen optischen Bildstabilisator - ein Feature, das dem iPhone 8 Plus fehlt. Ferner verfügt das Teleobjektiv über eine f/2,4 Blende (f/2,8 beim iPhone 8 Plus). Zwischen den Linsen befindet sich der Blitz, mit dem sich schlechte Lichtverhältnisse ausgleichen lassen.

Die Bildergebnisse der Dual-Kamera können vor allem bei gutem Licht überzeugen. Dabei ist es egal, ob Nutzer im Freien bei Tageslicht oder in Räumen bei Kunstlicht fotografieren. Die Ergebnisse überzeugen durch gute Kontraste und natürliche Farben. Die Farbräume sind nahezu messerscharf voneinander abgetrennt, nirgends kommt es zu Ausfransungen. Selbst die komplizierte Struktur der Blüte wird im Detail erfasst, wie an unseren Beispielfotos in Originalgröße zu erkennen ist. Doch es gibt einen Minuspunkt: Ein leichter Rotstich im linken Bildbereich beeinträchtigt vor allem helle Flächen des Fotos. Woher dieser stammt, ist unklar, da es sich bei unserem Testgerät um die silberne Ausführung handelt und sich somit nichts spiegeln kann.

Körniger werden die Ergebnisse bei dunklen Lichtverhältnissen, die Farbräume fransen leicht aus. Dennoch lassen sich auch hier die verschiedenen Strukturen noch gut erkennen. Der erwähnte Rotstich macht sich bei derartigen Aufnahmen nicht bemerkbar.

Das iPhone X ist ein gutes Smartphone, wenn es um Selfie-Aufnahmen geht. Abgebildete Gesichter wirken ungekünstelt, was vor allem an der natürlichen Darstellung von Farben, insbesondere im Bereich der Haut, liegt. Zudem erfasst die Frontkamera Strukturen sehr gut, sodass sich selbst einzelne Haare und Gewebe wie beispielsweise beim Stoff gut erkennen lassen.

Bei dunkler Umgebung schaltet auch die Frontkamera einen Blitz hinzu. Dieser kommt in Form eines Display-Blitzes zum Einsatz. Typisch für eine solche Beleuchtung ist ein schwarzer Kranz um ein stark beleuchtetes Gesicht. Details zum Rand des Kopfes gehen somit verloren. Dies erkennt man auch beim iPhone X, allerdings weniger deutlich als bei so manch anderen Frontkameras.

Überhaupt nicht gefallen hat die Anordnung der Kamera auf der Rückseite des iPhone X. Die Linsen sind nun untereinander statt - wie beim iPhone 8 Plus - nebeneinander platziert worden. Dazu befindet sich die Kamera wie bei früheren iPhone-Modellen am linken Gehäuserand. So landen die Finger schnell in der Kameralinse, wenn man das Handy einfach nur in der Hand hält. Zudem ist es eigentlich unverzeihlich, dass die Linsen weiterhin so weit aus dem Gehäuse herausstehen. Hier hätte man spätestens mit der Einführung des iPhone X eine elegantere Lösung erwartet.

Die Kamera des iPhone X

Die Kamera des iPhone X
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Auch abseits der Kamera hat Apple an den Multimedia-Features geschraubt. So bietet das iPhone X über die internen Lautsprecher einen deutlich besseren Klang als iPhone 7 Plus oder iPhone 8 Plus. Der Sound ist satter, aber der Stereo-Effekt kann nur verwendet werden, wenn das Telefon im Querformat gehalten wird. Apple verbaut weiterhin die beiden Lautsprecher in der Hörmuschel bzw. an der Unterseite des Smartphones, sodass sich dieses Stereo-Verhalten erklärt.

Das iPhone X bietet eine Schnelllade-Funktion für den Akku, packt aber weiterhin nur das bekannte 5-Watt-Ladegerät in die Verpackung. Da fragt sich der Kunde doch, ob der Hersteller bei einem Preis von mindestens 1149 Euro nicht erwarten kann, dass sich ein Schnelllade-Gerät auch im Lieferumfang befindet. Das Smartphone ist zudem wasser- und staubgeschützt.

Der Akku hielt im Test bei moderater Nutzung zwei Tage durch, bei intensivem Einsatz musste das Gerät aber spätestens abends wieder mit dem Ladekabel verbunden werden. In unserem Akkutest hielt das Gerät sechs Stunden und 44 Minuten durch, bevor der Akku wieder aufgeladen werden musste. Das sind rund eine Viertelstunde weniger als beim iPhone 8 Plus, aber zwei Stunden mehr als beim iPhone 8.

Die Glas-Rückseite des iPhone X

Die Glas-Rückseite des iPhone X
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Fazit: Endlich was Neues von Apple Mit dem iPhone X hat Apple nach zehn Jahren ein neues iPhone-Kapitel aufgeschlagen. Der Hersteller hat beim Design gegenüber den Mitbewerbern aufgeholt und seinem neuen Flaggschiff zudem eine eigene Note verliehen. Face ID funktioniert gut, auch wenn sich der Nutzer in der einen oder anderen Situation umgewöhnen muss. Das Display ist groß und bietet eine gute Darstellung von Fotos oder Videos und der A11-Bionic-Prozessor sorgt dafür, dass das System schnell und flüssig läuft.

Allerdings hat sich Apple auch ein paar Schnitzer erlaubt, die sich softwareseitig ausgleichen lassen sollten. So die erwähnten fehlenden Informationen in der Statusleiste des Displays, der fehlende Querformat-Modus oder der eine oder andere Darstellungsfehler. Dafür ist die Verarbeitung des Smartphones tadellos, was man in der Preisklasse des iPhone X ganz sicher auch erwarten darf.

Weitere Handytests bei teltarif.de

/ Rita Deutschbein

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Inhaltsverzeichnis:

  1. iPhone X im Test
  2. Software nicht ganz aktuell bei Auslieferung
  3. Einige Details wirken nicht durchdacht
  4. Kamera mit Verbesserungen - aber auch Konstruktions-"Fehler"
  5. Alles auf einer Seite lesen

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