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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 19.04.19
25.04.2018 - 09:11
LTE

Apple als Mobilfunk-Provider: Das bietet die Apple SIM

Tarife von vier Anbietern verfügbar

Inhaltsverzeichnis:

  1. Das bietet die Apple SIM
  2. Truphone: Zum Start bis zu 30 Tage kostenlos surfen
  3. Apple-SIM-Tarife vergleichsweise teuer

Bei neueren iPad-Modellen, die neben WLAN den Mobilfunkanschluss auch über das Mobilfunknetz ermöglichen, haben die Käufer die Wahl, ob sie einen eigenen Datentarif verwenden und eine Nano-SIM in den dafür vorgesehenen Schacht einlegen oder eben die Apple SIM verwenden möchten. Beim iPad Pro wurde das Apple-Angebot als eSIM realisiert, bei anderen Tablets wie dem neuen iPad 2018 handelt es sich um eine ganz normale Nano-SIM, die das Logo von Apple trägt?

Apple als Mobilfunk-Provider, der eigene SIM-Karten ausgibt? Nicht ganz: Zwar stammen die SIM-Karten vom iPad-Hersteller. Eigene Tarife bietet der amerikanische Technologiekonzern aber nicht an. Vielmehr arbeitet Apple mit verschiedenen Netzbetreibern und Providern zusammen, um Datentarife auf die eSIM bzw. Nano-SIM zu bekommen. Dabei ist es von Land zu Land unterschiedlich, welche Preispläne gebucht werden können.

Details zur Apple SIM

Details zur Apple SIM
Foto: Apple, Montage: teltarif.de

Wer die Apple SIM aufruft, liest zunächst den Hinweis, dass Apple "möglicherweise" den Standort und die Geräteinformationen verwendet, um die regional richtigen Mobilfunkanbieter anzuzeigen. So dauert es auch einige Sekunden, bis die Provider, die am Aufenthaltsort des Nutzers zur Verfügung stehen, tatsächlich angezeigt werden. In Deutschland sind vier Provider wählbar. Drei Tarife von der Telekom Die Deutsche Telekom bietet auf der Apple-SIM drei Preismodelle an. Data Start Flat S bietet für 2,95 Euro 500 MB Datenvolumen, das einen Tag lang nutzbar ist. Mit Data Start Flat M surfen die Kunden bis zu sieben Tage lang. Sie haben 750 MB Highspeed-Datenvolumen zur Verfügung und der Tarif schlägt mit 9,95 Euro zu Buche. Als weitere Alternative gibt es Data Start Flat L für 14,95 Euro. Der Tarif bietet 1 GB ungedrosseltes Datenvolumen, das 30 Tage lang nutzbar ist.

Data-Start-Tarife der Telekom

Data-Start-Tarife der Telekom
Foto: teltarif.de

Die Telekom bietet demnach auf der Apple SIM die Datentarife an, die das Unternehmen auch auf anderen Wegen für Prepaidkunden offeriert. Wirklich zeitgemäß sind die Preise allerdings nicht mehr. Zum Vergleich: Wer den Prepaid-Tarif MagentaMobil Start M wählt, bekommt für 9,95 Euro in 28 Tagen nicht nur 1 GB Datenvolumen, sondern auch eine netzinterne Flatrate für Anrufe und SMS, im MagentaMobil Start L für 14,95 Euro erhöht sich das Datenvolumen auf 1,5 GB und die Kunden bekommen noch 100 Gesprächsminuten in Fremdnetze.

Anders als MagentaMobil Start hat die Telekom ihre Datentarife für Prepaidkunden seit längerer Zeit nicht mehr überarbeitet. So fehlt beispielsweise bei Data Start auch die Möglichkeit, die WLAN-Hotspots des Bonner Telekommunikationsunternehmens ohne Aufpreis mitzunutzen.

Truphone: Zum Start bis zu 30 Tage kostenlos surfen

Truphone startete Ende vergangenen Jahres als Telekom-Reseller auf der Apple SIM und bietet generell Tarife an, die 30 Tage lang genutzt werden können. 500 MB schlagen mit 6 Euro zu Buche, 1 GB kostet 10 Euro und 3 GB sind für 25 Euro erhältlich. Dabei bietet Truphone optional auch eine automatische Aufladung an, sodass nach Verbrauch der Inklusivleistung der Tarif erneut gebucht wird, ohne auf den Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums zu warten.

100 MB kostenlos von Truphone

100 MB kostenlos von Truphone
Foto: teltarif.de

Anders als die Telekom bietet Truphone auch einen kostenlosen Test des mobilen Internet-Zugangs auf dem iPad an. Interessenten, die ihre E-Mail hinterlassen, bekommen 100 MB Datenvolumen, das in einem Zeitraum von bis zu 30 Tagen in Europa, den USA, Australien und Hongkong genutzt werden kann. AlwaysOnline ist teuer: 3 GB kostet fast 90 Dollar AlwaysOnline nennt sich ein weiterer Provider für Datentarife auf der Apple SIM. Hier können die Kunden zwischen zeit- und volumenbasierten Abrechnungen wählen. Eine Stunde LTE-Internet ist zum Beispiel für 99 US-Cent zu bekommen. Allerdings sind nur 20 MB Datenvolumen inklusive. Ein Tagespaket mit 200 MB Inklusivvolumen kostet 9,99 Dollar.

