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05.02.2017 - 15:14
Tipps

Flachbildfernseher richtig installieren: Darauf sollten Sie achten

Je nach Abstand zur Wand verändert sich das Klangbild

Knapp 4,7 Millionen Flach­bild­fernseher wurden in Deutschland zwischen Januar und September 2016 nach Angaben des Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) verkauft. Allen Geräten ist dabei eines gemeinsam: Die Displays werden immer flacher, die Rahmen der Flat-TVs zunehmend schmaler. Was an der Wand gut aussieht, kann aber für Abstriche beim Klang sorgen.

Durch die extrem kompakte Bauweise leiden vor allem die Klang­eigen­schaften der Apparate. Der fehlende Resonanz­raum im Vergleich zu früheren Röhren­geräten kann für flacheren Klang sorgen. Doch sowohl Klang als auch das Sehvergnügen lassen sich durch die Art der Montage und einen guten Aufstell­ort verbessern. "Ob Sie Ihren Fern­seher mit Stand­fuß auf ein Side­board stellen oder per Wand­halterung befestigen: Neben dem Sitz­abstand ist auch die Stand­höhe für den Fernseh­komfort relevant", sagt Michael Rupp von der Zeitschrift PC Welt. Bei optimaler Höhe liegen rund zwei Drittel des Bild­inhaltes unterhalb der Linie vom Auge zum Fern­seher. Fernseher verfügen über genormte Schraub­gewinde

 Messebesucher stehen während der Elektronikmesse IFA vor Flachbildschirmen auf dem Stand von Philips.

Wo der Flachbildfernseher aufgehängt wird, wirkt sich auch auf den Klang aus
Bild: dpa

Wer auf einen TV-Tisch oder ein spezielles Regal verzichten will, kann den Fern­seher auch an der Wand befestigen. Aktuelle Geräte sind ab Werk für die Wand­montage vorbereitet. "Dazu gibt es auf der Rück­seite des Gehäuses genormte Schraub­gewinde", sagt Rupp. Daran passen Universal­halterungen aus dem Fach­handel. Hier ist wichtig: Die Norm­größe der Halterung muss stimmen. Man findet sie im Hand­buch des Fern­sehers oder auf der Hersteller­webseite. Und sie muss nicht nur diesen Maßen entsprechen, sondern auch für das Gewicht des Fern­sehers ausgelegt sein. Zuletzt müssen noch für die Wand­beschaffen­heit passende Dübel und Schrauben gewählt werden. Sicher­heits­halber sollte man bei Schrauben und Dübeln lieber eine Nummer größer nehmen als eigentlich erforderlich.

Während es auf die Bild­qualität keinen Einfluss hat, ob der Flach­mann hängt oder steht, sieht das beim Klang ganz anders aus, sagt Daniel Beer vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medien­technologie in Ilmenau. Relevant ist hierbei der Abstand zwischen Wand oder Schall reflektierender Fläche und dem TV-Lautsprecher. Der Grund ist die Überlagerung von zwei Schall­anteilen. Dazu gehört Schall, der direkt vom Laut­sprecher zum Hörer wandert, und Schall, der über Reflexionen zum Hörort gelangt. "Je nach zeitlichem Versatz zwischen den Schall­anteilen kommt es zu konstruktiver oder destruktiver Überlagerung, also zu tonalen Über­höhungen beziehungs­weise Auslöschungen", beschreibt Beer. Das verfälscht den Original­klang. Klang durch den richtigen Abstand verbessern Es gibt zwei Wege, dies zu verhindern: Man kann etwa den Fern­seher so nah wie möglich an die Wand schrauben oder stellen. Dann kommt es nicht mehr zu Schallüberlagerungen. "Es verbleiben lediglich die Über­höhungen im Tiefton­bereich, die aber weniger als störend empfunden werden, da heutige TV-Lautsprecher hier generell etwas unterbelichtet sind", so der Experte. Bei Bedarf lässt sich der Tief­ton über das TV-Menü reduzieren.

Der andere Ansatz heißt Distanz: Laut Daniel Beer empfiehlt die Internationale Fernmeldeunion (ITU) einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen Laut­sprecher und reflektierenden Flächen wie Wänden oder Schränken. Dann werden die Schall­reflexionen nicht mehr als so störend empfunden. "Generell können die problemverursachenden Reflexionen auch durch das Anbringen von Absorptions­materialien an den Reflexions­flächen gemindert werden", rät Beer. So kann beispiels­weise hinter dem TV-Gerät an der Wand ein Schall­absorber befestigt werden. Diese gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Farben, Formen und Materialien.

Natürlich können auch externe Lautsprecher oder eine Soundbar für besseren Klang bei Flachbildfernsehern sorgen.

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dpa / David Rist

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