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26.07.2018 - 09:17
Getestet

HTC U12+ im Test: Ein rutschiges Vergnügen

HTCs neuestes Top-Gerät ist ein Kamera-Profi

Inhaltsverzeichnis:

  1. HTC U12+ im Test
  2. Drei empfindliche Tasten
  3. Kamera mit Wow-Effekt
  4. Satter BoomSound

HTCs neuestes Flaggschiff ist da und somit der Versuch, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Und tatsächlich, in einem ersten Hands-On konnte das U12+ vor allem mit seiner Kamera beeindrucken. Auch sonst hinterließ das neue High-End-Gerät einen guten ersten Eindruck. Ob sich der erste Eindruck aber auch zu einem langfristig guten ausbauen lässt? In unserem ausführlichen Test haben wir einen genauen Blick auf innere und äußere Werte geworfen.

Alle technischen Eigenschaften und Details des HTC U12+ sind in unserem ausführlichen Datenblatt zu finden. Preis und Verfügbarkeit

HTC U12+

Das HTC U12+.
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Das U12+ von HTC ist für 799 Euro in zwei Farbvarianten erhältlich. Translucent Blue und Ceramic Black sind die ersten beiden Kolorationen. Die blaue Version stellt sich dabei als ganz besonders heraus und HTC richtet seine Marketing-Strategie vor allem darauf aus, denn die blaue Version ist zum Teil transparent gestaltet und erinnert an den Trend aus den 90er-Jahren, sämtliche technischen Geräte durchsichtig zu gestalten.

Im Falle des U12+ ist auf der Rückseite ein Teil um die Kamera herum durchsichtig und soll so einigen Technik-Fans einen Einblick in das Smartphone ermöglichen. Allerdings ist dieser Einblick nicht allzu groß und es gäbe keinen großen Unterschied, wenn es nicht transparent gestaltet worden wäre.

Mit Flame Red soll demnächst eine dritte Farbvariante auf dem Markt erscheinen.

HTC U12+

Die teilweise transparente Rückseite des HTC U12+.
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Schickes Design, liegt gut in der Hand, aber... Mit seinem 18:9-Format, dem 6 Zoll großen Display und Maßen von 156,6 mm mal 73,9 mm mal 9,7 mm liegt das HTC U12+ ganz hervorragend in der Hand. Von den 188 Gramm wird einem auch nicht allzu schnell der Arm schwer, und längeres Halten stellt sich nicht als problematisch heraus. Eigentlich. Denn irgendwie erweckt das Corning Gorilla Glass 3, aus dem Vorder- und Rückseite sind, den Anschein, als sei es einfach nicht kompatibel mit Handinnenflächen.

Auch wenn das Gerät toll verarbeitet wurde und äußerst wertig wirkt und ist, bereits nach kurzer Zeit rutscht das Smartphone immer wieder aus der Hand und man muss mit der zweiten nachgreifen. Ebenfalls problematisch ist die Anziehungskraft für Flecken auf der Rückseite. Bereits unmittelbar nach der ersten Berührung finden sich Fingerabdrücke und Schlieren auf dem Glas. Und die lassen sich trotz Mikrofasertuch recht schwierig entfernen.

Sonst hat HTC designtechnisch durchaus alles richtig gemacht. Das U12+ ist auf der Vorderseite äußerst unaufgeregt gestaltet. Kein Knopf stört die Sicht auf das Display, welches fast bis zum oberen Rand durchgängig ist. Am oberen Rand über dem Bildschirm befinden sich lediglich die Front-Dual-Kamera und natürlich der Lautsprecher zum Telefonieren. Entgegen dem allgemeinen Trend hat HTC sich gegen eine Notch entschieden, was schon wieder recht erfrischend wirkt.

Die in unserem Fall transparente blaue Rückseite kommt somit schon etwas auffälliger daher. Am oberen Rand befindet sich die völlig ins Telefon eingelassene Dual-Kamera, darunter der LED-Blitz. Direkt darunter kommt der Fingerabdrucksensor, der im Test immer und ohne Probleme mit dem Finger angesteuert wurde. Rund um Kamera und Fingerabdrucksensor ist die Glasfläche leicht transparent gestaltet und ermöglicht so einen kleinen Einblick in das Innere des Smartphones. Aber eben auch nur einen kleinen. Eine wirkliche Ahnung von dem Innenleben des U12+ bekommt man nicht unbedingt geboten.

