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30.07.2018 - 09:17
QWERTZ

Blackberry KEY2: Das neue Flagg­schiff mit Tastatur im Test

Ungewöhnliches Display-Format

Das Display könnte etwas größer ausfallen, ohne an den Abmaßen des Telefons Änderungen vorzunehmen. Dazu hätte Blackberry Mobile den Touchscreen einfach nur näher an den Gehäuserand bauen müssen. Hier wurde zu viel Platz verschenkt. Zudem ist das Seitenverhältnis von 3:2 für die Darstellung von Fotos und Videos in den Formaten 16:9 oder 4:3 nicht optimal. So bleiben stets Bereiche des ohnehin nicht sehr großen Bildschirms ungenutzt. Dafür ist die Blickwinkelstabilität recht gut. Kein Menü für VoLTE und WiFi Calling

Blickwinkelstabilität des Displays im Test

Blickwinkelstabilität des Displays im Test
Foto: teltarif.de

Der WLAN- und Mobilfunkempfang ist recht gut. Allerdings fiel im Test mit SIM-Karten aus den Mobilfunknetzen der Deutschen Telekom und von Telefónica auf, dass Voice over LTE und WiFi Calling nicht unterstützt werden. Die Menüs für diese beiden Telefonie-Betriebsarten sind gar nicht erst vorhanden. Das ist im Jahr 2018 nicht mehr zeitgemäß. Mit einer Vodafone-SIM (die wir im Test nicht zur Verfügung hatten), ist WLAN Call laut Nutzerberichten hingegen verfügbar.

Immerhin waren im Test HD-Voice-Verbindungen im GSM- und UMTS-Netz möglich. Davon hatte vor allem der jeweilige Gesprächspartner einen Vorteil, denn der Klang von Hörmuschel und Lautsprecher des Blackberry KEY2 ist eher durchschnittlich. Stellt man die Lautstärke zu hoch ein, so neigen Hörmuschel und Lautsprecher zu einer verzerrten Audio-Wiedergabe. Kamera nicht überzeugend Nicht überzeugend ist auch die Kamera, wie unsere Testaufnahmen zeigen. Vor allem bei ungünstigen Lichtverhältnissen sind die Fotos und Videos einem Gerät, das mehr als 500 Euro kostet, nicht würdig. Für schnelle Schnappschüsse mag die Qualität ausreichen, ein Ersatz für die Digitalkamera ist das Blackberry KEY2 aber auf keinen Fall. Da nutzt auch die Dual-Linse der Hauptkamera nichts.

Dafür verfügt das Handy über ein eingebautes UKW-Radio. Das findet man nur noch bei wenigen aktuellen Smartphones. Der Mehrwert hält sich - wie auch bei den meisten anderen Handys mit eingebautem Radio - aber in Grenzen. Der Empfang ist schlecht und selbst Ortssender sind nicht immer rauschfrei zu empfangen. Hier ist das Internetradio die bessere Alternative, auch wenn dabei der Datenverbrauch im Auge behalten werden muss. Bestes Smartphone für Produktivität

Android 8.1 mit sinnvollen Software-Erweiterungen an Bord

Android 8.1 mit sinnvollen Software-Erweiterungen an Bord
Foto: teltarif.de

Das Blackberry KEY2 ist dank Hardware-Tastatur und sinnvollen Software-Erweiterungen des Android-Betriebssystems das beste Smartphone für Produktivität. Wer ein Handy mit echter Tastatur sucht, hat allerdings derzeit auch kaum Alternativen. Das Betriebssystem ist aktuell und läuft trotz einem Prozessor, der nicht zur Oberklasse gehört, recht flüssig. Zudem ist die Akkulaufzeit recht ordentlich und dank QuickCharge 3.0 ist der Akku schnell wieder aufgeladen.

Für Multimedia-Fans ist der Bolide hingegen weniger gut geeignet, obwohl sogar ein UKW-Radio zum Leistungsumfang gehört und ein Kopfhörer-Anschluss verbaut wurde. Die Kamera ist unterdurchschnittlich und der Lautsprecher klingt nicht gut. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Multimedia-Anwender nicht die Zielgruppe sind. Für alle Nutzer gleichermaßen ärgerlich ist hingegen die fehlende Unterstützung für VoLTE und WiFi Calling. Das ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Blackberry KEY2 im Test
  2. Schnelle Texteingabe dank echter Tastatur
  3. Android Oreo mit sinnvollen Erweiterungen
  4. Ungewöhnliches Display-Format
  5. Alles auf einer Seite lesen

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