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24.04.2019 - 12:25
Endlos

5G-Auktion, Runde 228: 5,519726 Milliarden Euro, bitte!

Und ein Ende ist nicht in Sicht

Die Versteigerung der für 5G geeigneten Mobilfunkfrequenzen in Deutschland dauert weiter an. Heute Vormittag endete die Runde 228 bei 5,519 Milliarden Euro. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahre 2010 lag bei 224 Runden. Damals kamen aber am Ende "nur" 4,385 Milliarden Euro heraus. Auch damals boten vier Wettbewerber um die begehrten Frequenzblöcke. Damals hielt sich der Netzbetreiber E-Plus stark zurück und gab deshalb "relativ wenig" Geld aus. Inzwischen wurde E-Plus von Telefónica o2 übernommen, dafür bietet jetzt erstmalig die "1&1-Drillisch Netz" mit. Die Newcomer scheinen bei den aktuellen Bietrunden viel Spaß am Geldausgeben zu haben und so sind die Preise schnell relativ hoch gegangen. Tempo verlangsamt

Canisiusstrasse 21 in Mainz. Die Gebote liegen bei 5,5 Milliarden.

Canisiusstrasse 21 in Mainz. Die Gebote liegen bei 5,5 Milliarden.
Foto: Henning Gajek / Teltarif.de

Die letzten Runden wiederum steigern sich nur noch minimal. Es gibt aber in jeder Runde auf einen der möglichen 41 Blöcke ein neues, leicht höheres Gebot. Der jeweils Überbotene sicherte sich dann in der nächsten Runde wieder einen anderen Block und so weiter und so fort.

Aktuell hätten nach Runde 228 auf 2,1 GHz die Telefónica (o2) jeweils einen Block "sofort" (= ab 2021) und einen ab 2026 für zusammen 374,8 Millionen Euro ersteigert. Die Deutsche Telekom bekäme 4 Blocks "sofort" für 851,5 Millionen Euro. Vodafone wäre mit 3 Blocks "sofort" dabei, ein weiterer Block käme 5 Jahre später dazu, macht insgesamt 800,9 Millionen Euro. Der Newcomer "1und1 DRI" könnte ab 2026 auf 2 Blöcken im 2,1 GHz-Bereich für 323,9 Millionen starten.

Auf den speziell für Ballungsgebiete geeigneten Frequenzen bei 3,6 GHz hätte die Telefonica 7 Blocks für 761,0 Millionen Euro ergattert, die Telekom satte 9 Blocks für 967,9 Milionen Euro, während Vodafone sich mit 7 Blöcken für 677,7 Millionen begnügen müsste und für "1&1 Drillisch" noch 6 Blöcke für 761,9 Millionen Euro überig blieben. Viel teurer als gedacht Längst sind die Frequenzen teurer als gedacht: Fachleute waren zunächst von Einnahmen zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen. Nach aktuellem Stand will der Bund mit dem Geld den Glasfaser-Ausbau auf dem Land, aber auch "andere Breitband-Angebote" fördern. Die Ausbauauflagen der 2019er Auktion für die Netzbetreiber sind streng. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie wichtige Verkehrsstrecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden. Das hatte im Vorfeld viel Diskussion und einige Klagen gegeben, deren aufschiebende Wirkung jedoch vom Verwaltungsgericht Köln abgelehnt wurde. Wie die Fördermittel für den Mobilfunkausbau eingesetzt werden könnten, will der Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg ausprobieren.

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