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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 17.09.19
Zahlungsverfahren

Die Telefonrechnung bezahlen: Vier verschiedene Varianten

Vom Bankeinzug bis zur Überweisung

Es gibt verschie­dene Zahlungs­verfahren, mit denen Sie Ihre Tele­fonrech­nung beglei­chen können. Einige Provider bieten nicht alle Vari­anten an. Die folgende Über­sicht der Möglich­keiten und der jewei­ligen Vorteile und Risiken gilt natür­lich nicht nur fürs Telefon, sondern auch für jede andere Situa­tion, in der man Kunde einer Firma ist und eine Rech­nung zu bezahlen hat: Über­weisung Am einfachsten fällt die Kontrolle oft, wenn Sie das Geld selber über­weisen. Leider ist dieses auch das kompli­zier­teste Verfahren. Sie müssen jedes mal nach Erhalt einer Rech­nung diese prüfen, den Über­weisungs­träger ausfüllen und zur Bank bringen oder eine Online-Über­weisung tätigen. Wenn Sie dies vergessen oder wegen Abwe­senheit nicht durch­führen können, kommt post­wendend die Mahnung ins Haus, der sehr bald eine zweite Mahnung und eine Sper­rung des Anschlusses folgen können. Das verur­sacht zusätz­liche Rennerei und Kosten für die Entsper­rung.

Zahlungsmodalitäten

Zahlungsmodalitäten

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Aber auch für die Telefon­gesellschaften ist diese Zahlungs­vari­ante nicht sehr ange­nehm. Viele Kunden zahlen noto­risch unpünkt­lich, so dass Mahnungen gedruckt und verschickt werden müssen. Und nicht für jede Mahnung kann Geld verlangt werden, da sich Zahlung und Mahnung schon mal über­schneiden. Proble­matisch ist es auch, wenn nicht die mit der Rech­nung mitge­schickten, vorge­druckten Überweisungs­formulare genutzt werden. So besteht die Gefahr, dass bei der Kunden- und Rech­nungs­nummer ein Schreib­fehler passiert oder diese erst gar nicht ange­geben werden. Die Buchhaltungs­abteilung der Tele­fonge­sell­schaft darf dann mehr oder weniger raten, welcher Kunde hier welche Rech­nung bezahlt hat. Last­schrift­verfahren Relativ sicher und bequem ist die Abbu­chung von Ihrem Konto im Last­schrift­verfahren. Was viele nicht wissen: Sie haben nach Erhalt des Konto­auszuges bis zu sechs Wochen Zeit, einer Last­schrift zu wider­spre­chen! Dazu reicht ein kurzer Brief oder ein Besuch in der Bank­filiale. Sie brau­chen keinerlei Gründe zu nennen, warum Sie wider­spre­chen. Die Gutschrift, die Sie daraufhin erhalten, wird zu demselben Tag wert­gestellt wie die Last­schrift. Sie verlieren also noch nicht einmal Zinsen.

Trotzdem kann es passieren, dass eine unbe­rech­tigte oder über­höhte Abbu­chung Ihr Konto bis unter die Kredit­linie über­zieht und Sie uner­wartet ohne Geld dastehen, wenn Sie das nächste Mal beim Geld­auto­maten vorbei­schauen oder andere wich­tige Zahlungen wie Miete, Strom etc. vornehmen. Da falsche Last­schriften aber auch ohne Abbuchungs­auftrag und ohne Telefon­gesellschaft auftreten können, empfiehlt es sich sowieso, einen Notgro­schen auf einem Spar­buch oder einem zweiten Konto bei einer unab­hängigen Bank zu haben. Auch eine Kredit­karte, die an ein eigenes Karten­konto gebunden ist, hält Sie liquide.

