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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 19.04.19
Spyware

Spyware, Cookies und Internetspuren: So schützen Sie Ihre Daten

Auch ohne Schnüffelsoftware können Internetspuren verräterisch sein

Eine verbreitete Gefährdung der Privatsphäre im Internet stellt so genannte Spyware dar. Durch sie werden ohne Wissen des Internetnutzers Informationen über sein Surfverhalten und seine System­einstellungen oder schlimmstenfalls wichtige Daten wie Passwörter ausgespäht. Meistens wird solche Software zu Werbe­zwecken eingesetzt ("Adware"). Um sich davor zu schützen, sollten Nutzer sparsam und vor allem mit Bedacht Software installieren und bei Downloads auf die Vertrauenswürdigkeit der Quelle achten.

Da es praktisch kaum möglich ist, jeden Download und jede besuchte Webseite auf Herz und Nieren zu prüfen, lässt sich nicht immer ganz vermeiden, dass Adware und Spyware ihren Weg auf den Rechner finden. Dies ist auch nicht unbedingt illegal - es kann durchaus Teil der Lizenz­vereinbarung einer Software sein, dass gewisse Daten gesammelt und ausgewertet werden oder dass sich der Nutzer zum Empfang von Werbung bereit erklärt. Insbesondere bei kostenloser Software von kommerziellen Anbietern ist dies öfter der Fall.

Neben der Möglichkeit, das System nach Spionen zu durchsuchen und diese zu entfernen, bieten manche Anti-Ad- und Spyware-Lösungen die Möglichkeit, Schädlinge am Einnisten auf dem Rechner direkt zu hindern. Eine Personal Firewall stoppt unerwünschten Datenverkehr

Internetspuren löschen im Internet Explorer 10

Internetspuren löschen
im Internet Explorer 10
Screenshot: teltarif

Schließlich kann auch eine Personal Firewall hilfreich sein. Auf Windows-PCs ist diese Software heutzutage nahezu selbst­verständlich. Sie überwacht den ein- und aus­gehenden Daten­verkehr eines ans Netz angeschlos­senen Rechners und unterbindet die Verbindung gegebenen­falls für verdächtige oder unerwünschte Programme. Welche Anwendung mit dem Netz kommu­nizieren darf und welche nicht, entscheidet jeweils der Nutzer. Eine Personal Firewall bietet zwar keinen 100-prozentigen Schutz gegen unerwünschte Daten­übertragungen, ist aber zur Erhöhung des Sicherheits­niveaus durchaus empfehlenswert. Seit Windows Vista kann der Nutzer durchaus auf die integrierte Firewall vertrauen. Die Surf­gewohn­heiten eines Users verraten auch Cookies, kleine Textdateien, die beim Aufruf einer Website, die Cookies verwendet, auf die lokale Festplatte des PC des Besuchers gelangen. Diese können durchaus hilfreich für den Benutzer sein, indem sie Internet-Einstel­lungen für bestimmte Online-Dienste speichern und bei erneutem Besuch die Eingabe von Passwörtern überflüssig machen oder den aktuellen Inhalt des Warenkorbs in einem Online-Shop zwischen­speichern. Doch sie können auch dazu genutzt werden, Informationen über Nutzer zu sammeln und Profile von ihnen zu erstellen.

Beispielsweise über Werbe­banner können auch Cookies gesetzt werden, die nicht vom Server der aufgerufenen Webseite stammen und somit eine Sitzung des Nutzers über mehrere Webseiten hinweg verfolgen können ("Tracking Cookies"). Auf diese Weise können ggf. Informationen über die Interessen, Gewohnheiten, Neigungen, Freizeit­gestaltung usw. des Nutzers gewonnen und gesammelt werden. Dies ist durchaus ein Risiko für den Datenschutz, obwohl Cookies nur Text­dateien sind, die von sich aus in keiner Weise aktiv werden können. Häufig werden sie für personali­sierte Online-Werbung eingesetzt. Umgang mit Cookies und Surfspuren Manche Cookies sind nur für die Dauer der Surfsession auf einer Seite gültig und verfallen danach, andere bleiben Tage, Wochen oder auch Monate gültig. Bei ent­sprechender Einstellung des Internet-Browsers wird der Nutzer vorab informiert, wenn ein Cookie abgelegt werden soll. So kann er im Einzelfall selbst entscheiden, ob ein Cookie angenommen oder abgelehnt werden soll - was allerdings recht unpraktisch ist, da Cookies so häufig zum Einsatz kommen, dass das permanente Wegklicken der Cookie-Hinweise des Browsers schnell nerv­tötend wird.

Auch ein generelles Ablehnen von Cookies ist keine gute Lösung, da sich der Nutzer damit das Websurfen unnötig schwer macht - in manchen Online-Shops zum Beispiel kann er gar nicht einkaufen, wenn er keine Cookies zulässt. Eine bessere Lösung ist es, Cookies gelegentlich zu löschen. Hierfür gibt es kostenlose Tools, aber auch die Browser selbst bieten ent­sprechende Funktionen, mit denen nicht nur Cookies, sondern auch andere temporäre Internet-Dateien gelöscht werden können. Dazu gehören vor allem:


Alle aktuellen Versionen von Web-Browsern wie Internet Explorer, Firefox, Chrome und Opera können Sie so einstellen, dass Internetdateien beim Schließen des Browsers automatisch gelöscht werden (unter "Einstellungen", bzw. "Internetoptionen" im Menü "Extras").

Viele Browser bieten mittlerweile auch einen Modus an, bei dem keine Daten für nachfolgende Nutzer hinterlassen werden. Dieser nennt sich "Privat" oder "Inkognito". Das bedeutet aber nur, dass keine Daten über die private Surfsession auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Trotzdem werden Datenspuren auf den besuchten Web-Seiten zu hinterlassen.
Ist der private Modus aktiviert, so sind nach dem Surfen keine Informationen mehr über die Aktivitäten, die der Nutzer "privat" ausgeführt hat, zu finden. Sowohl aus Browser­verlauf, temporären Internet­dateien, Formular­daten und Cookies als auch gespeicherten Benutzer­namen und Kennwörtern lassen sich keine Rück­schlüsse auf zuvor ausgeführte Suchen oder besuchte Webseiten ziehen. Ratgeber zu Sicherheit im Internet bei teltarif.de

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