pda.teltarif.de
Meldung Tipps & Info Tarifrechner 25.08.19
Spyware

Spyware, Cookies und Internetspuren: So schützen Sie Ihre Daten

Auch ohne Schnüffelsoftware können Internetspuren verräterisch sein

Eine verbrei­tete Gefähr­dung der Privat­sphäre im Internet stellt so genannte Spyware dar. Durch sie werden ohne Wissen des Inter­netnut­zers Infor­mationen über sein Surf­verhalten und seine System­einstellungen oder schlimms­tenfalls wich­tige Daten wie Pass­wörter ausge­späht. Meis­tens wird solche Soft­ware zu Werbe­zwecken einge­setzt ("Adware"). Um sich davor zu schützen, sollten Nutzer sparsam und vor allem mit Bedacht Soft­ware instal­lieren und bei Down­loads auf die Vertrau­enswür­digkeit der Quelle achten.

Da es prak­tisch kaum möglich ist, jeden Down­load und jede besuchte Webseite auf Herz und Nieren zu prüfen, lässt sich nicht immer ganz vermeiden, dass Adware und Spyware ihren Weg auf den Rechner finden. Dies ist auch nicht unbe­dingt illegal - es kann durchaus Teil der Lizenz­vereinbarung einer Soft­ware sein, dass gewisse Daten gesam­melt und ausge­wertet werden oder dass sich der Nutzer zum Empfang von Werbung bereit erklärt. Insbe­sondere bei kosten­loser Soft­ware von kommer­ziellen Anbie­tern ist dies öfter der Fall.

Neben der Möglich­keit, das System nach Spionen zu durch­suchen und diese zu entfernen, bieten manche Anti-Ad- und Spyware-Lösungen die Möglich­keit, Schäd­linge am Einnisten auf dem Rechner direkt zu hindern. Eine Personal Fire­wall stoppt uner­wünschten Daten­verkehr

Internetspuren löschen im Internet Explorer 10

Internetspuren löschen
im Internet Explorer 10
Screenshot: teltarif

Schließ­lich kann auch eine Personal Fire­wall hilf­reich sein. Auf Windows-PCs ist diese Soft­ware heut­zutage nahezu selbst­verständlich. Sie über­wacht den ein- und aus­gehenden Daten­verkehr eines ans Netz angeschlos­senen Rech­ners und unter­bindet die Verbin­dung gegebenen­falls für verdäch­tige oder uner­wünschte Programme. Welche Anwen­dung mit dem Netz kommu­nizieren darf und welche nicht, entscheidet jeweils der Nutzer. Eine Personal Fire­wall bietet zwar keinen 100-prozen­tigen Schutz gegen uner­wünschte Daten­übertragungen, ist aber zur Erhö­hung des Sicherheits­niveaus durchaus empfeh­lens­wert. Seit Windows Vista kann der Nutzer durchaus auf die inte­grierte Fire­wall vertrauen. Die Surf­gewohn­heiten eines Users verraten auch Cookies, kleine Text­dateien, die beim Aufruf einer Website, die Cookies verwendet, auf die lokale Fest­platte des PC des Besu­chers gelangen. Diese können durchaus hilf­reich für den Benutzer sein, indem sie Internet-Einstel­lungen für bestimmte Online-Dienste spei­chern und bei erneutem Besuch die Eingabe von Pass­wörtern über­flüssig machen oder den aktu­ellen Inhalt des Waren­korbs in einem Online-Shop zwischen­speichern. Doch sie können auch dazu genutzt werden, Infor­mationen über Nutzer zu sammeln und Profile von ihnen zu erstellen.

Beispiels­weise über Werbe­banner können auch Cookies gesetzt werden, die nicht vom Server der aufge­rufenen Webseite stammen und somit eine Sitzung des Nutzers über mehrere Webseiten hinweg verfolgen können ("Tracking Cookies"). Auf diese Weise können ggf. Infor­mationen über die Inter­essen, Gewohn­heiten, Neigungen, Freizeit­gestaltung usw. des Nutzers gewonnen und gesam­melt werden. Dies ist durchaus ein Risiko für den Daten­schutz, obwohl Cookies nur Text­dateien sind, die von sich aus in keiner Weise aktiv werden können. Häufig werden sie für personali­sierte Online-Werbung einge­setzt. Umgang mit Cookies und Surf­spuren Manche Cookies sind nur für die Dauer der Surf­session auf einer Seite gültig und verfallen danach, andere bleiben Tage, Wochen oder auch Monate gültig. Bei ent­sprechender Einstel­lung des Internet-Brow­sers wird der Nutzer vorab infor­miert, wenn ein Cookie abge­legt werden soll. So kann er im Einzel­fall selbst entscheiden, ob ein Cookie ange­nommen oder abge­lehnt werden soll - was aller­dings recht unprak­tisch ist, da Cookies so häufig zum Einsatz kommen, dass das perma­nente Wegkli­cken der Cookie-Hinweise des Brow­sers schnell nerv­tötend wird.

Auch ein gene­relles Ablehnen von Cookies ist keine gute Lösung, da sich der Nutzer damit das Websurfen unnötig schwer macht - in manchen Online-Shops zum Beispiel kann er gar nicht einkaufen, wenn er keine Cookies zulässt. Eine bessere Lösung ist es, Cookies gele­gent­lich zu löschen. Hierfür gibt es kosten­lose Tools, aber auch die Browser selbst bieten ent­sprechende Funk­tionen, mit denen nicht nur Cookies, sondern auch andere tempo­räre Internet-Dateien gelöscht werden können. Dazu gehören vor allem:


Alle aktu­ellen Versionen von Web-Brow­sern wie Internet Explorer, Firefox, Chrome und Opera können Sie so einstellen, dass Inter­netda­teien beim Schließen des Brow­sers auto­matisch gelöscht werden (unter "Einstel­lungen", bzw. "Inter­netop­tionen" im Menü "Extras").

Viele Browser bieten mitt­lerweile auch einen Modus an, bei dem keine Daten für nach­folgende Nutzer hinter­lassen werden. Dieser nennt sich "Privat" oder "Inko­gnito". Das bedeutet aber nur, dass keine Daten über die private Surf­session auf Ihrem Rechner gespei­chert werden. Trotzdem werden Daten­spuren auf den besuchten Web-Seiten zu hinter­lassen.
Ist der private Modus akti­viert, so sind nach dem Surfen keine Infor­mationen mehr über die Akti­vitäten, die der Nutzer "privat" ausge­führt hat, zu finden. Sowohl aus Browser­verlauf, tempo­rären Internet­dateien, Formular­daten und Cookies als auch gespei­cherten Benutzer­namen und Kenn­wörtern lassen sich keine Rück­schlüsse auf zuvor ausge­führte Suchen oder besuchte Webseiten ziehen. Ratgeber zu Sicher­heit im Internet bei teltarif.de

Mehr zum Thema Sicherheit