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08.07.2018 - 14:01
Gigabit Powerline

Internet im ganzen Haus: Was leisten aktuelle Gigabit Powerline-Adapter?

AVM, Devolo und TP-Link im großen Vergleichstest

Inhaltsverzeichnis:

  1. AVM, Devolo und TP-Link im Powerline-Vergleichstest
  2. Powerline Installation und Verschlüsselung im Stromnetz
  3. Theorie vs. Praxis: Wie hoch ist die erreichbare Datenrate wirklich?
  4. Bandbreitenfresser identifizieren: Datenrate im Powerline-Netzwerk optimieren
  5. Der Härtestest: Powerline bis in den Keller & Fazit
  6. Alles auf einer Seite lesen

Powerline-Adapter ersparen das lästige Verlegen von Netzwerkkabeln und vereinfachen die flächendeckende Ausleuchtung aller Räume mit WLAN. Für unseren Test galt es, eine Stadtwohnung in einem Mehrparteienhaus mit schnellem Internet zu versorgen. Drei Zimmer, Küche, Bad sowie ein Keller, mehrere Etagen tiefer. Ziel war es, in allen Räumen schnelles Internet zu etablieren, per Kabel oder WLAN. Überall sollte die Erreichbarkeit so gut sein, dass Videostreams ruckelfrei laufen, aber auch größere Datenmengen von Computer zu Computer übertragen werden können. Gigabit Powerline von Devolo, TP-Link und AVM Für unseren Test haben wir drei Gigabit-Powerline-Sets von den deutschen Herstellern Devolo und AVM sowie dem chinesischen Unternehmen TP-Link getestet. Alle liegen preislich zwischen 100 und 150 Euro und suggerieren auf der Verpackung theoretische Bandbreiten von 1200 bis 1300 MBit/s. Zudem verfügen alle Adapter auf der Empfangsseite über ein eingebautes WiFi-Modul, mit dem sie kabelloses Internet von der Steckdose in jeden abgelegenen Raum bringen.

Gigabit Powerline von TP-Link, AVM, Devolo

Im Vergleichstest treten drei aktuelle Gigabit Powerline Adapter von TP-Link, AVM und Devolo gegeneinander an.
Fotos: TP-Link, AVM, Devolo

Damit die Daten im Heimnetz auch flüssig übertragen werden können, müssen Vorbereitungen getroffen werden: Zum Einsatz kommen in den jeweiligen Räumen ausschließlich Gigabit-fähige Endgeräte, Switches und Netzwerkkabel. Damit ist gewährleistet, dass die Verkabelung vom Router oder Switch zum nächsten PC, der Spielekonsole oder zum Smart-TV keinen Flaschenhals darstellt. Vor allem wer einen zentralen Großspeicher (NAS-Server) einsetzt, um zentral von allen Geräten auf Filme, Fotos oder andere Daten zuzugreifen, muss auf die optimale Anbindung achten. Dazu gehört auch die Wahl der richtigen Netzwerkkabel. Grundsätzlich genügt sogenanntes CAT-5e-Kabel für Gigabit-Leistung im Netzwerk. Mit zunehmender Länge der Kabel nimmt jedoch die Leistung der Datenübertragung ab. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift daher am besten gleich zu LAN Kabeln der Kategorie CAT 6. Devolo dlan 1200+ WiFi ac vs. TP-Link AV1300 vs. AVM FRITZ!Powerline 1220E/1260E Sowohl von der äußeren Erscheinung als auch der Ausstattung unterscheiden sich die drei getesteten Powerline-Sets. So sind schon rein äußerlich die Stecker von Devolo und TP-Link deutlich wuchtiger als die kompakteren Stecker von AVM.

Was sofort auffällt: Während die Geräte von Devolo und TP-Link stets als Zwischenstecker konzipiert sind, um über einen eingebauten Schuko-Durchgang weitere Stromverbraucher anzuschließen, verfügt das Powerline-WiFi-Modul 1260E von AVM über keinen weiteren Stromanschluss, sodass die genutzte Steckdose belegt ist und nicht für weitere Geräte genutzt werden kann. Dafür ist das Gerät aber deutlich kompakter. Wer am Zielort auf WLAN verzichten kann, aber nicht auf eine freie Steckdose, kann auch zum deutlich günstigeren AVM-Set mit der Bezeichnung 1220E greifen. Hier verfügen beide Adapter über eine durchgeschleifte Steckdose.

An jedem Adapter befinden sich auf der Unterseite die wichtigen Gigabit Netzwerk-Anschlüsse (RJ45). Während TP-Link und Devolo dem ersten Powerline-Adapter, der direkt mit dem Internet-Router verbunden wird, nur einen Netzwerkanschluss gegönnt haben, liefert AVM seinem Adapter gleich zwei LAN-Anschlüsse mit. So kann neben dem Router vor Ort auch gleich ein zweites Gerät per Kabel verbunden werden. Auf dem entfernten Adapter sehen die anderen Anbieter besser aus: Hier bietet TP-Link mit gleich drei LAN-Anschlüssen die beste Versorgung. Devolo und AVM (1220E) liefern zwei LAN-Anschlüsse, der AVM Powerline-Adapter 1260E mit WLAN ist nur mit einem weiteren LAN-Anschluss ausgestattet. Wer also am Zielort mehrere Geräte per Kabel anschließen möchte, benötigt je nach Anbieter möglicherweise einen zusätzlichen Gigabit-Ethernet-Switch.

Alle Geräte nutzen den Homeplug-AV2-Standard, funktionieren also auch im gemischten Einsatz. Zu viele Powerline-Adapter sollte man in der Wohnung allerdings nicht verteilen, da dies auf Kosten der Bandbreite geht. AVM nennt auf Nachfrage hier eine Obergrenze von etwa acht Adaptern.

Auf der folgenden Seite gehen wir darauf ein, wie die Erstinstallation der Powerline-Adapter durchgeführt wird, wie man die Kommunikation absichert und wie sich die WLAN Ausleuchtung mit Powerline erweitern lässt.

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