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15.06.2017 - 18:07
Internet of Things

Internet of Things wird herstellerübergreifend

Samsung und LG machen gemeinsame Sache

Smart Home und IoT

IoT-Produkte von Samsung und LG werden schon bald miteinander kommunizieren können
Foto: picture alliance / dpa

2014 kaufte Samsung das Unternehmen SmartThings für 200 Millionen US-Dollar, um sich besser im wachsenden Bereich Smart Home aufstellen zu können. Mittlerweile hat der Konzern aus Südkorea ein umfangreiches Angebot an ioT-fähigen Geräten im Portfolio, um sich gegen Konkurrenten wie Amazon, Apple, Google, IKEA, LG, Logitech, Philips, Qualcomm und zahlreichen weiteren zu behaupten.

Auch LG ist seit längerem im IoT-Bereich tätig und stattet seine Produkte für den Haushalt mit entsprechender IoT-Funktionalität aus. Allerdings haben fast alle Hersteller ein Problem: Ihre IoT-Geräte funktionieren eher schlecht als recht mit der Konkurrenz. Und genau das soll sich laut einem Bericht im Korea Herald bei zwei der größten Hersteller für Haushaltstechnik ändern. Gemeinsam für ein besseres IoT

Dem Artikel zufolge arbeiten sowohl Samsung als auch LG an neuen Haushaltsgeräten mit IoT-Fähigkeiten, die von Beginn an für eine Zertifizierung der Open Connectivity Foundation ausgerichtet sind. Das bedeutet, dass eine Samsung-Klimaanlage künftig auch mit einem LG-Smartphone zusammenarbeitet und das man in einen smarten LG-Kühlschrank über den Samsung-Fernseher hineinschauen kann.

Die OCR selbst wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und hat trotzdem schon über 300 Unternehmen auf ihrer Seite vereinen können. Denn: Die OCR widmet sich der Entwicklung und Zertifizierung von einheitlichen Standards im Bereich Internet of Things.

Das bedeutet, dass im Idealfall ein Großteil der IoT-fähigen Geräte in Zukunft erheblich problemfreier untereinander kommunizieren können. Laut dem Korea Herald könnten die ersten Geräte noch dieses Jahr im Handel erhältlich sein. Von Samsung entsprechen bereits erste Klimaanlagen und Kühlschränke den OCF-Spezifikationen. Ein nicht genannter Samsung-Mitarbeiter hat dem Korea Herald gegenüber bestätigt, dass erste Waschmaschinen und Küchengeräte bis Ende des Jahres folgen werden.

Auch in Deutschland sind erste OCF-zertifizierte Produkte erhältlich: Das Samsung Galaxy S8 (Plus). Nächster Versuch eines gemeinsamen Standards Schon 2014 hatte Samsung zusammen mit Intel und Broadcom versucht, eine gemeinnützige Organisation namens Open Interconnect Consortium kurz OIC zu gründen mit dem Ziel, einen einheitlichen IoT-Standard zu etablieren. Allerdings verließ Broadcom kurze Zeit später den Zusammenschluss wieder nach einem Disput über die Frage nach dem geistigen Eigentum.

Im September 2015 veröffentlichte die Gemeinschaft den ersten Entwurf einer gemeinsamen Spezifikation. Anfang des vergangenen Jahres folgten mit Electrolux, Microsoft sowie Qualcomm die ersten größeren Unternehmen und man änderte den Namen zur Open Connectivity Foundation. Alle derzeit aktiven Mitglieder sind auf dieser Website aufgelistet.

Apple, Amazon und Google hingegen bauen ihre eigenen Ökosysteme im Bereich Smart Home mit zur Konkurrenz weitestgehend inkompatiblen Standards weiter aus. Auf Dauer wird das aber eher schädlich sein. Mehr zum Thema IoT (Internet of Things)

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