Muss auch nicht sein, denn das Design ist zwar zurückhaltend, aber durchaus gelungen. Auch die anfänglich gute Haptik kann als gelungen gewertet werden. Um aber nicht ins Rutschen zu geraten und um ständiges nerviges Reinigen zu vermeiden, empfiehlt es sich, mit einer Hülle entgegenzuwirken.

HTC U12+

Um Dual-Kamera, Blitz und Fingerabdrucksensor herum erkennt man gut die transparente Gestaltung.
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Drei empfindliche Tasten

Auf der rechten Seite des U12+ wurden drei Tasten verbaut, die aussehen wie herkömmliche. Mittig ist der Power-Button positioniert, darüber befinden sich die Lautstärke-Tasten. Besonders Letztere haben sich im Test als leicht problematisch herausgestellt.

Denn diese wurden von HTC als druckempfindliche eingebaut, was bedeutet, dass das Drücken im herkömmlichen Sinne der Vergangenheit angehört. Sie sollen auf leichte Berührung reagieren. Wer also beispielsweise beim Abspielen eines Videos die Lautstärke verstellen möchte, der dürfte durchaus erst einmal überrascht sein. Herkömmliches Drücken, wie man es von jedem anderen Gerät kennt, wurde abgeschafft. Man muss lernen mit der richtigen Kraft zu drücken, um an das gewünschte Ziel zu kommen. Und das nervt am Anfang.

Auch der Power-Button ist druckempfindlich, funktioniert aber wesentlich besser und reagiert auf den Nutzer mit einer kurzen Vibration, 'Touch-Feedback-Erlebnis" genannt.

Auf der linken Seite befindet sich zwar keine Taste, dafür aber der SIM-Karten-Slot. In diesen lassen sich entweder zwei SIM-Karten einlegen, die beide im LTE-Netz funken können, oder eine SIM-Karte und microSD-Karte. Diese wird der ein oder andere Nutzer vielleicht benötigen.

Auf dem europäischen Markt wird lediglich die mit 64 GB internem Speicher ausgestattete Version des U12+ vertrieben.

HTC U12+

Links der Power-Button, daneben die Volume-Tasten.
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Display War der erste Eindruck des Displays im Hands-On nicht ganz überzeugend, so konnte der erste etwas zurückhaltende Eindruck deutlich gut gemacht werden.

Das 6 Zoll (15,2 cm) große LCD-Display löst mit 1440 mal 2880 Pixel auf. Die Blickwinkelstabilität verzeichnet zwar ein Paar wenige Einschnitte, aber die sind durchaus zu verschmerzen. Blickt man von oben auf den Bildschirm, werden die Farben natürlich und nicht zu grell oder unnatürlich wiedergegeben. Die Schrift ist scharf und gut zu lesen. Neigt man seinen Blickwinkel nun etwas (oben rechts), wird das Display minimal dunkler doch Farben und Schrift sind nahezu ohne Qualitätsverlust.

Bei weiteren Änderungen des Blickwinkels sieht das wieder ganz anders aus. Je mehr sich dieser neigt, desto dunkler werden Display und Farben. Die Schrift ist noch zu lesen, aber auch hier nimmt die Lesbarkeit ab. Fast nichts mehr zu erkennen ist, wenn man komplett von der Seite auf den Bildschirm schaut (unten rechts). Farben sind kaum noch zu sehen, das Display ist sehr dunkel und von der Schrift ist gar nichts mehr zu lesen.

HTC U12+

Das Display des U12+ aus vier verschiedenen Blickwinkeln.
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Ansonsten konnten sich die ersten Befürchtungen aber nicht bewahrheiten. Bei maximaler Helligkeit blendet das Display nicht, Farben werden natürlich und kontrastreich wiedergegeben und sind nie zu grell oder überzeichnet. Auch bei Gebrauch des Smartphones in der Sonne konnte keinerlei Einschränkung festgestellt werden und Inhalte auf dem Bildschirm waren nach wie vor ohne Probleme zu erkennen. Auch Filme, Serien und Clips sehen auf dem Display des U12+ gut aus und sorgen für allerbestes Entertainment im Taschenformat.

Einziges Manko: Das Display spiegelt stark, wenn der Lichteinfall von hinten kommt. Dabei handelt es sich aber um Meckern auf ganz hohem Niveau, denn das U12+ ist natürlich nicht als einziges Top-Gerät von diesem Problem betroffen. Allerdings muss man sagen, dass die Spiegelung beispielsweise im Vergleich zu einem iPhone 8 Plus stärker ausfällt.

