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19.03.2019 - 14:43
5G-Gebote

5G-Auktion: Telekom, Vodafone und o2 zurückhaltend

1&1 fordert bei der Versteigerung heraus

Nachdem der Präsi­dent der Bundes­netz­agentur heute Morgen die Auktion in Mainz offi­ziell gestartet hatte, lagen nach rund einer Stunde schon die Ergeb­nisse der ersten Runde vor. Zwar ist es noch viel zu früh, um sagen zu können, wie am Ende die Auktion ausgehen könnte, aber inter­es­sant sind die Werte schon. Erste Runde: 288 Millionen 288 Millionen Euro wären nach dem Ende der ersten Runde in die Kassen des Bundes geflossen, 311 Millionen nach der zweiten Runde, 314 Millionen nach der dritten Runde. Daraus lässt sich ableiten, dass die etablierten Bieter „behutsam“ vorgehen, um am Ende zu hohe Lizenz­kosten zu vermeiden. Denn hier ist klar: Jeder für Lizenzen ausge­ge­bene Euro fehlt nachher beim Netz­ausbau. Im Bereich um 2 GHz sind nach der dritten Runde für die einzeln Blöcke zwischen 3,075 Millionen von Telefónica und 6,05 Millionen Euro von Telekom geboten worden, aber auch 23 Millionen respek­tive 26 Millionen von Voda­fone und Dril­lisch.

Die Ergebnisse werden in den großen Saal und in den Presseraum live übertragen.

Die Ergebnisse werden in den großen Saal und in den Presseraum live übertragen.
Foto: Henning Gajek / teltarif.de

Bei 3,6 GHz (eigent­lich 3,4-3,7 GHz) halten sich Telekom, Voda­fone und o2 mit etwa 1,7-1,9 Millionen Euro ziem­lich zurück, während Dril­lisch mit 21,7 Millionen Euro seit der ersten Runde hier eine hohe Schlag­zahl vorge­geben hat. Stra­tegie erkennbar? Welche Stra­tegie verfolgt wird, ist offi­ziell geheimer als geheim. Der erste Eindruck klingt durchaus plau­sibel: Die etablierten Netz­be­treiber sind an möglichst güns­tigen Preisen inter­es­siert, während man bei 1&1 viel­leicht die etablierten Anbieter etwas „ärgern“ will. Dabei hat Dril­lisch eine komfor­table Posi­tion: Wenn es am Ende "zu teuer" wäre, könnte Dril­lisch aus der Auktion aussteigen und sich weiter auf die bereits vorhan­dene Nutzungs­op­tion im o2-Netz verlassen. Wenn Dril­lisch Frequenzen bekommt, müssen sie diese nur noch dem Erbauer ihres Netzes (man vermutet, dass es der chine­si­sche Ausrüster ZTE sein könnte) mitteilen.

Denkbar wäre aber auch, dass gar nicht alle vier Anbieter bis zum Schluss dabei bleiben oder ob jemand unter­wegs „aussteigt“, wir wissen es nicht. Bei der legen­dären 3G-Auktion hatte der dama­lige Service-Provider Debitel bei 1 Milli­arde Euro Gebots­summe die Auktion unbe­schadet verlassen.

Wer die Auktion live im Netz verfolgen will, findet unter www.bundes­netz­agentur/auktion2019 Gele­gen­heit dazu.

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