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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 13.11.18
Zoom und Blitz

Handy-Kameras: Alles zu Zoom und Lichtverhältnissen

Fast kein Handy kommt mit optischem Zoom

Die meisten Handy-Kameras haben kein optisches Zoom-Objektiv. Statt­dessen wird mit einem x-fachen Digital-Zoom geworben. Das ist jedoch nichts anderes als eine Ausschnitts­vergrößerung des Bildes. Entsprechend nimmt die Auflösung ab. Wer die Dinge wirklich "heranholen" will, benötigt dafür einen optischen Zoom. Auf diesen verzichtet aber die große Mehrheit der aktuellen Smartphones, um flachere Bauformen zu ermöglichen. Als Ersatz für den optischen Zoom schrauben die Hersteller bei manchen Top-Modellen die Auflösung kräftig nach oben, damit beim digitalen Zoomen noch annehmbare Bilder entstehen.

Dual-Kamera von Leica beim Huawei Mate 10 Pro

Dual-Kamera von Leica beim Huawei Mate 10 Pro
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein

Zusammenhang zwischen Zoom, Blende und Sensor Bei Zoom-Kameras sind mehrere Linsen verbaut, und die relative Position der Linsen bestimmt die jeweilige Vergrößerung. Hier kommt es dann darauf an, wie groß die Blende von außen betrachtet aussieht. Ist diese unabhängig von der Zoom-Einstel­lung immer gleich groß, nehmen die Blenden­zahl und die Beugungs­problematik proportional zum Zoomfaktor zu, während die Lichtmenge entsprechend abnimmt. Bei manchen Superzoom-Kameras scheint die Blende mit zunehmender Zoom-Einstellung immer größer zu werden. Dort nimmt die Blenden­zahl dann entsprechend geringer oder gar nicht ab, dafür wird am Anfang des Zoom-Bereichs die gesammelte Lichtmenge nicht von der großen Frontlinse, sondern von einer der dahinter liegenden, deutlich kleineren Linsen bestimmt.

Dieselbe Information ergibt sich auch aus der Kombi­nation von Blenden­zahl(en) und Sensor­größe. Je kleiner die Blendenzahl und je größer der Sensor, desto besser. Eine Blende f/2,8 ist durchaus realistisch, mit einem großen Sensor darf man ein gutes Bild erwarten. Ein f/2,8-8-Zoom vor einem kleinen Sensor wird in der Teleeinstellung bei Blende 8 jedoch arge Probleme haben. Blitzlicht und Restlichtverstärker Zur Ausstattung gehören bei vielen Kamera-Handys auch bereits ein Software-basierter Restlicht­verstärker und/oder ein eingebautes Blitz­licht für Aufnahmen unter ungünstigen Licht­verhältnissen. Doch handelt es sich bei letzterem zumeist um einen LED-Flash, der eine geringe Reichweite hat. Die Restlicht­verstärker entrauschen das Bild zumeist auf Kosten der Schärfe. Qualitativ höherwertige Kamera-Handys haben zuweilen einen kameraüblichen Elektronen­blitz. Handy-Bauform gibt Hinweise auf Qualität der Kamera Rückschlüsse auf die Qualität der eingebauten Kamera kann der Handy-Nutzer aus dem Aufbau des Mobiltelefons ziehen. Den effektiven Blenden­durchmesser, und damit den entscheidenden Wert für Lichteinfall und Beugung, kann man meist sehr gut erkennen, wenn man in die Kamera schaut. Aber Vorsicht: Hier nicht auf die Größe der Glasabdeckung schauen, sondern auf die der kugeligen Linse in der Mitte davon!

Größere Linsen und größere Sensoren - mit entsprechend besserem Rausch­verhalten und größeren Pixeln - benötigen höhere Bau­tiefen. Ist das Handy an der Stelle, an dem die Kamera verbaut ist, nur wenige Millimeter dick, spricht das für einen kleinen Sensor mit entsprechenden Problemen. Davon sollte ein Handy-Käufer, der die Kamera als Ersatz für seine Kompakt-Kamera einsetzen will, Abstand nehmen. Bei einigen Handys finden sich jedoch deutliche Verdickungen an der Kamera, oder bei eingeschalteter Kamera­funktion fährt gar ein Objektiv aus. Das sind Indizien dafür, dass der Sensor im Vergleich zu anderen Modellen größer ist. Im Zusammen­hang mit einer nicht übertrieben hohen Megapixel-Anzahl kann der Käufer so eine gute Wahl für ein Kamera-Handy treffen.

Einen Kameratest mit den jeweils aktuellen Top-Smartphones finden Sie übrigens in unserem großen Kamera-Vergleich. Gute Fotos brauchen Platz Wer Fotos in brauchbarer Qualität aufnehmen möchte, sollte auch darauf achten, dass das Handy genug Speicherplatz bietet. Denn was nützt die beste Kamera, wenn schon nach wenigen Aufnahmen wieder Schluss ist? Viel-Fotografierer sollten darauf achten, dass das Handy einen Wechselspeicher bietet. Es gibt also einiges zu beachten, wenn man das richtige Kamera-Handy für sich finden möchte.

Handy-Kamera: Tipps und Ratgeber

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