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09.07.2017 - 14:24
Daten teilen

Daten über die Cloud versenden: Manchmal ist die Post schneller

Dropbox und Co. - Wie sicher sind diese Methoden?

Aus dem Urlaub zurück, und die Speicher­karten von Smartphone und Kamera sind voller Bilder und Videos? Die ganzen Urlaubs­erinnerungen an Freunde und Familie zu schicken, ist aber oft ein Problem. Für Anhänge in Mails oder Chats sind die Dateien meist viel zu groß. Das Internet bietet mit Dropbox, Wetransfer oder eigenen Servern eine Viel­zahl an Alternativen. Doch wie sicher, einfach und teuer sind diese Methoden?

Eine der gängigsten Methoden zum Teilen großer Daten­mengen sind Online­speicher-Systeme wie Dropbox, Google Drive oder iCloud. Hier laden die Nutzer ihre Fotos und Videos auf den Server eines Anbieters hoch. Anschließen können sie ausgewählte Bereiche für Freunde und Bekannte freigeben. Die erhalten dann einen Link oder die Zugangs­daten für den Online-Speicher per Mail. Empfänger brauchen meist kein eigenes Konto beim Anbieter, um auf die Daten zuzugreifen oder sie herunter­zuladen. Für den Absender ist bei den meisten Diensten jedoch eine kostenlose Registrierung notwendig. Daten lassen sich verschlüsseln

Eine Hand hält ein Vergrößerungsglas vor die Internetseite des Online-Speicherdienstes Dropbox.

Daten verschicken die meisten heute über einen Cloud-Dienst wie etwa Dropbox
Bild: (c) dpa

Die Anwendungen sind in der Regel sehr benutzer­freundlich, Nutzer können Ordner­strukturen anlegen und per App von anderen Computern oder auch Smartphones dauer­haft auf die Fotos und Videos zugreifen. Einige Cloud-Dienste bieten außerdem an, die Daten zu verschlüsseln. "Wie die Dateien verschlüsselt werden, ist für die Nutzer aber meist nicht nachvoll­ziehbar", sagt Fabian Scherschel von der Fachzeitschrift c't. Die Daten lagern außerdem meist auf ausländischen Servern, somit gilt kein deutsches Datenschutz­recht.

Der kostenlose Speicher auf den Servern der Anbieter ist zudem meist auf wenige Gigabyte begrenzt. Wer dort große Dateien lagern will, muss monatlich zahlen. Die Tarife sind bei jedem Anbieter verschieden. Bei Dropbox und Google Drive zum Beispiel kostet ein Terabyte Cloud-Speicher etwa zehn Euro im Monat. Daten verschicken ohne Anmeldung Wer nur einmalig große Daten­mengen versenden will, sollte Dienste wie Wetransfer, Dropsend oder Zeta Uploader ausprobieren. Das System ist ähnlich: Nutzer laden ihre Dateien auf den Server des Anbieters hoch und geben die Mail-Adressen der Empfänger an. Die erhalten einen Link per Mail und können die Dateien sofort herunter_laden. Nach wenigen Tagen werden die Daten automatisch gelöscht. Eine Ordner­struktur oder einen mobilen Online-Zugriff auf die Daten gibt es deshalb nicht.

Dafür verlangen viele der Anbieter nicht einmal eine Registrierung, nur die eigene E-Mail-Adresse muss beim Versenden der Daten eingegeben werden. Für wirklich große Daten­mengen müssen Nutzer jedoch auch hier zahlen. Die Sicherheits­probleme sind dieselben bei Cloud-Systemen: "Wer seine Daten auf ausländischen Servern lagert, muss dem Anbieter vertrauen", sagt Frank Spaeing vom Berufs­verband der Datenschutz­beauftragten Deutschlands. Denn die Kunden haben keinen Einfluss auf die Sicher­heit ihrer Dateien auf fremden Servern. Alternative: eigener Server Um das Problem mit dem Speichern von Daten auf fremden Servern ganz zu umgehen, können sich Nutzer auch ihre eigenen Server einrichten. Speicherplatz­probleme hat man so nicht. Doch die Anschaffung und Installation eines eigenen Servers ist aufwendig, Zubehör und Material kosten je nach Qualität mehrere hundert Euro. Der Besitzer muss den Server außerdem selbst vor Angriffen durch Hacker schützen.

Eine weitere Möglichkeit sind Netzwerk­festplatten, die mit dem Internet verbunden werden. Auch hier gibt es keine Speicherplatz­probleme, aber dafür ein Geschwindigkeits­problem. Der übliche deutsche Festnetz­internetanschluss ist in der Regel beim Hoch­laden von Dateien sehr viel langsamer als beim Herunter­laden. Dieser Flaschen­hals kann das Herunter­laden des Urlaubs­fotoalbums von der Netzwerk­festplatte zu einer ziemlich langsamen Angelegenheit machen. Riesen Datenmengen per Post versenden Manchmal ist das Internet aber auch einfach der falsche Transport­weg. Besonders bei wirklich großen Daten­mengen. Jenseits der 20- oder 30-Gigabyte-Grenze raten die Experten noch immer zu USB-Stick oder externer Fest­platte und einem gut gepolsterten Transport­behälter. Werden sie per Post verschickt, sind die Daten meist schneller beim gewünschten Empfänger als über die Internet­leitung.

In einem Ratgeber-Artikel zeigen wir Ihnen verschiedene Online-Speicher im Vergleich.

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dpa / David Rist

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