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08.05.2019 - 09:15
Bahn

DB Navigator: Anzeige für volle Züge noch ungenau

Auslastungs-Info bei Fernzügen teils noch unzuverlässig

Wie voll wird mein Zug? Die Deut­sche Bahn zeigt das seit kurzem online an. Reisende können sich darauf jedoch nach Angaben des Fahr­gast­ver­bands Pro Bahn nicht in jedem Fall verlassen.

Bei der Buchung auf bahn.de und in der App DB Navi­gator können Kunden seit einiger Zeit sehen, wie voll ein ICE oder IC voraus­sicht­lich sein wird. Eine digi­tale Anzeige in Ampel-Format infor­miert über die Auslas­tung. Vier Kate­go­rien gibt es - von "geringe Auslas­tung" bis "ausge­bucht". Nach Beob­ach­tungen von Pro Bahn funk­tio­niert diese digi­tale Anzeige in vielen Fällen aber noch nicht zuver­lässig. Hoch­rech­nung der Buchungs­daten noch nicht opti­miert

Ticketkauf über die DB Navigator App

Ticketkauf über die DB Navigator App
Bild: dpa

Auch ein Hinweis à la "Wenn Sie noch keine Fahr­karte für diesen Zug gekauft haben, nutzen Sie bitte einen anderen" erscheint bei manchen Verbin­dungen. Doch auch in diesen Zügen habe es meist noch verein­zelt freie Plätze gegeben, so Pro-Bahn-Spre­cher Karl-Peter Naumann.

Um die Auslas­tung abzu­schätzen, berück­sich­tigt die Bahn das Reise­auf­kommen auf der gewählten Verbin­dung in der Vergan­gen­heit und die bereits regis­trierten Buchungen. Doch zum einen werden Naumann zufolge manche Platz­bu­chungen nicht genutzt. Zum anderen sei die Hoch­rech­nung der Buchungs­daten wohl noch nicht opti­miert.

Das System sei erprobt und zuver­lässig, teilt dagegen eine Spre­cherin der Bahn auf Anfrage mit. Es könne aber im Einzel­fall zu Abwei­chungen kommen, etwa wenn ein Zug ausfalle und Fahr­gäste spontan auf andere Verbin­dungen auswi­chen. Zudem beziehe sich die Auslas­tungs-Info immer auf den ganzen Zug, nicht auf einzelne Wagen. Daher könne es vorkommen, dass die gefühlte Auslas­tung aus Sicht des Kunden nicht reprä­sen­tativ für die Gesamt­be­set­zung des Zuges sei.

Wer bestimmte Wünsche habe, etwa einen Platz am Tisch oder als Gruppe zusam­men­zu­sitzen, für den sei eine Reser­vie­rung empfeh­lens­wert, so Naumann. Man könne zudem bei fast jeder Reser­vie­rung im Internet sehen, welche Plätze schon gebucht seien - und entspre­chend auf eine Reser­vie­rung verzichten, wenn noch genug Sitze frei sind.

ÖPNV und Smartphone versprechen beide Mobilität - finden aber nicht zusammen. Tarifbestimmungen sind den Anbietern wichtiger als Einfachheit.

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dpa /

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