Ansonsten aber bleiben bei der Qualität des Bildschirms keinerlei Wünsche offen. Akku Der Akku des U12+ hat eine Kapazität von 3500 mAh. Obwohl die Rückseite komplett aus Glas ist, verzichtete das Unternehmen aus Taiwan darauf, das Smartphone auch ohne Kabel laden zu lassen. Dafür hat HTC dem Smartphone, wie auch schon bei dem U11+, die Schnellladefunktion spendiert. Dank dieser ist der leere Akku innerhalb von 30 Minuten wieder auf 42 Prozent geladen. Ein Wert, der in Ordnung geht, aber auch schneller sein könnte. Nahezu konkurrenzlos steht bei der Schnellladefunktion momentan das OnePlus 6 da, wie sich in unserem Test gezeigt hat.

Sonst allerdings ist der Akku eher als mittelklassig einzustufen. Bei sehr intensiver Nutzung entleert er sich innerhalb weniger Stunden. Bei normaler Nutzung hielt der Akku in unserem Test 8,5 Stunden. Gesprächsqualität Das Telefonieren mit dem HTC U12+ klappte problemlos. Die Gesprächsqualität war durchgängig gut und laut genug. Auch beim Gespräch über die Lautsprecher gab es nichts auszusetzen, die Wiedergabe war klar. Weder gab es störende Hintergrundgeräusche, noch knarzte es während des Gesprächs.

Ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse ist der Empfang ausgefallen. Mit einer SIM-Karte der Telekom klappte der LTE-Empfang stets problemlos und auch das Einwählen in bekannte WLAN-Netze funktionierte nach Eingabe der Passwörter immer sofort und einwandfrei. Software, Prozessor und komplizierte Innovation Ausgestattet wurde das HTC U12+ mit 6 GB Arbeitsspeicher und mit einem Qualcomm Snapdragon 845-Prozessor, welcher für ordentlich Tempo sorgt. Grafik- und leistungsintensive Spiele wie das Rennspiel Asphalt 8: Airborne, laufen tadellos und ohne Probleme. Auch sonst bietet das Smartphone mit dem Android 8.0 Oreo-Betriebssystem keinerlei Grund für Beanstandungen. Webseiten bauen sich sehr schnell auf, das Scrollen verläuft flüssig und ohne Ruckeln.

Auch der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite und die Gesichtserkennung entsperren das U12+ rasend schnell. Problematisch ist die Gesichtsentsperrung beim Tragen einer Sonnenbrille. Auch nach mehreren Versuchen konnte das Gerät das Gesicht nicht erkennen und verwies auf den Fingerabdrucksensor.

Als ebenfalls problematisch stellt sich im Test das HTC-eigene-Feature Edge Sense 2 heraus. Mit dieser Funktion, welche eine Weiterentwicklung der bereits im U11 verbauten ist, lassen sich über die Touch-sensitiven Metallränder verschiedene Funktionen aufrufen. Diese kann man vorher ganz individuell festlegen.

Um beispielsweise die Kamera-App zu starten ohne aber das Handy entsperren zu müssen, muss man nur an beiden Seiten den Metallrand am Display drücken. Um ein Foto zu machen, einfach erneut drücken. Jedoch ist das Drücken Gewohnheitssache und man braucht lange Zeit, um den richtigen 'Druck' zu finden. Auch die 'Doppelt-Antippen-Aktion' hat sich im Test als kompliziert herausgestellt.

Diese ermöglicht es beispielsweise in den Einhandmodus zu wechseln, eine schwebende Navigationsleiste zu öffnen oder einen Screenshot zu erstellen. Jedoch führte das Drücken im Test immer nur zu zwei Aktionen, das Öffnen der Kamera und der Wechsel in den Einhandmodus. Die Edge Sense-Funktion ist eine durchaus gut gemeinte, aber in der Ausführung zu komplizierte, die fast nie zu den gewünschten Inhalten geführt hat. Einzig der Schnellzugriff auf die Kamera ist durchaus praktisch und hat immer funktioniert.

HTC U12+

Eine kleine Übersicht auf die Programme im HTC U12+.
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Kamera mit Wow-Effekt

Schon bei dem U11 pries HTC seine Kamera als die "am besten bewertete Kamera aller Zeiten" an. Bei dem U12+ möchte sich das Unternehmen natürlich nicht die Blöße geben und musste sich was einfallen lassen, um eine noch bessere Kamera zu verbauen. Diese kommt in Form einer Dual-Kamera mit zwei Sensoren. Die Weitwinkel-Kamera löst mit 12 Megapixel auf und bei der zweiten handelt es sich um eine Tele-Kamera mit 16 Megapixel.

