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12.01.2009 - 12:36
outdoor

Robust und resistent: Outdoor-Handys im Überblick

Geräte bieten telefonische Erreichbarkeit auch unter extremen Bedigungen

Die meisten User stellen heutzutage hohe Ansprüche an die Multimedia-Eigenschaften ihres Handys: Hochauflösende Kameras sowie MP3- und Videofunktion gehören genauso zum Leistungsspektrum aktueller Geräte wie mobiles Internet oder GPS-Navigation. Dabei übertreffen sich die Hersteller mit jeder Neuvorstellung mit noch kompakteren, besser designten oder technisch raffinierteren Geräten. Den meisten Handys ist dabei eines gemein: Wenn das Mobiltelefon versehentlich zu Boden geht, mit Wasser in Kontakt kommt oder unsanft behandelt wird, ist schnell Schluss mit der Funktionsvielfalt. Displays können zerbrechen, Gehäuse verkratzen und wenn einmal Flüssigkeit ins Gehäuse eingedrungen ist, verweigern die meisten Handys völlig ihren Dienst. Auch extreme Temperaturen wie Hitze im Sommerurlaub oder Kälte im können Handys schaden. In der kalten Jahreszeit muss man bei den meisten Modellen Schutzmaßnahmen ergreifen. Einfacher ist es mit robusten Outdoor-Handys. Robuste Bauweise sorgt für Funktion unter extremen Bedindungen

Angeblich unzerstörbar: Sonim XP1
Foto: Somim

In vielen Lebenslagen kann man sein Mobiltelefon nicht mit Samthandschuhen anfassen und will dennoch erreichbar sein: etwa bei sportlichen Freizeit-Aktivitäten wie Mountainbiken oder Wandern, bei der Arbeit in der Fabrikhalle oder auf der Baustelle oder einfach am Strand während des nächsten Sommerurlaubs. Hier ist die Gefahr eines Defektes für fragile Smartphones besonders groß. Outdoor-Handys hingegen können genau in diesen Situationen ihre Stärke beweisen. Ihre spezielle Bauweise schützt das Display und Innenleben vor äußeren Einflüssen: Dabei kommen verschiedene Membrane oder Beschichtungen zum Einsatz: Schnittstellen werden mit Gummiverschlüssen abgedichtet. Zudem ist die verbaute Technik besonders hitze- und kälteresistent und die Tastatur meist besonders abriebfest.

Dies lassen sich manche Hersteller auch entsprechend zertifizieren: Alle Modellen im folgenden Überblick werden damit beworben, dass sie den Standard "IP-54" der Internationalen Elektrotechnischen Kommission IEC erfüllen. Dies bedeutet, dass sie gegen Staub und Spritzwasser geschützt sind. Wirklich wasserdicht ist jedoch nur das XP3 von Sonim. Diese Eigenschaft ist jedoch auch fast die einzige Neuerung des XP3 gegenüber seinem Vorgänger XP1, der noch für 65 Euro weniger als das XP3 erhältlich ist.

Der Markt der erhältlichen Outdoor-Handys ist recht übersichtlich, kann aber bereits auf eine lange Tradition zurückschauen. Ericsson war, noch vor dem Joint-Venture mit Sony, einer der ersten Handyhersteller, der besonders robuste Mobiltelefone in sein Angebot aufgenommen hatte. Mit dem Ericsson R250s pro sowie dem R310s wurde mobiles Telefonieren auch unter widrigen Bedingungen möglich. Auch Nokia hatte mit dem 6250 bereits vor knapp zehn Jahren ein Outdoor-Handy im Angebot. Zur Zeit bietet Nokia jedoch keine Outdoor-Modelle mehr an. Die beiden letzten Modelle 5140i und 5500 Sport wurden von vielen geschätzt, sind jedoch nur noch als Restposten in einigen Online-Shops zu finden.

Einige Outdoor-Geräte sind mittlerweile begehrte Sammlerstücke und nur noch über einschlägige Auktionsportale zu erhalten. Das Nischenprodukt Outdoor-Handy wird aber immer noch von einigen Herstellern angeboten. Das US-Unternehmen Sonim stieg sogar erst 2008 mit zwei Neu-Entwicklungen in den Markt für Outdoor-Handys ein. Zudem reagieren die Hersteller auch auf den Wunsch vieler Kunden nach einfachen und robusten Handys. Fazit: Einige Abstriche bei Funktionen der Outdoor-Handys Abgesehen von den Geräten von Sonim bieten auch Outdoor-Handys genügend Multimedia-Funktionen für den digitalen Alltag. Hierbei sind besonders das Sony Ericsson C702 und das Samsung B2700 eine guter Kompromiss zwischen aktuellen Funktionen und Robustheit. Wem die Funktionen der Outdoor-Handys genügen, kann auch seinen Alltag abseits von Trekking-Pfaden und Mountainbike-Routen damit bestreiten. Dabei sind die meisten Outdoor-Handys als staub- und spritzwasserresistent ausgewiesen und halten zwar starke Regenschauer aus, nicht aber Situationen, in denen man mit dem Handy wirklich "baden geht". Wer beispielsweise beim Wildwasser-Rafting nicht auf ein Handy verzichten möchte, sollte auf ein wasserdichtes Gerät wie das Sonim XP3 zurückgreifen. Für Multimedia-Enthusiasten bieten sich die robusten Mobiltelefone eher als Zweitgerät an.

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Sebastian Friedrich

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