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19.06.2019 - 10:05
Teamarbeit

o2 und Mercedes-Benz: Gemeinsames 5G-Netz im Aufbau

5G-Netz soll smarte Produk­tion bei Mercedes erlauben

Der Aufbau einer eigenen Infra­struktur hat für Unter­nehmen wie Mercedes-Benz viele Vorteile und ist ein wich­tiger Baustein bei der Umset­zung der smarten Produk­tion der Zukunft. Der Einsatz von 5G-Netz­tech­nologie ermög­licht es Mercedes-Benz Cars unter anderem, in seiner Fabrik bestehende Produk­tions­prozesse durch neue Features zu opti­mieren. Dazu gehören zum Beispiel die Verknüp­fung von Daten oder die Ortung von Produkten auf der Monta­gelinie. Sämt­liche Prozesse werden durch das eigene Netz opti­miert, noch robuster und können bei Bedarf kurz­fristig an aktu­elle Markt­anfor­derungen ange­passt werden.

Zudem vernetzt der Mobil­funk­stan­dard Maschinen und Anlagen intel­ligent mitein­ander, um die Effi­zienz und Genau­igkeit im Produk­tions­prozess zu unter­stützen. Ein weiterer Vorteil der Nutzung eines lokalen 5G-Netzes besteht darin, dass sensible Produk­tions­daten im eigenen Netz bleiben und nicht Dritten zur Verfü­gung gestellt werden müssen oder für Dritte sichtbar sind, gerade die Auto­mobil­branche ist sehr sensibel, was Werks­spio­nage betrifft. Leis­tungs­starkes 5G-Netz mit Indoor-Antennen und 5G-Hub Für diverse Test­szena­rien am Auto­mobil der Zukunft lassen sich über das 5G-Netz binnen kürzester Zeit enorme Daten­mengen (die Fach­leute spre­chen vom „Data Shower“ sinn­gemäß "Daten-Dusche") verar­beiten. Der Mobil­funk­stan­dard 5G soll dazu schnelle Daten­über­tragungs­raten im Giga­bit­bereich mit extrem kurzen Latenz­zeiten und einer hohen Zuver­lässig­keit liefern.

Um die volle Leis­tungs­fähig­keit von 5G zu errei­chen, sind kurze Wege notwendig. Dies sei nur mit einer lokalen Infra­struktur sicher­gestellt, die erst­mals in der „Factory 56“ einge­setzt werden soll. Mit der „Factory 56“ baue der "Erfinder des Auto­mobils" eine der modernsten Auto­mobil­produk­tionen der Welt. Diese sei nicht nur durch­gängig flexibel und "grün", sondern nutze auch intel­ligente und digi­tali­sierte Tech­nolo­gien, um die Poten­ziale von Indus­trie 4.0 voll­umfäng­lich zu nutzen, heißt es in Stutt­gart und München dazu.

Beispiels­weise sind Maschinen und Anlagen direkt mitein­ander vernetzt. Die Monta­gean­lagen und die Förder­technik sind "Internet of Things"-fähig. Dafür wird die „Factory 56“ von den Koope­rati­onspart­nern mit mehreren 5G Small Cell Indoor-Antennen sowie einem zentralen 5G-Hub ausge­stattet. Bedeu­tung der TK-Anbieter im Campus

Der Technik Chef von Telefónica Deutschland, Cayetano Carbajo Martín, sieht für o2 auf dem 5G-Industrie-Campus große Zukunftschancen

Der Technik Chef von Telefónica Deutschland, Cayetano Carbajo Martín, sieht für o2 auf dem 5G-Industrie-Campus große Zukunftschancen
Foto: Telefónica Deutschland

Tech­nikvor­stand Caye­tano Carbajo Martín von Telefónica Deutsch­land erläu­tert in einem Hinter­grund­gespräch die Bedeu­tung bei der Errich­tung von privaten Netzen für das Unter­nehmen hat und welche Rolle Tele­kommu­nika­tions­anbieter dabei künftig spielen werden.

