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08.11.2010 - 19:07
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FTTH: Das Festnetz wird runderneuert

Unterschiede auch im Detail

Schauen wir noch etwas näher auf das bereits in einigen Netzen im Einsatz befindliche GPON: Die Gesamtbitrate von 2 500 MBit/s (= 2,5 GBit/s) im Downstream und 1 250 MBit/s im Upstream wird zwischen allen Nutzern am selben PON-Baum geteilt. Dabei ist es möglich, Großverbrauchern, zum Beispiel Mobilfunk-Basisstationen oder externen DSLAMs, eine höhere Bitrate zuzuweisen als einem Einzelhaushalt.

XGPON mit 10 GBit/s Downstream und 2,5 GBit/s Upstream.

Für normale Haushalte wird im Downlink typischerweise eine Bandbreite von bis zu 100 MBit/s alloziert. Einzelne Carrier bieten auch bereits Burst-Bitraten von bis zu 1 000 MBit/s an. Damit lässt sich der komplette Inhalt einer einlagigen DVD binnen einer Minute übertragen - wenn der Server die Daten überhaupt schnell genug liefert und der Client sie auch schnell genug abnimmt.

Zum Leidwesen der Tk-Anbieter gibt es aber auch von der passiven, nicht nach Wellenlänge geteilten PON-Technologie mehrere Varianten: GPON in Europa, EPON mit niedrigeren Bitraten in den USA und XGPON (mit 10 000 MBit/s im Downstream, und mindestens 2 500 MBit/s, evtl. auch 5 000 oder gar 10 000 MBit/s im Upstream) als möglicherweise gemeinsamen Nachfolger. Kompabilitätsprobleme bei GPON Von mehreren Marktteilnehmern war auf dem Broadband World Forum in Paris zudem zu hören, dass bei GPON anfangs die Standardisierung so schwammig war, dass noch nicht einmal sichergestellt war, dass Endgeräte von Hersteller A mit der tk-anbieterseitigen Netzwerktechnik von Hersteller B zusammenspielte. Solche Inkompalitätsprobleme sind freilich auch aus den Anfangszeiten von ADSL bekannt; sie sollen inzwischen auch bei GPON weitgehend behoben sein.

Weiterhin soll der bereits absehbare GPON-Nachfolger XGPON andere Wellenlängen verwenden als GPON. Das ist Vorteil wie Nachteil zugleich: Befinden sich in einem PON-Baum sowohl Kunden mit GPON- als auch mit XGPON-Endgerät, muss der Port in der Vermittlungsstelle beide Signale gleichzeitig bereitstellen, so dass zwei Sender und Empfänger benötigt werden. Dafür stören sich die beiden Signale auch nicht; es ist also möglich, einen dedizierten Großkunden mit den vollen 10 000 MBit/s von XGPON zu versorgen, unabhängig von den anderen Kunden, die sich die 2 500 MBit/s der normalen GPON-Bitrate teilen. Einen abschließenden Überblick über den Stand der Dinge beim FTTH-Ausbau finden Sie auf der letzten Seite unseres Hintergrundartikels.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Glasfaser schlägt Kupfer
  2. Mehrfachverwendung der Glasfaser
  3. Wie verteilt man das Signal?
  4. Unterschiede auch im Detail
  5. Der Umbau ist teuer

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