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18.12.2017 - 08:30
Individuell

Drin, drauf oder drum: Den passenden Kopfhörer finden

Kriterien zur Wahl des richtigen Kopfhörers

Mit Kabel oder ohne. In-Ear, On-Ear und Over-Ear. Die Auswahl an Kopfhörern ist riesig. Und das ist auch gut so: Denn Musikvorlieben und Einsatzs­zenarien sind oft grund­verschieden. Wer weiß, worauf er achten muss, wird aber sicher sein Modell finden. In-Ear

In-Ear-Kopfhörer

In-Ear-Kopfhörer sind praktisch für unterwegs.
teltarif.de

Bei der Bauform gibt es traditionell drei Varianten. In-Ear-Kopfhörer stecken direkt im Ohr. Die Membran sitzt deshalb deutlich näher am Trommel­fell und ist kleiner als bei anderen Modellen. Besonders wichtig ist bei In-Ears eine perfekte Pass­form, denn der Kopf­hörer darf zum Beispiel beim Laufen nicht heraus­fallen. "Gute Modelle dichten den Gehör­gang komplett ab und lassen keinen Schall nach draußen", erklärt Peter Knaak von der Stiftung Warentest. In-Ear-Kopfhörer sind leicht, praktisch für unterwegs oder beim Sport und deshalb weit verbreitet. On-Ear Die größeren On-Ear-Kopfhörer liegen dagegen mit dem Polster auf dem Ohr auf, ermöglichen aber noch einen Wärme­austausch. "Dadurch wird es am Ohr nicht zu warm und beim Hören eventuell angenehmer", so Knaak.

Aufgrund der größeren Membran haben On-Ear-Kopfhörer tendenziell ein anderes Klang­bild. "Je größer die Membran, desto größer der Raum­klang", erklärt Ralf Wilke vom Online-Magazin Kopfhoerer.de. Ob am Polster Leder, Kunstleder oder textiles Material angenehmer ist, sollte jeder Hörer vorher selbst testen. On-Ears sind meist klappbar und deshalb auch hinreichend praktisch für unterwegs. Over-Ear Over-Ear-Kopfhörer umschließen das Ohr komplett und bieten dadurch eine natürliche, passive Dämmung: Außen­geräusche werden allein durch die Bauform schon etwas abgeschirmt. Offen oder geschlossen: Verschiedene Bauweisen In der Bauweise der Over-Ear-, aber auch der On-Ear-Kopfhörer gibt es noch weitere Unterscheidungen: Akustisch offen konstruierte Modelle klingen am natürlichsten. "Je mehr Luft durch den Kopfhörer kommt, desto besser ist der Klang", erklärt Knaak. Dafür schirmen sie weniger Außen­geräusche ab. Der Gegen­entwurf sind akustisch geschlossene Kopf­hörer, die etwa in Studios verwendet werden. Als Misch­form gibt es inzwischen oft auch akustisch halb­offene Kopfhörer. Über alle Bau­formen hinweg wird die aktive Geräusch­reduktion immer beliebter. "Mit einer elektronischen Schaltung kann der Ton bearbeitet und Außen­geräusche können komplett ausgeblendet werden", erklärt Ralf Wilke. Ein Trend, der ebenfalls bei allen Bauformen zu beobachten ist, sind kabellose Modelle. "Die Bluetooth-Konstruktion ist jedoch schwer und braucht Platz", sagt Wilke. Wasserfeste Kopfhörer Nicht nur für Wasser­sportler beim Schwimmen oder Tauchen interessant sein können wasserfeste Kopf­hörer. Dieses Feature wird künftig immer wichtiger, prognostiziert Timm Lutter, Bereichs­leiter für Verbraucher­elektronik beim IT-Branchenverband Bitkom. Und: "Kabellose Kopfhörer und Noise Cancelling werden Standard", erwartet Lutter. Zudem sagt der Experte voraus, dass die Modelle noch kleiner und intelligenter werden - etwa durch personalisierte Geräusch­unterdrückung oder integrierte Sensoren. Das Wichtigste: Der Klang

Katzenkopfhörer

Kaum etwas ist so individuell wie der eigene Kopfhörer.
picture alliance / dpa

Wie Kopfhörer klingen, können die Hersteller unter anderem über die Auswahl der Schall­wandler und die Gestaltung der Hör­kammern beeinflussen. Idealtypisch sollte ein Kopf­hörer den Klang über alle Frequenzen hinweg gleich gut und ausgewogen abbilden, um das Gesamt­bild beim Hören nicht zu verzerren. Experten sprechen dann von einem sogenannten neutralen Modell. Es gibt auf dem Markt aber auch zahlreiche bass­betonte Kopf­hörer, wie sie etwa von Hip-Hop-Fans geschätzt werden. "Eine spezielle Wiedergabe für bestimmte Frequenzen ist etwas für echte Musik­liebhaber", sagt Lutter.

Falls möglich, lohnt es sich immer, einen Kopf­hörer vor dem Kauf anzuprobieren und probezuhören. "Denn Kopf­hörer sind unglaublich individuell", betont Peter Knaak. Das gelte sowohl für die Pass­form als auch für den Klang. Der Waren­tester rät deshalb dazu, Kopfhörer im Laden mindestens 30 Minuten zu testen. Ganz wichtig dabei: die eigene, bekannte Musik mitzubringen. "Die Vorführ-CDs im Laden klingen selbst mit einem Kofferradio toll", erklärt Knaak den Hintergrund. Nischenprodukte: Knochenschall und Bluetooth Im Kopfhörer-Segment tummeln sich auch Nischenprodukte: Bei Kopf­hörern mit einer sogenannten Knochen­leitung wird keine Membran am Ohr verwendet, sondern quasi der Schädel­knochen genutzt, um den Ton zum Hör­zentrum zu leiten. "Klang und Tragekomfort sind bisher nicht gut", urteilt Peter Knaak von der Stiftung Warentest. Ebenfalls ein Nischenprodukt sind Bluetooth-Hörgeräte, die zum Beispiel auch Musik von Smartphone & Co empfangen können.

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dpa / Florian Krockert

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