Das Menü für die Kamera ist äußerst übersichtlich gestaltet, der HDR-Modus ist voreingestellt und HTC empfiehlt, diesen beizubehalten. Außerdem kann man zwischen verschiedenen Bildformaten wählen, dazu zählen die Formate 1:1 und 16:9, in denen das Bild mit 9 Megapixel aufgelöst wird, die Standardeinstellung 4:3 und einer Auflösung von 12 Megapixel, und das 18:9-Format mit einer Auflösung von 8 Megapixel. Ebenso kann man leicht zwischen Front- und Hauptkamera wählen, die Videoaufnahme starten oder in den Portrait-Modus wechseln. Ein besonderes, aber auch recht überflüssiges Gimmick in der Kamera, sind die AR-Sticker. Mit diesen kann man seinem Selfie oder anderen Gesichtern die man fotografiert, lustige bewegte Tiergesichter oder andere Spielereien hinzufügen. Ein 'Spaß', den viele Nutzer sicherlich von anderen Kamera-Apps oder sozialen Netzwerken wie Snapchat kennen.

Neben dem übersichtlichen Menü ist auch die Schnelligkeit beim Auslösen hervorzuheben. Unmittelbar nach dem Drücken des Kamera-Buttons wird das Motiv schnell fokussiert und ausgelöst. Die Farben auf den Bildern sind natürlich, nicht grell und somit realistisch. Auch beim Hereinzoomen ist der Qualitätsverlust einzelner Details geringer, als bei vielen Kameras der Konkurrenz.

HTC U12+

Die Dual-Kamera und der LED-Blitz.
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Der Bokeh-Effekt überzeugt nicht nur durch die Qualität an sich. Im Test ist besonders positiv aufgefallen, dass dieser auch noch modifizierbar ist. Das Scharfstellen beziehungsweise Weichzeichnen des Hintergrunds obliegt so dem Fotografen. Weiterhin gut gefallen hat, dass der Portrait-Modus auch über die Dual-Kamera auf der Vorderseite funktioniert.

Diese löst mit 8 Megapixel auf und bietet dem Nutzer einiges an Extras, welche man bei teureren Konkurrenten nicht findet. Dazu zählen beispielsweise ein HDR-Boost, ein 84-Grad-Weitwinkelsichtfeld, die Selfie-Panorama-Funktion und Live-Make-Up. Mit letzterem kann man seine Bilder schon vor dem Auslösen bearbeiten und sich sein Gesicht schmaler zaubern, die Augen etwas größer erscheinen oder einfach nur ein paar Falten verschwinden lassen. Sicherlich für viele auch ein recht überflüssiges Feature, aber eines, das Spaß macht.

Ebenfalls lässt sich für beide Kameras auswählen, ob die Bilder als JPEG oder im RAW-Format abgespeichert werden, also ohne Bearbeitung als Rohdatei.

Doch nicht nur Bilder schießen macht mit dem U12+ Spaß. Auch die Videoaufnahmen in 4K sind beeindruckend. Das Zoomen beim Filmen klappt ohne Probleme und vier Mikrofone sorgen für Surround-Sound der eigenen bewegten Aufnahmen. Testbilder Auch bei dem HTC U12+ haben wie die Kamera wieder unserem üblichen Test ausgesetzt und zunächst ein Bild mit guten Lichtverhältnissen und Blitz gemacht. Die Farben der Quadrate und der Rose wirken dabei natürlich und auch die Struktur der Tapete ist deutlich erkennbar. An keiner Stelle wirkt es, als würden Ränder der Quadrate oder der Blume verschwimmen und unscharf werden. Besonders gut und detailreich ist dabei die Rose zu sehen. Jedes einzelne Blatt ist scharf und die Blüte ist deutlich in all ihren Einzelheiten zu erkennen. Beim Hereinzoomen verlieren die Blätter kaum an Schärfe, ebenso wenig die Struktur der Tapete. Auch die Farbquadrate bleiben an den Rändern scharf und scheinen im Gegensatz zu manch anderen Geräten nicht zu zerlaufen.

Etwas anders verhält es sich hingegen bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Blitz. Die Farben haben etwas an Intensität verloren und speziell das gelbe Quadrat mutet in der oberen rechten Ecke etwas verschwommen an. Ebenfalls nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar ist die Struktur der Tapete. Die Rose ist noch gut erkennbar, auch die Blätter sind nach wie vor klar zu sehen. Die Blüte hat allerdings etwas an Detailreichtum verloren und alles in allem wirkt die Rose etwas krisselig. Trotzdem ist der Gesamteindruck des Bildes nach wie vor durchaus zufriedenstellend.

