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02.07.2013 - 13:57
Explosion

Drei Glonass-Navigations-Satelliten bei Start zerstört

Navigationssatelliten sollten ältere Vorgänger ersetzen

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Das russische Navigationsprogramm Glonass hat heute beim Start einer Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan drei neue Satelliten verloren. Die Rakete vom Typ Proton M war wenige Sekunden nach dem Start explodiert. Mit ihr gingen auch die drei Satelliten in Flammen auf. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti, entsprechende Video-Mitschnitte des Raketenstarts untermauern den Absturz. Gegenüber RIA Novosti äußerten Experten die Vermutung, dass die Ursache des Absturzes in einem Triebwerksfehler der ersten Raketenstufe liegen dürfte. Es wurde eine Kommission zur Untersuchung der Ursache des Absturzes gebildet.

Die drei Satelliten sollten im All drei ihrer Vorgänger ersetzen, die am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Das System ist zwar erst sein Ende 2011 weltweit nutzbar, existiert jedoch schon viel länger. 2006 beschloss man, das System für die zivile Nutzung freizugeben. Zuvor war das einst schon einmal weltweit funktionierende System durch den Zerfall der Sowjetunion auf nur noch sieben Satelliten zurückgefahren worden. Zum weltweiten Betrieb benötigt Glonass jedoch, wie auch GPS, 24 Satelliten. Vier von ihnen müssen von den Empfängern gleichzeitig "sichtbar" sein. Der älteste im All aktive Satellit stammt aus dem Jahr 2004. Unklar ist, wie die entsprechenden Satelliten nun ersetzt werden sollen und in welchem Zeitraum das geschehen muss. Viele Smartphone unterstüzen Glonass

Die Proton-Rakete einige Tage vor dem Start.

Die Proton-Rakete einige Tage vor dem Start.
Foto: dpa

Viele Smartphones werden inzwischen nicht nur mit einem Chip für GPS, sondern auch mit einem Glonass-Empfänger ausgestattet. Je nach App und Smartphone kann so die Genauigkeit des eigenen Standortes präziser sein. Das europäische System Galileo hingegen befindet sich noch immer in der Warteschleife. Aktuell wird von einem Start im kommenden Jahr ausgegangen - allerdings in einer Light-Variante. Die finale Galileo-Version ist wohl nicht vor Ende des Jahrzehnts zu erwarten.

Wenn Sie ein Smartphone suchen, das nicht nur GPS, sondern auch das russische Glonass-System unterstützt, werfen Sie einen Blick in unsere Handydatenbank. In den Datenblätten eines jeden Handys finden Sie die Information, ob das Handy neben GPS auch Glonass unterstützt. Der Absturz im Video

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