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12.01.2018 - 17:40
Umbenennung

Nach Zusammenschluss: Aus Drillisch wird "1&1 Drillisch"

Drillisch AG künftig mit neuer Bezeichnung

Bereits im September 2017 hat die Drillisch AG den Erwerb der 1&1 Telecommunication SE abgeschlossen. Die 1&1 Telecommunication ist seither ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Drillisch. Das möchte man nun auch im Namen zeigen: Die Drillisch AG heißt künftig "1&1 Drillisch AG". Auf diese Änderung der Bezeichnung haben sich die Aktionäre des Unternehmens heute auf der außerordentlichen Hauptversammlung nahezu einstimmig geeinigt.

Ralph Dommermuth, CEO der neuen 1&1 Drillisch AG: "In den vergangenen Monaten haben wir die 1&1 Telecommunication SE mit Drillisch zusammengeführt und so einen leistungsfähigen Telekommunikations-Komplettanbieter geformt. Mit dem kombinierten Brand unserer Dachgesellschaft wollen wir künftig nach innen und außen dokumentieren, dass beide Unternehmen eine Einheit sind. Die Produktmarken unserer Gesellschaft sind von der Umbenennung nicht betroffen und agieren weiterhin unter ihren bisherigen Namen."


08.09.2017 - 12:37
Vollendet

Zusammenschluss von 1&1 und Drillisch ist abgeschlossen

Kunden solten Preisentwicklung genau beobachten

Der Zusammenschluss von 1&1 und Drillisch scheint ohne größere Probleme über die Bühne gegangen zu sein. Nach der ersten Ankündigung im Mai wurde der Fahrplan der Fusion erläutert. Im weiteren Verlauf hatte United Internet ein Angebot für Drillisch gestartet. Das Bundes­kartell­amt erteilte zwischen­zeit­lich die Freigabe. Bei einer wichtigen Sitzung im Juli haben die Aktionäre von Drillisch der mehrheitlichen Übernahme durch United Internet zugestimmt.

Heute teilen beide Unternehmen gemeinschaftlich mit, die Drillisch AG habe den Erwerb der 1&1 Telecommunication SE abgeschlossen. Die Eintragung der auf der außerordentlichen Drillisch-Hauptversammlung am 25. Juli beschlossenen Sachkapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte heute. Drillisch hat damit den verbliebenen Anteil von etwa 92,25 Prozent an der 1&1 Telecommunication erworben. Die 1&1 Telecommunication ist nun ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Drillisch. Wie geplant hat United Internet im Gegenzug neue Drillisch-Aktien erhalten. Dadurch ist die Beteiligung von United Internet an Drillisch auf über 73 Prozent gestiegen. Kunden: Nicht nur auf Preis, sondern auf Inklusivleistungen schauen

Zusammenschluss von 1und1 und Drillisch abgeschlossen

Zusammenschluss von 1&1 und Drillisch abgeschlossen
Bild: 1und1, Drillisch

Dieser Prozess klingt zunächst so, als ob er allenfalls für Branchenbeobachter, Anleger oder Analysten interessant wäre. Doch nun dürfen die Bestandskunden und Interessenten die weitere Entwicklung des Gemein­schafts­unter­nehmens beobachten. Denn es bleibt weiterhin spannend, welche tariflichen und preislichen Akzente die vielfältigen Marken des Unternehmens auf dem Markt setzen werden.

Denn ein Zusammenschluss bedeutet nicht unbedingt, dass die Preise fallen, ganz im Gegenteil. Ralph Dommermuth ging beispielsweise schon kurz nach der Ankündigung des Zusammenschlusses davon aus, dass nach der Fusion die Preise für Tarife nicht sinken werden. Dafür könnte allerdings das Preis-Leistungs-Verhältnis besser werden, zu den jetzigen Marktpreisen würden die Kunden also mehr Leistung erhalten. In Zukunft lohnt sich bei einem Handytarife-Vergleich noch viel mehr als früher der Blick auf die Inklusivleistungen (und gegebenenfalls Gängelungen) und nicht primär der Blick auf den Preis.

In technischer Hinsicht wird es nämlich weiterhin Einschränkungen geben. Obwohl Drillisch vertraglich einen Vollzugriff auf alle Netztechniken des Telefónica-Netzes hat, bleibt Vodafone-Chef Ametsreiter dabei: Es wird weiterhin kein Vodafone-LTE für Provider und Discounter geben. Abzuwarten bleibt auch, ob das Gemein­schafts­unter­nehmen ganz neuartige Tarifmodelle, zum Beispiel ohne harte Drosselung als Gegenpol zu o2 Free, einführen wird.

Synergien ergeben sich für das fusionierte Unternehmen schon jetzt dadurch, dass 1&1-DSL auch in den Shops von yourfone gebucht werden kann. Der Tele­kommuni­kations-Experte Prof. Torsten J. Gerpott kann sich vorstellen, dass das fusionierte Unternehmen bei den anstehenden Frequenzvergaben nicht nur eine Beobachterrolle einnehmen könnte. Wenn 1&1 und Drillisch wirklich wie angekündigt die starke vierte Kraft auf dem deutschen Mobilfunkmarkt werden wollen, dann könnte dies auch bedeuten, perspektivisch ein eigenes Netz aufzubauen.

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