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27.03.2019 - 12:29
Brüssel

Brüssel empfiehlt: Gemeinsames Vorgehen bei 5G-Sicherheit

EU-Kommission legt Empfehlungen vor

Die EU-Kommis­sion pocht wegen mögli­cher Gefahren durch chine­si­sche Tech­no­logie beim Aufbau des schnellen Mobil­funk­stan­dards 5G auf ein euro­pa­weit abge­stimmtes Vorgehen. Entspre­chende Empfeh­lungen legte die Brüs­seler Behörde bereits vor.

Die EU-Staaten sollten mit Blick auf die 5G-Infra­struktur zunächst bis Ende Juni jeweils natio­nale Risi­ko­ana­lysen erstellen, erklärte die EU-Kommis­sion. Auf dieser Basis sollten die Länder dann ihre Sicher­heits­an­for­de­rungen an die Netz­werk-Anbieter über­ar­beiten - vor allem für öffent­liche Netz­werke. Euro­pa­weite Risi­ko­ana­lyse gefor­dert

Brüssel gibt eine Empfehlung für ein gemeinsames Vorgehen bei der 5G-Sicherheit

Brüssel gibt eine Empfehlung für ein gemeinsames Vorgehen bei der 5G-Sicherheit
picture alliance/Mark Schiefelbein/AP/dpa

Die EU-Staaten sollten dann unter­ein­ander Infor­ma­tionen austau­schen, um bis Oktober mit Unter­stüt­zung der EU-Kommis­sion eine euro­pa­weite Risi­ko­ana­lyse zu erstellen. Auf deren Grund­lage sollten dann einheit­liche Sicher­heits­stan­dards und -tests beschlossen werden. EU-Staaten hätten letzt­lich das Recht, Firmen vom 5G-Markt auszu­schließen, wenn sie die natio­nale Sicher­heit gefährdet sähen, betonte die EU-Kommis­sion.

Derzeit läuft etwa in Deutsch­land eine umstrit­tene Auktion von 5G-Mobil­funk­fre­quenzen. Firmen sind im Zuge der Vernet­zung von Maschinen und Geräten in der Produk­tion auf schnelle Daten­netze auch im Mobil­funk ange­wiesen.

Zuletzt wurde disku­tiert, ob sich chine­si­sche Unter­nehmen wie Huawei am Aufbau des 5G-Netzes betei­ligen dürfen. Die Sorge ist, dass über tech­ni­sche Möglich­keiten Infor­ma­tionen abge­fangen werden. Dabei stand eine Drohung der USA im Raum, dass Geheim­dienst­in­for­ma­tionen nicht mehr ausge­tauscht werden könnten, wenn Huawei oder andere chine­si­sche Anbieter beim Aufbau des 5G-Netzes in Deutsch­land betei­ligt würden. Neben Huawei setzen vor allem der finni­sche Nokia-Konzern sowie Ericsson aus Schweden Hoff­nungen auf Markt­an­teile bei der neuen Netz­in­fra­struktur.

Der Tech­nik­kon­zern Bosch hatte unlängst bereits ange­kün­digt, im Herbst neue 5G-fähige Auto­ma­ti­sie­rungs­technik vorzu­stellen. Für alle Netz­werk­aus­rüster und Tech­no­lo­gie­pro­vider sollten dabei die glei­chen Sicher­heits­an­for­de­rungen gelten, unab­hängig vom Herkunfts­land.

Huawei hat gestern neben seinen beiden neuen Smart­phone-Flagg­schiffen P30 und P30 Pro auch zahl­reiche Gadgets vorge­stellt.

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dpa /

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