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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 22.08.17
Auslandstelefonie und Roaming

Auslandstelefonie und Roaming: Was ist der Unterschied?

Was unterscheidet sie und wie kann man sparen?

Bei der Vielzahl an Vokabeln im Themenbereich Mobilfunk kommt man schnell durcheinander. Zwei dieser Vokabeln sind Auslandstelefonie und Roaming. In diesem Artikel erklären wir den Unterschied. Was ist Auslandstelefonie?

Mann im Anzug mit einer Papiertüte über dem Kopf. Auf der Papiertüte ist ein Fragezeichen.

Auslandstelefonie und Roaming
© Emin Ozkan - Fotolia.com

Als Auslandstelefonie oder Auslandsgespräch wird ein Telefon­gespräch in ein anderes Land bezeichnet. Wer Freunde, Familie oder Geschäfts­partner im Ausland hat und mit diesen telefonieren möchte, der führt ein Auslands­gespräch. Dies ist seit jeher wesentlich teurer als ein Inlands­gespräch.

Auslandsgespräche machen nur einen kleinen Teil aller Telefon­gespräche aus. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach günstigen Möglichkeiten, ins Ausland zu telefonieren, in Zukunft steigen wird. Allein mit der Zunahme an in Deutschland lebenden Menschen mit Migrations­hintergrund ist abzusehen, dass der Markt für Auslands­gespräche wachsen wird.

Bereits jetzt bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, um Gesprächs­kosten zu reduzieren. Auch hierbei gibt es einige erklärungs­bedürftige Vokabeln:

Was ist Roaming? Roaming (engl. für "herumwandern" oder "umherziehen") bezeichnet die Handy­nutzung im Ausland. Auch hier fallen in der Regel höhere Kosten an als im Inland. Egal ob der Nutzer mit dem Handy im Ausland innerhalb des Landes telefoniert, in dem er sich befindet, in ein anderes Land oder nach Deutschland telefoniert, er zahlt in der Regel drauf. Selbst wenn er nur angerufen wird, ergeben sich Zusatz­kosten. Dasselbe gilt für SMS, MMS und mobile Daten­verbindungen. Selbstredend bieten die Mobilfunk­anbieter hierfür besondere Tarifoptionen an.

Vor allem außerhalb der EU ist Roaming teuer. Für den EU-Raum gelten Regulierungen, die das Ziel haben, Telefonieren im Ausland verbraucher­freundlicher zu machen. Seit dem 30. April 2016 dürfen nicht mehr als 5,95 Cent auf den regulären Inlands­preis pro Minute aufgeschlagen werden. Dadurch darf außerdem eine Höchst­grenze von 22,61 Cent nicht überschritten werden. Es sei denn, der reguläre Inlands­preis liegt ohnehin darüber. Für SMS, MMS und mobile Daten­verbindung gelten ähnliche Kosten-Beschränkungen.

Ab dem 15. Juni 2017 sollen Roaming-Gebühren innerhalb der EU sogar komplett abgeschafft werden. Bis dahin können Sie sich bei uns einen Überblick über die Roaming-Optionen der Mobilfunkanbieter machen. Was ist also der Unterschied zwischen Roaming und Auslandstelefonie? Ein Auslandsgespräch ist ein Telefonat in ein anderes Land. Roaming hingegen ist die Telefonie im anderen Land. Auslands­gespräche lassen sich sowohl mit dem Handy als auch mit dem Fest­netz führen. Roaming hingegen beschreibt aus­schließ­lich Handy-Telefonie. Auslands­gespräche sind immer aktiv: Man ruft jemandem im Ausland an. Roaming hingegen ist aktiv und passiv: Auch wenn man im Ausland angerufen wird, verursacht dies Roaming-Gebühren.
Zwei Fragen könnten sich nun stellen:

  1. Wenn Sie - von Deutschland aus - Ihre Schwester, die in Italien Strand­urlaub macht, auf ihrem Handy anrufen, machen Sie dann ein Auslands­gespräch und Ihre Schwester Roaming?
  2. Wenn Ihre Schwester in Italien mit ihrem Handy nach Frankreich telefoniert, macht sie dann gleichzeitig Roaming und ein Auslandsgespräch?

Auf beide Fragen lässt sich zunächst pauschal antworten, dass wir neidisch auf Ihre Schwester sind und auch gerne am Strand liegen würden. Nun zu den Fragen im Detail.

Ein "deutsches" Handy, das sich im Ausland befindet, anzurufen, ist kein Auslands­gespräch, jedenfalls nicht in dem Sinn, dass Ihr Telefonat als Auslands­gespräch tarifiert würde. Für die Angerufene ist dies aber in der Tat Roaming; sie bezahlt im Normal­fall bei Ihrem Anruf drauf.

Mit dem Handy aus dem Italien­urlaub in ein anderes EU-Land zu telefonieren, ist in diesem Sinne ebenfalls kein Auslands­gespräch, sondern Roaming. Aufgrund der EU-Regulierungen ist es in den meisten Tarifen so, dass ein Auslands­gespräch von Deutschland nach Frankreich teurer ist als ein Telefonat von Frankreich nach Italien. Vorausgesetzt natürlich, Sie sind Kunde eines deutschen Mobilfunk­anbieters. Für Italiener hingegen verhält es sich spiegel­bildlich so, dass ein Telefonat von Italien nach Deutschland teurer ist als ein Telefonat von Deutschland nach Frankreich. Roaming-Gebühren sparen durch WiFi Calling Der Unterschied zwischen Auslands­telefonie und Roaming ist vor allem dann wichtig, wenn Sie mittels WiFi Calling Roaming-Gebühren vermeiden wollen. WiFi Calling ist die Telefonie mit dem Smartphone über eine WLAN-Verbindung. Anders als bei VoIP-Telefonie ist dies ein Angebot Ihres Mobilfunk­anbieters, sodass Sie ganz normal über Ihre Mobilfunk­nummer telefonieren können. Nur eben über WLAN anstatt über das Mobilfunknetz.

Roaming-Gebühren können Sie damit sparen, da jeder Anruf so abgerechnet wird, als würden Sie sich in Deutschland befinden. Telefonieren Sie also aus dem Urlaub nach Hause, wird dies wie ein ganz gewöhnliches Inlands­gespräch tarifiert. Es fallen keine Roaming-Gebühren an. Wenn Sie jedoch während Ihres Urlaubs in ein anderes Land telefonieren wollen als nach Deutschland, sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie dies per WiFi Calling tun wollen. Rufen Sie zum Beispiel vom Strand aus Ihr Hotel an, wird dies als ein Auslands­gespräch tarifiert, da Sie ja als aus Deutschland telefonierend gelten. Die Kosten für Auslands­gespräche können höher sein als Roaming-Gebühren, vor allem, wenn Sie innerhalb der EU telefonieren, wo Roaming-Gebühren eher moderat sind.

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