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26.03.2020 - 16:20
Abgesagt

Hannover Messe und Twenty2X fallen aus

Verschiebung beider Termine auf das Jahr 2021

Die Hannover Messe als größte Indus­trie­messe der Welt fällt dieses Jahr wegen des Coro­navirus aus. Einrei­sebe­schrän­kungen, Kontakt­verbote und eine Verfü­gung der Region Hannover machten die Ausrich­tung unmög­lich, teilte die Deut­sche Messe am heute mit. Vor drei Wochen war die ursprüng­lich für Ende April geplante Messe bereits auf Mitte Juli verschoben worden. Nun findet das Bran­chen­treffen, für das rund 6000 Aussteller aus 70 Ländern ange­kündigt waren, erst 2021 wieder statt.

"Unsere Aussteller und Partner sowie das gesamte Team haben mit allen Kräften für die Durch­führung gekämpft", sagte Messe-Chef Jochen Köckler. "Heute müssen wir aber einsehen, dass die Ausrich­tung der welt­weit wich­tigsten Indus­trie­messe in diesem Jahr nicht möglich sein wird." Absage "leider alter­nativlos"

Die Hannover Messe wird auf 2021 verschoben

Die Hannover Messe wird auf 2021 verschoben
Bild: Messe Hannover

Nieder­sach­sens Wirt­schafts­minister Bernd Althus­mann (CDU) sagte, die Absage sei "leider alter­nativlos". Ange­sichts der Corona-Krise sei es "mehr als unwahr­schein­lich" gewesen, dass insbe­sondere Aussteller aus den beson­ders von dem Virus betrof­fenen Ländern Italien, USA und China in diesem Sommer nach Hannover gekommen wären.

Auch die IT-Messe Twenty2X in Hannover, die dieses Jahr ihre Premiere feiern sollte, wurde abge­sagt. Sie war zunächst von März auf Ende Juni verschoben worden, dieser Termin ließ sich jetzt aber nicht mehr halten. Die Premiere findet nun erst vom 9. bis 11. März 2021 statt.

Nach Angaben der Veran­stalter fällt die Hannover Messe zum ersten Mal in ihrer 73-jährigen Geschichte aus. Als Ersatz für die Zeit bis zur nächsten Auflage vom 12. bis 16. April 2021 soll ein digi­tales Programm dienen. Unter anderem sind Live­streams mit Inter­views, Podi­umsdis­kussionen und Präsen­tationen geplant. "Der Bedarf an Orien­tierung und Austausch ist beson­ders in Krisen­zeiten wichtig", sagte Köckler. "Deshalb arbeiten wir gerade mit Hoch­druck an einer digi­talen Infor­mations- und Netz­werk­platt­form der Hannover Messe, die wir schon in Kürze für unsere Kunden öffnen werden."

Die Coro­navirus-Krise trifft die deut­sche Indus­trie heftig. Die Umsätze gehen in vielen Berei­chen spürbar zurück, zu den Folgen zählen Liefer­engpässe, Produk­tions­stopps und Kurz­arbeit. "Die Maschi­nenbau­indus­trie muss sich jetzt darauf konzen­trieren, die Folgen der Pandemie in den eigenen Betrieben abzu­federn, um anschlie­ßend wieder durch­starten zu können", sagte der Haupt­geschäfts­führer des Verbands Deut­scher Maschinen- und Anla­genbau (VDMA), Thilo Brodtmann.

Ein herber Schlag ist die Absage der Messe zudem für Hote­liers und Gastro­nomen in Nieder­sachsen. Der Haupt­geschäfts­führer des Verbands Dehoga, Rainer Balke, hatte schon nach der Verschie­bung von einem "Super-Gau" für die regio­nale Branche gespro­chen.

Zur Hannover Messe hatten sich auch IT-Konzerne wie Google, Amazon, Huawei, SAP und Micro­soft ange­meldet. Part­nerland sollte in diesem Jahr Indo­nesien sein, dessen Präsi­dent Joko Widodo zur Zeit der Ausstel­lung Deutsch­land besu­chen wollte.

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dpa /

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