Bei den volumenbasierten Tarifen gibt es drei Optionen. Ein 500-MB-Paket wird für 19,99 Dollar angeboten, 1 GB bekommen die Kunden für 39,99 Dollar und 3 GB sind zum Preis von 89,99 Dollar erhältlich. Die Preismodelle mit 500 MB und 1 GB können jeweils bis zu 15 Tage lang genutzt werden. Der 3-GB-Plan steht bis zu 30 Tage lang zur Verfügung. Auch von GigSky keine Schnäppchen

Unterschiedliche Abrechnungsmodelle von AlwaysOnline

Unterschiedliche Abrechnungsmodelle von AlwaysOnline
Foto: teltarif.de

Der vierte Provider, der auf der Apple SIM in Deutschland angezeigt wird, nennt sich GigSky. Der Anbieter wirbt damit, in "mehr als 189 Ländern/Gebieten" Prepaid-Datentarife über LTE und UMTS zu offerieren. Für Deutschland, die EU sowie die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein stehen vier Tarife zur Auswahl. Dabei handelt es sich um ein Tagespaket und drei Monatstarife, die jeweils 30 Tage lang gültig sind.

Der Tages-Tarif von GigSky kostet 10 Euro und bietet 300 MB Inklusivvolumen. Das 1-GB-Monatspaket schlägt mit 25 Euro zu Buche. Kunden, die sich für den Tarif mit 2 GB Datenvolumen entscheiden, zahlen dafür 35 Euro und Interessenten, die das Preismodell mit 5 GB Inklusivvolumen wählen, sind mit einem Optionspreis von 50 Euro dabei.

Apple-SIM-Tarife vergleichsweise teuer

Ein Blick auf unseren Tarifvergleich auf teltarif.de zeigt: Echte Schnäppchen bekommen die Kunden auf der Apple SIM nicht. Für die ständige Nutzung gibt es in der Regel günstigere Alternativen. Interessant sein könnten die Tarife aber für Kunden, die ihr iPad fast immer im heimischen WLAN benutzen, es aber in seltenen Fällen auch mobil betreiben und dann mit einem Internet-Zugang ausstatten wollen. Dazu könnte man auch Tethering am Smartphone nutzen. Das nagt allerdings massiv an der Akkukapazität des Handys.

Apple SIM als Nano-SIM

Apple SIM als Nano-SIM
Foto: teltarif.de

Auch auf Reisen, etwa in Länder, in denen das regulierte EU-Roaming nicht zählt, dürfte die Wahl eines Datentarifs auf der Apple SIM im vielen Fällen unkomplizierter als der Kauf einer lokalen Prepaidkarte sein. Allerdings muss man vor Ort zuerst abklären, welche Provider und Tarife auf der Apple SIM zur Verfügung stehen.

Bei verschiedenen Reisen ins europäische Ausland sind uns in der Vergangenheit bei Stichproben oft nur die Angebote von AlwaysOnline und GigSky begegnet. Dazu dürfte jetzt Truphone kommen, zumal der Provider nach eigenen Angaben selbst in den USA oder auch in Hongkong auf der Apple SIM verfügbar ist. Weitere Länder sollen sukzessive hinzukommen. Internet-Zugang nicht auf Knopfdruck verfügbar Apple tritt bei seiner eigenen SIM-Karte nicht als Provider, sondern nur als Plattformbetreiber auf. Verträge über die Nutzung der jeweiligen Datentarife müssen die Kunden mit den jeweiligen Anbietern abschließen. Das erfordert zumindest das Anlegen eines Kunden-Accounts. Die Telekom spricht sogar von einem Vertrag, obwohl es sich in der Praxis nur um den Zugang zu Prepaid-Datentarifen handelt, die bei Bedarf genutzt werden können.

GigSky wirbt mit Datenverbindungen in mehr als 189 Ländern

GigSky wirbt mit Datenverbindungen in mehr als 189 Ländern
Foto: teltarif.de

In jedem Fall müssen unabhängig vom gewählten Anbieter Zahlungsdaten hinterlegt werden. Das ist für manche Interessenten nicht selbstverständlich, insbesondere wenn es sich um Provider handelt, zu denen man ansonsten kein Kundenverhältnis hat und die man nicht näher kennt, sodass man den Firmen möglicherweise auch mit einer gesunden Portion Skepsis gegenübersteht.

Die aktuelle Regelung zur Buchung von Datentarifen auf der Apple SIM verkompliziert die Nutzung für Interessenten. Wer einen mobilen Internet-Zugang nur einmalig und kurzzeitig - etwa auf einer Geschäfts- oder Urlaubsreise - braucht, wird wenig Lust haben, sich zunächst durch die bürokratischen Hürden zu hangeln. Hier wäre es besser, wenn Apple auch quasi als eine Art Zwischenhändler auftreten würde, sodass die Kunden die Preispläne beispielsweise über ihren iTunes-Account bezahlen können.

Das aktuellste Tablet, das mit Apple SIM ausgestattet ist, ist das iPad 2018, das erst seit einem knappen Monat im Handel erhältlich ist. Wir haben das Tablet bereits einem Test unterzogen.

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