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15.08.2016 - 15:28
Internet-Kriminalität

Vier mutmaßliche Darknet-Drogenhändler verhaftet

Drogen und Bitcoin-Konten sichergestellt

Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet - vier Verdächtige verhaftet

Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet - vier Verdächtige verhaftet
Bild: dpa

Einen regelmäßigen Lieferservice für Drogen sollen vier Beschuldigte im Darknet aufgebaut haben, die in der Nähe von Regensburg verhaftet wurden. Ihr deutschsprachiges Darknet Market Forum soll Cannabis, Amphetamin, Heroin, Kokain und Ecstasy-Pillen vertrieben haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz heute mitteilte.

"Wir haben Aufrufe dieser Seite in einem insgesamt sechsstelligen Bereich", sagte Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer der Deutschen Presse-Agentur über das Darknet Market Forum. Die Bestellungen erfolgten anonymisiert über Bitmessage - ein dezentrales System für den Austausch verschlüsselter Mitteilungen. Gezahlt wurde in der digitalen Kunstwährung Bitcoin. Geliefert wurde auf dem Postweg. "Die Beschuldigten warben damit, innerhalb eines Tages zu liefern, was eine ständige Verfügbarkeit der angebotenen Drogen voraussetzt", erklärten die Ermittler.

Bei einer Durchsuchung an sechs Plätzen im Großraum Regensburg wurden am Donnerstag vergangener Woche elf Kilogramm Amphetamin, 250 Gramm Heroin, 150 Gramm Kokain, 645 Gramm Marihuana und 1 425 Ecstasy-Pillen sichergestellt. Die sichergestellten Drogen haben einen Marktwert von etwa 130 000 Euro. Einer der Verdächtigen Täter war im Besitz von Bitcoins im Wert von rund 340 000 Euro.

Das Amtsgericht Koblenz erließ am Freitag Haftbefehl gegen die vier Beschuldigten. Der jüngste ist 25, zwei von ihnen sind 31, einer 54.

Im Darknet (englisch für "dunkles Netz") können sich Internetnutzer fast komplett anonym bewegen. Der Teil des Internets wird von Menschen genutzt, die viel Wert auf Privatsphäre legen oder in einem repressiven System leben - aber auch von Kriminellen.

Warum Verbote für diesen Bereich nutzlos sind, haben wir vor Kurzem erst in einer weiteren Meldung erklärt. Mehr zum Thema Internet-Kriminalität

dpa /

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