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09.01.2019 - 10:16
Autonome Fahrzeuge

Bosch entwickelt selbstfahrende Autos für die Stadt

Mit neuen Geschäftsmodellen durchstarten

Bosch strebt eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung autonom fahrender Autos und der Vernetzung von smarten Gegenständen und Sensoren (Internet of Things, IoT) an. Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas präsentierte der deutsche Technologiekonzern ein neuartiges Konzept-Shuttle als „Weltpremiere“. Solche Fahrzeuge würden ab 2020 das Straßenbild in vielen Metropolen prägen, sagte Markus Heyn, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. Auf dem Weg zum Komplett-Anbieter Bosch will mit dem Konzeptfahrzeug nicht nur die Sensoren und andere elektronische Komponenten vorführen, die Bosch für die Herstellung autonom fahrender Autos bereitstellen kann. Das Unternehmen zeigt auf der CES auch ein Komplettangebot an Mobilitäts­diensten, etwa zum Buchen der Fahrzeuge oder Lösungen für die Suche nach einem Parkplatz. „Das Konzept zahlt auf unsere Vision einer möglichst emissionsfreien, unfallfreien und stressfreien Mobilität ein“, sagte Heyns in Las Vegas.

Bosch hat auf der CES ein autonom fahrendes Konzept-Shuttle vorgestellt.

Bosch hat auf der CES ein autonom fahrendes Konzept-Shuttle vorgestellt.

Für konventionelle Fahrzeuge hat Bosch außerdem ein neuartiges Fahrzeugsicherungssystem vorgestellt. Das Perfectly keyless-System ist eine Schlüssel-App, die Autodieben das Leben deutlich erschweren und gleichzeitig die Fahrzeugverwaltung etwa für Mietwagen-Firmen oder auch Transportunternehmen erleichtern soll. Die Bosch-Technik funktioniert mit einem virtuellen Schlüssel, der im Smartphone gespeichert ist. Im Auto fest verbaute Sensoren erkennen das Smartphone des Besitzers. Das ganz soll so sicher wie einen Fingerabdruck sein. Ein digitales Schlüssel­management verbindet die App und das Fahrzeug über eine Cloud. Bei Bedarf kann der digitale Schlüssel einfach aktiviert oder deaktiviert werden, Bosch im Umbruch Die neuen Produkte sollen dem Automobilzulieferer helfen, einen schwierigen Umwandlungs­prozess zu meistern. So hat die Dieselkrise in den Bosch-Werken im saarländischen Homburg und im bayerischen Bamberg Stellen gekostet. Gleichzeitig versucht der Technologie­konzern, neue Geschäftsfelder zu entwickeln.

Auf der CES betonte Bosch auch das Geschäfts­potenzial im Bereich der Vernetzung smarter Gegenstände. Bosch habe mehr als 270 IoT-Projekte aus Bereichen wie Mobilität, Smart Home, Smart Cities oder Landwirtschaft über die eigene IoT-Cloud realisiert. Die Zahl der Sensoren und Geräte, die über die Bosch IoT Suite vernetzt sind, sei gegenüber dem Vorjahr um nahezu 40 Prozent auf 8,5 Millionen gestiegen. Ein Pilotprojekt, das dazu beigetragen hat, hat Bosch bereits im Jahr 2017 in Stuttgart gestartet. In Zusammenarbeit mit Daimler hat man dort als Test ein automatisiertes Parkhaus ausprobiert. Teltarif.de berichtete.

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dpa /

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