Überraschend ist auch wieder der Blick auf die Details beim Hereinzoomen. Insgesamt gibt es vor allem bei den Farben ein Rauschen zu verzeichnen, doch die Motive des Bildes sind nach wie vor sehr gut zu erkennen. Der Farbverlauf des gelben Quadrates hat nicht zugenommen und auch andere Details sind noch immer ansehnlich.

Ordentliche Fotos macht auch die Dual-Kamera auf der Vorderseite. Im Tageslicht sind die Gesichtskonturen gut zu erkennen und die Farben werden natürlich dargestellt. Einzig die Haare wirken nicht sonderlich scharf und scheinen bereits bei normaler Darstellung miteinander zu 'verschmelzen'. Einzelne Haare wie etwa auf dem Kopf sind schon recht unscharf. Deutlicher wird dies, sobald man in das Bild hereinzoomt. Trotzdem ist der Qualitätsverlust nicht so groß wie man erwarten würde. Die Konturen des Gesichtes bleiben erkennbar und auch das Verschwommene der Haare nimmt nicht weiter zu.

HTC U12+

Die Dual-Front-Kamera bei dem HTC U12+.
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Ein bisschen dunkel hingegen fällt das Selfie mit Blitz aus. Der Bildschirm gibt nicht genügend Helligkeit ab, um das Gesicht komplett auszuleuchten, die Haare wirken größtenteils wie eine Masse, einzelne Haare am Pony sind nur verschwommen zu erkennen. Auch die Gesichtskonturen sind nicht ganz so detailliert wie beim dem Bild im Tageslicht. Zoomt man in das Foto herein, wirkt alles etwas verschwommen, jedoch ist auch das hinnehmbar und akzeptabel.

Satter BoomSound

Ausgestattet mit dem HTC BoomSound Hi-Fi-Edition ist das U12+ ein adäquater Ersatz für vergessene Boxen. Der Sound wird nicht nur laut wiedergegeben, auch Höhen, Tiefen und Bässe sorgen für einen sehr guten Klang. Auch bei Serien und Filmen begeistert der Ton. Selbst Action-Filme, deren Sound immer besonders ausgefeilt und vielschichtig ist, und am besten im Kino oder mit einer guten Heimkinoanlage klingt, sind bild- und tontechnisch sehr gut zu genießen.

Auch bei Spielen ist der Sound nicht mit einem Qualitätsverlust verbunden und der HTC Boomsound macht einen wirklich guten Job.

HTC U12+

Das HTC U12+ ist beeindruckend.
HTC

Fazit Mit dem U12+ ist HTC ein durchaus großer Wurf gelungen. Das Display beeindruckt ebenso wie die Geschwindigkeit von Prozessor und Betriebssystem. Der Boomsound, der seit dem One (M9) stetig verbessert wurde, sorgte ebenso für Begeisterung, wie das wertige Design. Richtig auftrumpfen kann der taiwanesische Hersteller vor allem aber mit der Kamera, die im Test klare scharfe Bilder geschossen hat und leicht zu bedienen ist.

Weniger gelungen ist die Edge-Sense-2-Funktion, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt, da der Nutzer selber entscheiden kann, ob er die Funktion einstellt oder nicht. Wer sich aber über einen längeren Zeitraum damit befasst, könnte auch damit durchaus glücklich werden. Im Test als wirklich störend stellten sich nur zwei Punkte heraus. Der Akku enttäuscht bei intensiverer Nutzung, da er sich schnell entlädt.

Auch die Haptik und das Handling sorgen für nicht ganz so viel Begeisterung. Erstes ist durchaus mehr als gelungen. Das U12+ fasst sich anfangs toll an und neben dem Design spürt man, wie wertig das Smartphone ist. Allerdings ist die Glasrückseite schneller mit Fingerabdrücken und Schlieren übersät als andere Geräte und sie scheint auch nicht kompatibel mit der Handinnenfläche zu sein, denn nach kürzester Zeit fängt das Smartphone an, aus der Hand zu rutschen. Hier empfiehlt es sich dringend, eine Schutzhülle zu verwenden, um das Rutschen zu vermeiden und die schicke Rückseite länger hübsch aussehen zu lassen.

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Dominik Haag

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  1. HTC U12+ im Test
  2. Drei empfindliche Tasten
  3. Kamera mit Wow-Effekt
  4. Satter BoomSound

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