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13.06.2019 - 18:03
Smart Speaker

Test: Gigaset Smart Speaker L800HX mit Amazon Alexa

Lautsprecher mit integrierter Sprachassistenz

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gigaset L800HX im Test
  2. Tele­fonieren, Audio­strea­ming und Fazit
  3. Alles auf einer Seite lesen

Ein weiterer Laut­spre­cher mit einge­bauter Sprachas­sistentin wäre für ein Unter­nehmen, das seine Ursprünge in der Herstel­lung schnur­loser Tele­fone hat, wohl etwas wenig. Deshalb hat Gigaset auch gleich ein DECT-Telefon in den Laut­spre­cher inte­griert. So lässt sich dieser per Sprach­befehl auch als Frei­sprech­telefon benutzen. Wie gut das in der Praxis funk­tioniert, haben wir getestet.

Der neue smarte Laut­spre­cher L800HX von Gigaset ist ein statt­liches Gerät. Deut­lich größer als der Amazon Echo der 2. Genera­tion und wuch­tiger als ein Google Smart Speaker. Bezogen ist das beige­farbene Gerät mit schi­ckem grauem Stoff. Unten lugt ein oran­genes Stoff-Fähn­chen mit Gigaset-Logo hervor. Anschlüsse und Funk­tions­tasten Auf der Rück­seite verfügt das Gerät über Anschlüsse für das Netz­teil sowie eine 3,5-mm-Buchse zum Anschluss einer externen AUX-Quelle. Daneben befindet sich noch ein Reset-Knopf, falls das Gerät mal zurück­gesetzt werden soll. Auf der Ober­seite befinden sich neben den obli­gato­rischen Buttons für die Laut­stärke sowie die Mic-Off-Taste zudem eine Tele­fontaste und eine soge­nannte Modus-Taste. Dazu später mehr. Was optisch an den kleinen Mikrofon-Löchern auf der Ober­seite auffällt: Anders als der klas­sische Amazon Echo verfügt der Gigaset Smart Speaker LH800HX nur über drei statt sieben einge­bauter Mikro­fone. Ob das ein Nach­teil bei der Stim­merken­nung oder Klang­qualität bei Tele­fonaten ist, wird der Test zeigen.

Die Beson­derheit: Für einen Verkaufs­preis von aktuell 199 Euro wird der smarte Laut­spre­cher dank inte­griertem DECT Modul zur Frei­sprech­anlage. Das Gerät ist kompa­tibel mit herkömm­lichen DECT Routern der AVM Fritzbox oder Telekom Speed­port und wird wie ein DECT Mobil­teil verbunden und einge­richtet.

Der Gigaset Lautsprecher auf dem Wohnzimmertisch

Stoff ist in Mode. Deshalb setzt auch Gigaset bei seinem smarten Lautsprecher auf einen Stoffbezug. Als Gimmick lugt ein orangenes Fähnchen mit Firmenlogo unten raus.
Gigaset

Die Entfer­nung zur Basis­station sollte dabei je nach Beschaf­fenheit der Wohnung 50 Meter nicht über­schreiten. Der beispiels­weise bei der Fritzbox einstell­bare DECT-ECO-Modus zur Absen­kung der Strah­lungs­leis­tung bei Nicht-Benut­zung wird aller­dings nicht unter­stützt.

Im WLAN kann der Laut­spre­cher sowohl über 2,4 als auch 5 GHz verbunden werden. Unter­stützt werden die WLAN-Stan­dards 802.11 a/b/g/n/ac. Das inte­grierte Blue­tooth-Modul für Musik­strea­ming via Smart­phone ist mit dem nicht mehr ganz so frischen, aber völlig ausrei­chenden Blue­tooth-4.1-Stan­dard ausge­stattet. Auch nicht ganz unwichtig zu wissen: In unserem Test verbrauchte der smarte Laut­spre­cher bei akti­viertem DECT Modul und WLAN etwa 3,2 Watt im Ruhe­modus. Instal­lation Für den Test haben wir von Gigaset ein Vorse­rien­modell zur Verfü­gung gestellt bekommen. Beim ersten Einschalten meldete sich Alexa noch auf Englisch. Ein Firm­ware­update brachte das Gerät nach der Instal­lation dann aber problemlos auf den aktu­ellen Stand.

Die Anbin­dung in das lokale Netz­werk erfolgt über die „Gigaset L800HX Compa­nion App“ aus den Apps­tores für iPhone und Android und funk­tioniert wie üblich: Erst erstellt der Laut­spre­cher ein eigenes WLAN Netz. Man verbindet das Smart­phone mit eben diesem lokalen WLAN, wählt dann das eigent­liche Netz aus und fügt das entspre­chende Pass­wort hinzu. Die Verbin­dung wird wieder getrennt und der Smart Speaker verbindet sich dann mit dem Heim­netz. Hier ist es natür­lich wichtig darauf zu achten, dass der Router zu Hause für den Moment so einge­stellt ist, das neue Geräte auch zuge­lassen werden.

Eine Beson­derheit der App: Es kann zu Beginn ein Pass­wort vergeben werden. Dieses wird dann nötig, wenn die Konfi­gura­tion geän­dert werden soll. So kann die App auf einem anderen Smart­phone zwar genutzt werden, der User kann dort aber ohne das Pass­wort keine Ände­rungen an der Konfi­gura­tion vornehmen. Gut zur Nutzung mit mehreren Personen in einem Haus­halt.

Screenshot FritzBox Oberfläche DECT Schnurlostelefone

Der Smart Speaker von Gigaset wird an einen DECT Router wie ein herkömmliches Mobilteil angeschlossen. Interne Gespräche sind ebenfalls möglich.
Screenshot

Um die Alexa-Funk­tionen zu nutzen, muss die App den Speaker mit einem gültigen Amazon Alexa-Konto verbinden. Dazu sollte auf dem Smart­phone die Amazon Alexa-App bereits instal­liert sein. Die Tele­fonie-Funk­tionen via DECT werden dann zusammen mit dem jewei­ligen DECT-Router akti­viert. Dazu muss der Router entweder über eine DECT-Taste am Gerät oder im Menü nach dem neuen Schnur­loste­lefon suchen. Bei der AVM Fritzbox geht das im Menü Beispiels­weise über DECT – Schnur­loste­lefone – Neues Gerät einrichten. Die Box sucht dann nach einem neuen Mobil­teil. In der Gigaset App fügt man unter­dessen unter dem Menü­punkt DECT – Anmelden ein neues Gerät hinzu. Vorher sollte man sich die vier­stel­lige PIN der Basis­station gemerkt haben. Im Auslie­ferungs­zustand ist das bei vielen Geräten 0000.

Wie komfor­tabel lässt es sich mit dem smarten Laut­spre­cher tele­fonieren? Mehr dazu auf der Folge­seite.

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