Caye­tano Carbajo Martín: "Das Herz unserer Infra­struktur ist natür­lich unser eigenes bundes­weites Mobil­funk­netz, mit dem wir die meisten Menschen in Deutsch­land mitein­ander verbinden. Daneben verfügen wir aber bereits über Exper­tise beim Bau und Betrieb von privaten Netzen und 5G Access- und Core-Lösungen. Daher sind wir neben dem Privat­kunden­geschäft auch ein wich­tiger Partner für Geschäfts­kunden und die deut­sche Indus­trie. Diese benö­tigen für ihre Prozesse teil­weise eigen­stän­dige und in sich geschlos­sene Systeme, beispiels­weise für die Produk­tion, Kommu­nika­tion in Echt­zeit oder die Über­tragung großer Daten­mengen." Campus: Großes Poten­zial für Anbieter Caye­tano Carbajo Martín sieht enormes Poten­zial – und damit ein Geschäfts­modell – für den künf­tigen Betrieb verschie­dener Netz­infra­struk­turen, sowohl für kleine, mitt­lere aber auch große Unter­nehmen. Die Möglich­keiten der Zusam­menar­beit seien viel­seitig, von der Bereit­stel­lung von Kommu­nika­tions­diensten bis hin zu zusätz­lichen Services für verti­kaler Appli­kationen und einer noch engeren Zusam­menar­beit. Diese Koope­rationen lassen sich bereits mit 4G umge­setzen. Aufgrund Network Slicing ("Netz im Netz") hat 5G jedoch Poten­zial, eigen­stän­dige Netz­infra­struk­turen bereit­stellen zu können. Das können eigen­stän­dige Campus-Lösungen auf lokaler Ebene sein oder auch bundes­weite Ange­bote, die über einen sepa­raten Network-Slice in unserem Netz ange­boten werden.

Für Caye­tano Carbajo Martín steht o2 bei 5G erst am Anfang, denn die nötigen Frequenzen wurden gerade erst verstei­gert. Nun gehe es darum, weitere Erfah­rungen beim Bau und Betrieb von privaten 5G-Netzen zu sammeln. Telefónica möchte Unter­nehmen "maßge­schnei­derte Lösungen für ihre Netz­infra­struktur" bereit­stellen und im Rahmen von lang­fris­tigen Koope­rationen für den weiteren Ausbau und die Wartung des Netzes zur Verfü­gung stehen. Werden TK-Anbieter auf dem Campus gebraucht? Viele fragen sich, ob man zur Errich­tung oder den Betrieb von "privaten Campus­lösungen" über­haupt noch die klas­sischen Tele­kommu­nika­tions­anbieter braucht. Dem wider­spricht Carbajo Martín: "Auf jeden Fall, denn die Errich­tung und der Betrieb von Netz­infra­struk­turen ist alles andere als trivial. Hier braucht es die nötige Exper­tise sowie tech­nische Ressourcen. Wir können Netze planen, bauen, betreiben und erwei­tern. Dabei kümmern wir uns um das Moni­toring, die Instand­haltung und die Erwei­terung oder Anpas­sung mit den jeweils neuesten Netz­stan­dards. Denn ein Netz ist ein leben­diges Konstrukt, das einen konti­nuier­lichen Opti­mierungs­bedarf hat. Und das aller­wich­tigste: Während der Produk­tion muss eine hohe Zuver­lässig­keit des Netzes gegeben sein."

Für Caye­tano Carbajo Martín ergänzen sich Unter­nehmen und Tele­kommu­nika­tions­anbieter optimal: Die Unter­nehmen wissen selbst am besten, dass sie für ihre moderne Produk­tion und Daten­kommu­nika­tion eine leis­tungs­starke Netz­infra­struktur benö­tigen. Dafür haben sie häufig keine eigenen Experten im Haus. Und genau da kommen die TK-Anbieter als Partner ins Spiel: Sie sorgen dafür, dass das Netz errichtet und konti­nuier­lich auf dem aktu­ellsten Stand gehalten wird. Das sieht Carbajo-Martin als "Win-Win-Situa­tion".

Die 5G-Frequenz-Auktion endete bei 6,55 Milli­arden Euro. Mehr dazu lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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  1. Pilot­projekt von o2 und Mercedes-Benz
  2. 5G-Netz soll smarte Produk­tion bei Mercedes erlauben
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