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11.05.2006 - 00:00
kompatibel

Mit dem Handy um die Welt - wo funktioniert es und wo nicht?

CDMA - der andere Standard

Neben dem GSM-Standard gibt es vor allem in Asien, aber auch in den USA, den CDMA-Standard. Der CDMA-Modus funkt ebenfalls im Bereich von 800 und 900 MHz. CDMA ist die Abkürzung für "Code Division Multiple Access". Bei diesem Verfahren werden die Daten bzw. Signale mehrerer Quellen oder Sender gleichzeitig auf derselben Frequenz übertragen. Der Empfänger filtert das Signal eines bestimmten Senders aus dem Signalgemisch wieder heraus, indem das jeweilige Codemuster entsprechend wieder zusammengesetzt und aufbereitet wird. Dieses Verfahren wurden entwickelt, um eine optimale Ausnutzung von Leitungen und Frequenzen zu erreichen.

Das Welthandy A840

Beim neuen Mobilfunkstandard der dritten Generation, der bei uns unter der Bezeichnung UMTS zunehmend Verbreitung findet, wird ebenfalls das Codemultiplexverfahren eingesetzt, allerdings unter der Bezeichnung WCDMA für "Wideband Code Division Multiple Access." Die hierbei eingesetzte Bandbreite liegt je nach Netzbetreiber bei 4,4 bis 5 MHz. Ausführliche Informationen zu UMTS und zur dabei eingesetzten Technik finden Sie auf unserer Info-Seite.

Der amerikanische 3G-Standard CDMA2000 setzt, wie der Name schon nahelegt, auf CDMA auf. Auch in Japan und Südkorea gibt es CDMA- bzw. CDMA2000-Netze. Anlässlich der Olympiade 2008 in Peking soll in China zusätzlich zum eigenen UMTS-Standard und WCDMA auch CDMA2000 ausgebaut werden. Für die Besucher der Olympiade wäre das sicherlich schön, weil sie dann tatsächlich ihr eigenes 3G-Handy nutzen können, ganz gleich für welchen dieser Standards es vorgesehen wurde. Der Abschied vom Welthandy

Das Welthandy SCH-A790

Für CDMA-Netze braucht man Handys, die mit diesen Standard kompatibel sind, herkömmliche GSM-Handys helfen dort nicht weiter. Um diesem Dilemma abzuhelfen, gab es Ansätze, so genannte Welthandys zu bauen. So entwickelte Motorola mit dem A840 ein Mobiltelefon, das in den Mobilfunkstandards CDMA und GSM eingesetzt werden konnte. Dafür fehlten diesem Gerät aber die amerikanischen GSM-Frequenzen, so dass man auf dem amerikanischen Kontinent weitgehend auf den CDMA-Modus angewiesen war.

Von Samsung kam 2004 das SCH-A790 auf den Markt, das für den Einsatz im amerikanischen CDMA-Netz auf 800 MHz und in den europäischen GSM-Netzen ausgerüstet war. Die Nachfrage nach solchen Geräten scheint allerdings nicht allzu groß zu sein, denn aktuelle Modelle, die beide Standards unterstützen, gibt es zumindest bei den deutschen Netzbetreibern nicht. Wer also unterwegs darauf angewiesen ist, in CDMA-Netzen zu telefonieren, muss sich entweder vor Ort ein günstiges Handy für diesen Standard zulegen oder sich ein solches Gerät ausleihen. Dafür gibt es eigene Anbieter, etwa Cellhire oder Hirephone , auf die die deutschen Netzbetreiber in der Regel auch verweisen, wenn man sich ein Gerät für einen Auslandsaufenthalt ausleihen möchte. Für kürzere Auslandsaufenthalte dürfte das Leihgerät die günstigere Variante sein, wenn man sich längere Zeit oder häufiger in CDMA-Gebieten aufhalten sollte, ist es sicherlich auf Dauer billiger, sich im Land ein Gerät zu besorgen.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Das Handy muss mit
  2. CDMA - der andere Standard
  3. UMTS macht manches einfacher

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