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29.08.2011 - 12:18
falsch

Google: Falscher Link bei der Staatsanwaltschaft Hamburg

Google Maps verlinkte Schmähseite statt offizielle Webseite

Google hat sich bei der Hamburger Staatsanwaltschaft dafür entschuldigt, dass der Adresseintrag der Behörde beim Internetdienst Google Maps über Wochen einen Link auf eine Schmähseite trug. Hintergrund sei wahrscheinlich ein Computerfehler bei der automatisierten Suche nach einer Internetadresse der Staatsanwaltschaft gewesen, so Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber NDR Info. "Dabei spielen Keywords, also Schlüsselbegriffe, eine große Rolle. Und so kam es eben, dass hier die falsche Webseite angezeigt wurde", so Keuchel. Möglicherweise war auf der Schmähseite der Begriff "Staatsanwaltschaft Hamburg" häufiger zu finden als auf der echten Internetseite der Behörde - was den Google-Rechner in die Irre führte. Private Seite befasst sich mit entlassenem Polizeibeamten

Der Eintrag der Staatsanwaltschaft Hamburg enthielt einen Schmäh-Link

Der Eintrag der Staatsanwaltschaft Hamburg enthielt einen Schmäh-Link
Screenshot: teltarif.de

Zunächst schien es, dass der Betreiber der Seite, ein Hamburger Privatmann, den Link zum Adresseintrag der Staatsanwaltschaft selbst hinzugefügt haben könnte. Die private Internetseite befasst sich mit dem Fall eines aus dem Dienst entlassenen Polizeibeamten und prangert in diesem Zusammenhang das Verhalten der Staatsanwaltschaft Hamburg an. Die Seite ist aktuell nicht mehr erreichbar.

Der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers, war deshalb auch nur wenig erfreut: "Die Staatsanwaltschaft nimmt solche Ankoppelungen auf fremde Webseiten überhaupt nicht hin. Dadurch entsteht eine Prangerwirkung. Der müssen wir entgegentreten." Möllers Behörde habe sich daraufhin an die Hamburger Deutschland-Niederlassung von Google gewandt, damit "dieser Link unter unserer Adresse beim Anklicken von Google Maps verschwindet und nicht mehr auftaucht." Erst im Zuge einer internen Überprüfung bei Google fand sich dann die tatsächliche Ursache. Die Staatsanwaltschaft jedenfalls ist inzwischen zufrieden - darüber, dass der Schmählink entfernt wurde und der Internetriese sich entschuldigt hat.

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Thorsten Neuhetzki

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