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05.09.2019 - 12:38
Facebook-Lücke

420 Mio. Rufnummern von Facebook-Nutzern veröffentlicht

Hacker-Datenbank war unverschlüsselt zugängig

Face­book steht des Öfteren in der Kritik, direkt oder indi­rekt für das Durch­sickern persön­licher Daten verant­wort­lich zu sein. Jetzt tauchte eine Daten­bank mit mehr als 400 Millionen Tele­fonnum­mern der User auf. Diese war öffent­lich zugäng­lich, von wem und zu welchem Zweck die Daten erhoben und ins Internet gestellt wurden, ist nicht bekannt. Laut Face­book handele es sich um alte Einträge, die vor dem Schließen einer Sicher­heits­lücke im vergan­genen Jahr durch­sickerten. Verant­wort­lich war eine Funk­tion, mit der man Freunde durch Rufnum­mern im sozialen Netz­werk suchen konnte. Face­book-Daten­leck im großen Stil ausge­nutzt

420 Millionen Telefonnummern von Facebook-Nutzern wurden publiziert

420 Millionen Telefonnummern von Facebook-Nutzern wurden publiziert
Facebook / Andre Reinhardt

Soziale Netz­werke sind ein Para­dies für Hacker, um an persön­liche Daten zu gelangen. Anfang April 2018 berich­teten wir bereits darüber, dass 87 Millionen Face­book-Nutzer Opfer eines Daten­miss­brauchs wurden. Darunter befanden sich rund 310 000 deut­sche Anwender. Die User-Infor­mationen drangen unge­wollt an die Firma Cambridge Analy­tica. Face­book räumte daraufhin ein, dass ein Groß­teil der Angaben durch die Funk­tion, Nutzer nach Tele­fonnum­mern und E-Mail-Adressen zu suchen, durch­sickerte. Zeit­gleich mit diesem State­ment wurde das riskante Feature abge­schafft.

Doch wie es scheint, kam diese Maßnahme zu spät, denn kurz­zeitig war eine Daten­bank mit 420 Millionen Rufnum­mern samt dazu­gehö­riger Face­book-ID für jeder­mann einsehbar. Ein IT-Sicher­heits­forscher entdeckte das Register und infor­mierte das Tech­nikma­gazin TechCrunch über den Fund. Die Daten­bank umfasste unter anderem 133 Millionen Tele­fonnum­mern aus den USA, 13 Millionen aus Groß­britan­nien und 50 Millionen aus Vietnam. Face­books Reak­tion zum Daten­skandal Das soziale Netz­werk äußerte sich bereits zu dem Vorfall und meinte, dass es alte Daten seien. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Accounts gehackt worden sind. Jedoch besteht die Gefahr, dass Cyber­krimi­nelle die Angaben ausnutzen und die Pass­wörter von Zugängen zurück­setzen könnten.

Face­book schaffte die Suche nach Tele­fonnum­mern und E-Mails aufgrund der Gefahr durch Scra­ping ab. Bei dieser Hacker-Methode werden auto­mati­sierte Anfragen an Webseiten geschickt, um an gespei­cherte aber nicht sicht­bare Infor­mationen zu gelangen. Eine weitere Baustelle hat Face­book mit seiner Foto-Commu­nity Insta­gram. Auch hier wurde bereits Scra­ping betrieben.

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