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27.06.2019 - 18:46
Breitbandausbau

Daten-Autobahn durch die Allgäuer Alpen

Telekom schließt den höchsten Ort Deutschlands an

Balder­schwang liegt auf 1.044 Metern Höhe. Für die Trasse musste der Ausbau­trupp im Schritt­tempo auf über 1.500 Meter, vorbei an den fried­lich grasenden Kühen der Senn­bauern. Doch wenn die Maschinen an Hängen mit einem Gefälle von teils 40 Prozent stehen, wird klar, dass es sich nicht um alltäg­liche Arbeit handelt. Auf einer Länge von 24 Kilo­metern verlegte die Telekom bis zum Mobil­funk­standort auf dem Gelb­hanse­kopf Glas­faser und stat­tete ihn mit LTE aus. Über weite Stre­cken wurde das Leer­rohr einge­pflügt. Einer der Bagger fungierte als Kabel­pflug. Die dadurch entstan­dene Furche wächst in einigen Wochen wieder zu.

Breitbandausbau Balderschwang Telekom

Zum Breitbandausbau in Balderschwang wurde die altertümliche Art der Signalübertragung demonstriert. Da sind 100 Mbit/s und LTE doch besser geeignet für heutige Zwecke.
Deutsche Telekom

Bereits vor mehr als einem Jahr begannen die Planungen für die vergleichs­weise kurze Trasse. Ämter wie Wasser­wirt­schaft, Natur­schutz und Forst­wirt­schaft mussten dem Projekt zustimmen. Mit der unteren Natur­schutz­behörde wurde zudem ein land­schafts­pfle­geri­scher Begleit­plan erstellt. Mit Erfolg, denn der Abschluss­bericht der Umwelt­baube­glei­tung kommt zu dem Schluss, dass die Eingriffe in Natur und Land­schaft mini­miert wurden. Nach den Tief­bauar­beiten in Balder­schwang können nun die ersten Anschlüsse gebucht werden. Vorbe­reitet für die Zukunft Für den vom Tourismus geprägten Ort ist der Breit­band­ausbau eine wirt­schaft­liche Notwen­digkeit. „Urlaubs­gäste möchten mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben. Sie wollen ihre Erleb­nisse teilen. Da reicht heute ein Telefon-Anruf allein nicht mehr aus“, sagt Konrad Kienle, erster Bürger­meister von Balder­schwang. Deshalb benö­tigen Hotels und Gast­wirte eine stabile WLAN- und Mobil­funk­abde­ckung.

Die Kommune hat zudem für die Zukunft vorge­sorgt. In der Betriebs­stelle steht ein Optical Line Terminal, mit dem Glas­faser bis in die Häuser gezogen werden kann. Da­rüber hinaus wird in der zweiten Jahres­hälfte der Mobil­funk­standort auf dem Gelb­hanse­kopf auf Single RAN umge­stellt. Die Technik kommt mit weniger Hard­ware aus und ermög­licht Band­breiten bis 400 MBit/s. Sie gilt außerdem als Zwischen­schritt auf den Weg zu 5G. Welt­premiere in Köln Auch im Flach­land geht der Ausbau weiter. Die Telekom legte in den vergan­genen Wochen bei über eine Million Anschlüssen den Speed-Turbo ein. Im Juni wurden ins­gesamt 106.000 Anschlüsse auf 100 MBit/s aufge­rüstet. Zuletzt waren es 46.000 An­schlüsse in 104 Kommunen. An 975.000 weiteren Anschlüssen, darunter in Städten wie Dresden oder Rostock, wurde das soge­nannte Super-Vecto­ring einge­setzt. Damit stehen nun an über 22 Millionen Breit­band­anschlüssen Surf-Geschwin­digkeiten von maximal 250 MBit/s zur Verfü­gung. Über weitere Akti­vitäten infor­miert die Telekom in ihrem Unter­nehmens­blog.

NetCologne FTTB G.fast

NetCologne hat 250.000 Haushalte in Köln mit FTTB erschlossen. Dank G.fast können sie jetzt mit bis zu 1 Gbit/s im Internet surfen.
NetCologne

Etwas schneller können die Haus­halte in Köln im Internet surfen. In Koope­ration mit ZTE hat NetCologne die ersten 1-GBit/s-Anschlüsse frei­geschaltet. "Seit diesem Mo­nat können mehr als 250.000 Privat­haus­halte in den Genuss von giga­bitschnellem Internet kommen", sagte Timo von Lepel, Mana­ging Director von NetCologne. In der Rhein­metro­pole kommt welt­weit zum ersten Mal G.fast auf 212 MHz zum Einsatz. In Tests wurden damit Geschwin­digkeiten von bis zu 1,8 GBit/s im Down­load und 200 MBit/s im Upload erreicht.

Mit Gigabit-Speed werden sich in Zukunft auch die Bewohner von Lehre und Epperts­hausen im Internet surfen können. In beiden Orten schloss die Deut­sche Glas­faser die Vorver­mark­tung erfolg­reich ab. Über 40 Prozent der Bürger entschie­den sich für einen Glas­faser­anschluss, sodass die FTTH-Netze gebaut werden kön­nen. In Epperts­hausen koope­riert die Deut­sche Glas­faser mit dem Darm­städter Regi­onalversorger ENTEGA. Der Baustart soll in diesem Jahr erfolgen. In Lehre werden auch die Orts­teile Beien­rode, Essehof, Essen­rode, Flech­torf, Groß und Klein Bruns­rode sowie Wend­hausen mit Glas­faser erschlossen.

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Marc Hankmann

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