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06.01.2020 - 09:15
Senderechte

DFL-Chef: Künftig mehr Bundesliga im Free-TV

Übertragungsrechte ab 2021/22 vor Ausschreibung

Die Fußball-Bundes­liga soll auch in Zukunft nicht komplett im Pay-TV verschwinden. Ganz im Gegen­teil, wie die Bild am Sonntag einem n-tv-Bericht zufolge den Chef der Deut­schen Fußball Liga (DFL), Chris­tian Seifert, zitiert: "Im Gegen­teil. Die Anzahl der Spiele im Free-TV wird bei der nächsten Ausschrei­bung größer sein."

Derzeit werden nur wenige Bundes­liga-Spiele live im unver­schlüs­selten Fern­sehen gezeigt. So über­trägt das ZDF beispiels­weise das erste Spiel der Saison, das Frei­tags­spiel am letzten Vorrunden-Spieltag und die erste Begeg­nung der Rück­runde im Free-TV. Wer die anderen Partien live im Fern­sehen verfolgen möchte, braucht zwei Pay-TV-Abos: von Sky und vom Strea­ming­dienst DAZN.

Die aktu­elle Bundes­liga-Rech­tepe­riode endet im Sommer 2021. Danach werden die Karten neu gemischt. Dabei steht die Ausschrei­bung der neuen Über­tragungs­rechte unmit­telbar bevor. Voraus­sicht­lich im kommenden Früh­jahr steht dann fest, wer ab Sommer kommenden Jahres welche Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundes­liga live im Fern­sehen zeigt. Bundes­liga-Rechte für Sky entschei­dend

Bundesliga-Senderechte vor Neuvergabe

Bundesliga-Senderechte vor Neuvergabe
Foto: Sky

Für den Pay-TV-Sender Sky dürften die Bundes­liga-Sende­rechte von sehr hoher Rele­vanz sein, nachdem der Veran­stalter gerade erst die Über­tragungs­rechte an der UEFA Cham­pions League auf dem deut­schen Markt verloren hat. Neben DAZN, das bereits in dieser Saison einige Bundes­liga-Spiele zeigt, gilt eine Bewer­bung von Amazon als sicher, nachdem der Internet-Konzern auch bei der Rech­tever­gabe für die Cham­pions League zuge­schlagen hat.

Abzu­warten bleibt, inwie­weit die DFL für Anbieter wie DAZN und Amazon auch künftig einen zweiten Sendeweg neben Strea­ming fordert. So zeigt DAZN derzeit seine Bundes­liga-Über­tragung auch im Rahmen einer Koope­ration mit Euro­sport über das Astra-Satel­liten­system. Die Kondi­tionen für ein Abo sind aber so unat­traktiv, dass den Fans in den meisten Fällen nur das Strea­ming bleibt. Das wiederum funk­tioniert nur mit schnellen Internet-Anschlüssen und bietet auch dann nicht die gleiche hohe Bild- und Tonqua­lität wie bei "echtem" Broad­cast.

Offen ist zudem, wie groß das für das Free-TV vorge­sehene Rech­tepaket sein könnte. Dazu hat Amazon derzeit die Bundes­liga-Rechte für Live-Audio­strea­ming, die eben­falls neu vergeben werden. Seit Beginn dieser Saison ist das Bundes­liga-Audio-Strea­ming mit Amazon-Konto ohne Extra-Kosten zu empfangen.

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