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01.02.2018 - 00:00
Übersicht

Das sind die Alternativen zu Call by Call

Vor- und Nachteile von Messengern und Ethno-Discountern

Jüngere Leute, die mit Messengern aufgewachsen sind, verwenden Skype, WhatsApp Call oder die kostenlose Telefonie-Funktion eines anderen Messengers wie selbstverständlich, manchmal als Komplett-Alternative zum Festnetz- oder Handytarif. Erforderlich ist lediglich eine dauerhafte Internet-Verbindung, beispielsweise per WLAN oder mobilem Datenvertrag. Ruft man Freunde und Verwandte mit demselben Messenger-Dienst an, ist die Telefonie per Messenger weltweit kostenlos (Übersicht: Messenger und ihre Funktionen).

Messengerdienste: Nicht für alle eine Call-by-Call-Alternative

Messengerdienste: Nicht für alle eine Call-by-Call-Alternative
Bild: WhatsApp

Und damit sind wir schon beim ersten Nachteil von Messengern: Der Nutzer kann nur zu Partnern mit demselben Messenger kostenfrei telefonieren. Telefonate zu regulären Festnetz- oder Handynummern sind entweder technisch gar nicht möglich oder werden separat berechnet. Ein Messenger kann nicht einfach nur mit Router und Festnetztelefon genutzt werden, eine seltene Ausnahme sind Festnetztelefone mit Android und einem Zugang zum Google Play Store. In der Regel wird für Messenger-Telefonie ein Smartphone oder Tablet benötigt oder ein Computer mit Headset beziehungsweise Mikrofon und Lautsprecher und gegebenenfalls Webcam.

Es nützt also wenig, wenn man ein Smartphone hat und bei allen möglichen Messengern angemeldet ist, die vielleicht älteren Verwandten im Ausland aber nur ein Festnetz-Telefon, ein Einfach-Handy und einen PC haben. Natürlich kann man versuchen, die Verwandtschaft zur Installation und Nutzung eines Messengers zu überreden, doch gerade ältere Zeitgenossen fühlen sich damit manchmal überfordert, besonders dann, wenn sie am Computer mit einem Headset herumhantieren müssen.

Obwohl viele Messenger-Anbieter Verschlüsselung, Datenschutz und Privatsphäre versprechen, laufen die Telefonate über die Server des Diensteanbieters, die oft im Ausland stehen. Sowohl der Anbieter als auch gegebenenfalls ausländische Geheimdienste können also möglicherweise die Telefonate abhören. Wirklich sensible Dinge sollte man über einen Messengerdienst mit Sitz außerhalb Europas also nicht unbedingt besprechen. Ethno-Discounter: Per separate SIM günstig ins Ausland telefonieren Wer regelmäßig ins Ausland telefoniert, kann auch über die Anschaffung einer speziellen SIM-Karte hierfür nachdenken. Telefonate mit dem eigenen Handy-Tarif ins europäische Ausland sind nicht vom EU-Roaming abgedeckt - und bei Anrufen ins außereuropäische Ausland wirds meistens richtig teuer.

Günstigere Preise für Auslandstelefonate bieten so genannte Ethno-Discounter. Das sind in Deutschland tätige Mobilfunk-Provider, die in eines oder mehrere Länder günstige Minutenpreise anbieten. Telefonate innerhalb Deutschlands sind dann aber in der Regel etwas teurer als bei regulären Mobilfunk-Discountern. Auf einer speziellen Seite haben wir eine Übersicht der wichtigsten Ethno-Discounter zusammengestellt.

Wer über einen Ethno-Discounter günstig zu Familie oder Freunden ins Ausland telefonieren möchte, muss eine SIM-Karte dieses Anbieters erwerben. Für die Nutzung muss man also entweder die bisherige SIM aus dem Handy nehmen, ein zweites Handy verwenden oder beide SIM-Karten zusammen in ein Dual-SIM-Smartphone stecken.

Auch bei der Auswahl eines Ethno-Discounters sollte man sich die Tarife und Tarifoptionen vorher genau anschauen und prüfen, ob die Telefonate in das gewünschte Zielland wirklich billiger sind als über die anderen bislang vorgestellten Call-by-Call-Alternativen. Hinzu kommt, dass manche Ethno-Discounter zusätzlich zum (vielleicht recht günstigen Minutenpreis von 1 oder 2 Cent pro Minute) eine einmalige Einwahlgebühr verlangen. Dies bedeutet, dass Ethno-Discounter mit Einwahlgebühr eher ungeeignet sind für häufige kurze Telefonate. Sie können über einen Monat gerechnet aber günstig sein, wenn man nicht so oft, aber dafür länger mit den Lieben im Ausland telefoniert.

Ein Vorteil der Ethno-Discounter besteht darin, dass sie allesamt Prepaid-Anbieter sind, es kann also nicht passieren, dass man aus Versehen eine überhöhte Rechnung für Auslandstelefonate präsentiert bekommt. Verbraucht werden kann nur das Guthaben, das man zuvor aufgeladen hat. Fazit: Keine teuren Telefonate zu Handys und ins Ausland mehr Mit den vorgestellten Alternativen können Telefonkunden alternativer Festnetzanbieter auch dann günstig zu Handys und ins Ausland telefonieren, wenn sie der Telekom den Rücken gekehrt haben und daher Call by Call nicht mehr verwenden können.

Weltweit komplett kostenlos sind Telefonate über Messenger-Dienste. Hier besteht aber nicht nur das Problem, dass der Telefonpartner denselben Messenger verwenden muss, auch beim Datenschutz sind außereuropäische Messenger-Dienste mitunter bedenklich.

Günstige Telefonate sind per VoIP, Callback und Callthrough möglich, hier sollte man sich aber zuvor vergewissern, dass der eigene Anschluss-Anbieter die Dienste nicht verbietet oder gar technisch blockiert. Auslandstelefonate können auch über Ethno-Discounter kostengünstig geführt werden. Hierzu ist aber die Anschaffung einer separaten SIM-Karte notwendig und manche Anbieter berechnen zusätzlich zum Minutenpreis eine einmalige Einwahlgebühr.

In einem separaten Hintergrundbericht haben wir aufgezeigt, wie Call by Call und Preselection vor 20 Jahren beim Telefonieren die Preise purzeln ließen.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Call by Call: Alternativen und ihre Fallstricke
  2. VoIP, Callback und Callthrough als Alternative
  3. Vor- und Nachteile von Messengern und Ethno-Discountern
  4. Alles auf einer Seite lesen

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