Wenn Sie eine Last­schrift stor­nieren, wird beim Auftrag­geber der Last­schrift der ursprüng­lich gutge­schrie­bene Betrag wieder abge­bucht. In unserem Fall ist der Auftrag­geber die Tele­fonge­sell­schaft. Darüber hinaus wird diesem Auftrag­geber eine saftige Gebühr in Rech­nung gestellt. Üblich sind hier 2 Euro bis 15 Euro. Das freut die Telefon­gesellschaft natür­lich über­haupt nicht. Daher wird diese versu­chen, diese Straf­gebühr Ihnen mit Aufschlag in Rech­nung zu stellen, wenn Ihre Stor­nierung der Last­schrift unbe­rech­tigt war. Dazu muss die Firma aber nach­weisen, dass sie einen gültigen Abbuchungs­auftrag von Ihnen hatte. Die Geneh­migung, falsche Rech­nungen abzu­buchen, haben Sie aber garan­tiert nicht erteilt. Und selbst, wenn: Was sind 10 Euro Straf­gebühr, wenn Sie sich um 1 000 Euro streiten, um die die Rech­nung über­höht ist? Zusam­menfas­send lässt sich sagen: Bei begrenztem Risiko bietet der Abbuchungs­auftrag eine gute Sicher­heit. Selbst, wenn Sie für vier Wochen in Urlaub fahren, können Sie in den zwei Wochen nach der Rück­kehr eine über­höhte Abbu­chung noch stor­nieren. Kredit­karte Die Zahlung per Kredit­karte bietet gegen­über dem Lastschrift­verfahren einige Vorteile und einige Nach­teile. So können Sie zum Beispiel mit der Kredit­karte auch ohne großen Aufwand Telefon­gesellschaften nutzen, die im Ausland ansässig sind. Ein Beispiel für die Nutzung auslän­discher Gesell­schaften ist Call­back, mit dem sich die hohen Handy-Gebühren teil­weise umgehen lassen. Aller­dings tragen Sie in diesem Fall das Währungs­risiko, falls sich der Wech­selkurs gegen­über dem Euro verän­dert.

Wenn Ihre Kredit­karte über ein eigenes Karten­konto verfügt, müssen Sie die mit der Kredit­karte gemachten Umsätze erst bezahlen, wenn Sie die monat­liche Kreditkarten­rechnung erhalten haben. Das bedeutet bis zu einem Monat Zeit- und Zins­gewinn. Wenn Sie aber die Kreditkarten­rechnung nicht pünkt­lich und in vollem Umfang bezahlen, werden auf dem Kredit­karten­konto in der Regel deut­lich höhere Überziehungs­zinsen verlangt als auf dem Bank­konto. Aus dem Vorteil wird dann sehr schnell ein Nach­teil.

Das größte Problem bei der Kredit­karte ist, dass Sie einer Abbu­chung dort bei weitem nicht so einfach wider­spre­chen können wie einer Last­schrift von Ihrem Konto. Meist gehen die Kreditkarten­gesellschaften davon aus, dass eine Firma, die im Besitz Ihrer Karten­nummer ist, eine ordent­liche Geschäfts­beziehung mit Ihnen unter­hält und Sie zur Zahlung der Rech­nungen dieser Firma verpflichtet sind. Diese Philo­sophie ist vom US-ameri­kani­schen Rechts­denken geprägt. Nach den Erfah­rungen unserer Leser klappt es zwar auch, fehler­hafte Kredit­karten-Abbu­chungen stor­nieren zu lassen, man muss aber auf jeden Fall hart­näckiger sein, als bei einer Last­schrift vom Konto.

Es wird empfohlen, Kreditkarten­nummern bei der Anmel­dung nur dann in Internet-Formu­lare einzu­tragen, wenn diese verschlüs­selt sind. Achten Sie dazu auf die Schlüs­selan­zeige links unten im Browser-Fenster. Voraus­kasse Die Zahlung per Voraus­kasse ist von allen Methoden die unsi­cherste. Wenn der Gebühren­zähler der Tele­fonge­sell­schaft zu schnell läuft, dann ist Ihre Voraus­zahlung in Windes­eile aufge­braucht und Sie haben es danach garan­tiert nicht leicht, wieder an Ihr Geld heran­zukommen. Wenn die Tele­fonge­sell­schaft plötz­lich bank­rott geht oder der Buch­halter mit dem Vermögen durch­brennt, ist Ihr einge­zahltes Guthaben unwie­derbring­lich weg. Oft gibt es auch unweg­same Klau­seln im Klein­gedruckten, etwa, dass eine Rück­erstat­tung einmal einge­zahlter Beträge nicht möglich ist oder monat­liche Grund­gebühren vom Gutha­benkonto einge­zogen werden.

Es gibt aber auch einen Vorteil: Mehr als das Geld, das Sie einbe­zahlt haben, kann nicht verte­lefo­niert werden. Wenn Sie, Ihr Partner oder Ihre Kinder gerne stun­denlang an der Strippe hängen, ohne auf die Kosten zu achten, ist Voraus­kasse viel­leicht sogar die beste Lösung: Irgend­wann ist das Guthaben aufge­braucht und die Leitung wird getrennt. Falls der Computer der Tele­fonge­sell­schaft Sie trotzdem länger tele­fonieren lässt, als das Geld reicht, sind Sie dafür nicht verant­wort­lich. Ratgeber rund um Vertrag und Recht